Ausgeraubt - und dann mit Kissen erstickt?

Tote Kreuther Millionärin: Es war Mord

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Das Haus der Kreutherin. Tatort eines schlimmen Verbrechens ist es sicher. Jetzt kommt auch noch Mord dazu.

Im Frühjahr 2016 nahm die Polizei ein Ehepaar fest, das eine Kreuther Millionärin systematisch ausraubte, während die ins Altenheim kam. Dann starb die alte Frau. Jetzt ist klar: Es war Mord.

Kreuth - Spekuliert wurde bereits kurz nach ihrem Tod viel. Schon wie unsere Zeitung im April vergangenen Jahres vom Raub und den Festnahmen erfuhr, schwangen offene Fragen um das ominöse Ableben der damals 95-jährigen Kreutherin mit. Auch wir griffen die Überlegungen von Nachbarn und Bekannten der Kreutherin über deren Tod früh auf.

Aber auch die Kripo hatte einen Verdacht - und ließ die Kreutherin exhumieren und obduzieren.

Die Obduktion gestaltete sich als schwierig. Auch die Ermittlungen zum Täterumfeld zogen sich hin - bis tief in den Sommer.

 Im Herbst vermeldete die Staatsanwaltschaft auf Nachfrage unserer Redaktion dann eigentlich:

Es habe keine Hinweise auf eine Gewalttat gegeben. Die Obduktion sei abgeschlossen.

Umso überraschender nun die Mordanklage.

Jetzt ist klar: Die 52-Jährige, die sich damals um die Seniorin kümmerte, soll ihrer vermeintlichen Schutzbefohlenen nicht nur gemeinsam mit ihrem Mann und weiteren Komplizen systematisch Schätze in Millionenhöhe geraubt haben - sondern auch ihr Leben.

Die Staatsanwaltschaft München II hat im Mai Anklage wegen Mordes erhoben. Das bestätigt Sprecher Ken Heidenreich der Bild-Zeitung. Bild geht auch auf Details der Obduktion ein: So soll die Kreutherin Blutungen in den Augen und zerrissene Fasern in der Lunge gehabt haben - Merkmale für einen gewaltsamen Erstickungstod, möglicherweise durch ein weiches Kissen.

kmm

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