Diese Orte besuchen die meisten Gäste

Tourismusbilanz 2014: Rekordergebnis für Bayern

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Beliebtes Schloss Neuschwanstein: Im vergangenen Jahr kamen 1.569.715 Besucher.

München - Am Freitag stellte die für den Tourismus im Freistaat zuständige Ministerin Ilse Aigner die aktuellen Zahlen vor und konnte verkünden: "2014 war ein Jahr der Superlative für den Bayerntourismus."

Exakt 441.561 Besucher wurden 2014 im Schloss Linderhof mit den Parkbauten gezählt.

In konkreten Zahlen: 32 461 570 Gästeankünfte wurden im vergangenen Jahr gezählt, 2,7 Prozent mehr als im Jahr 2013. Besonders im Ausland erfreut sich Bayern steigender Beliebtheit: 7.917.982 Gästeankünfte zählte das Ministerium, was eine Steigerung um 4,5 Prozent bedeutet. Am beliebtesten ist unsere Heimat bei unseren direkten Nachbarn: Die Österreicher stellen die größte Gruppe.

Das Schloss Herrenchiemsee zählte laut Bayerischer Schlösserverwaltung 396.063 Besucher.

Nach Angaben der Ministerin steht der Freistaat weiterhin auf dem ersten Platz der Top-Reiseziele in Deutschland. „Bayern hat seinen Spitzenplatz im Tourismus behauptet und sogar ausgebaut.“ Gründe für den Erfolg sind neben der beeindruckenden Natur das vielfältige Angebot, das Besucher nach Bayern zieht. Hier kommen Erholungssuchende genauso auf ihre Kosten wie Gesundheits- und Aktivurlauber sowie Kulturbeflissene. Das Angebot richtet sich an alle Altersgruppen, Sing­les, Paare und Familien, und man kann sommers wie winters in Bayern Urlaub machen.

Schloss Nymphenburg in München: 298.693 Besucher.

Es gab aber auch mahnende Worte. Ulrich Brandl, Präsident des Bayerischen Hotel- und Gaststättenverbandes, warnte, dass im abgelaufenen Jahr rund 500 gastwirtschaftliche Betriebe geschlossen hätten. Wegen hoher Kosten und strenger Auflagen werde „in vielen Betrieben überlegt, ob die nächste Generation die Geschäfte überhaupt noch übernehmen will“.

Herkunftsländer

Österreich  740 251

Niederlande  740 165

USA  687 165

Schweiz  618 273

Italien  601 085

England  490 729

China  322 757

Russland  314 889

Frankreich  289 644

Japan  246 832

Regierungsbezirke

Oberbayern 14 951 642

Schwaben 4 586 371

Mittelfranken 3 693 918

Niederbayern 2 896 444

Unterfranken 2 656 722

Oberpfalz 1 866 462

Oberfranken 1 810 011

Tourismusregionen

München 6 302 954

Allgäu 2 972 007

Umland Muc 2 569 442

Nürnberg 1 958 770

Bayr. Wald 1 723 471

Schwaben 1 496 094

Fr. Weinland 1 193 932

Bay. Golfland 1 147 624

Ostbayern 1 033 226

Zugspitze  857 442

Trends für morgen

Weltkulturerbe mit 372.650 Besuchern: Würzburgs Festung Marienburg mit der Residenz.

Damit sie auch im kommenden Jahr erfreuliche Zahlen vermelden kann, hat die „Interministerielle Arbeitsgruppe Tourismus“ am Freitag die Trends für die Zukunft vorgestellt. Ein wichtiges Standbein bleibt der Gesundheitstourismus, für den Bayern mit zahlreichen Kurorten und Heilquellen bestens aufgestellt sei.

Kunst ist attraktiv: Ins Residenzmuseum in München kamen 295.122 Besucher.

2015 steht unter dem Themenschwerpunkt „Herrschaftliches Bayern“, mit dem das üppige Angebot an Schlössern, herrschaftlichen Anwesen, Gärten und Parks noch besser vermarktet und mit dem Adel im Freistaat geworben werden soll – ein Thema, mit dem man sich von den touristischen Mitbewerbern absetzen will. Und 2016 wird das 500-jährige Jubiläum des Bayerischen Reinheitsgebotes vermarktet.

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