1. tz
  2. Bayern

Trinkwasser in Franken wird teurer: Preiserhöhung wegen Trockenheit und Klimawandel

Erstellt:

Von: Tanja Kipke

Kommentare

Zahlreiche Bürger Unter- und Mittelfrankens müssen sich auf eine Preiserhöhung des Leitungswassers einstellen.
Zahlreiche Bürger Unter- und Mittelfrankens müssen sich auf eine Preiserhöhung des Leitungswassers einstellen. © Patrick Pleul/dpa/Symbolbild

Die Trockenheit macht vor allem Franken zu schaffen. Ein fränkischer Trinkwasserversorger erhöht deshalb seine Preise deutlich. Diese Regionen sind betroffen.

Erlangen – Eine Hitzewelle jagt die nächste. Der Natur in Bayern macht die Trockenheit und Dürre ganz schön zu schaffen. Erste Landkreise reagierten auf den Wassermangel mit Verboten, die Stadt Nürnberg bewässert ihre Bäume derzeit mit Schwimmbadwasser. Jetzt zieht ein fränkischer Trinkwasserversorger, Fernwasserversorgung Franken (FWF), ebenfalls Konsequenzen. Das Leitungswasser wird teurer.

Wasser in Franken wird knapp: Unternehmen erhört Trinkwasserpreise

„Versorgungssicherheit und Qualität haben ihren Preis“, mit diesen Worten beginnt das Unternehmen seine Mitteilung zur Preiserhöhung. Die steigenden Anforderungen ließen nichts anderes als eine Preiserhöhung der Wassertarife zu. Für die Tarifkunden im Verbandsgebiet der FWF erfolgt eine Erhöhung des auf 1,35 EUR/m³ ab dem 1. Januar 2023. Betroffen sind zum Beispiel Teile der Stadt Erlangen, der Landkreise Ansbach, Erlangen-Höchststadt, Neustadt a. d. Aisch-Bad Windsheim und Kitzingen.

Die Sommer der letzten Jahre hätten gezeigt, wie wichtig leistungsfähigen Trinkwasserversorgung ist. „Das Sommerhalbjahr 2022 stellt aber vieles nochmals in den Schatten.“ Die andauernde Trockenheit und hohen Lufttemperaturen ließen die Nachfrage steigen, der Bedarf nach Versorgungssicherheit sei groß. „Der sich abzeichnende Klimawandel stellt somit eine große Herausforderung für die FWF dar.“

(Übrigens: Unser Nürnberg-Newsletter informiert Sie regelmäßig über alle wichtigen Geschichten aus Mittelfranken und der Franken-Metropole. Melden Sie sich hier an.)

Video: Stadt Nürnberg gießt Bäume jetzt auch mit Poolwasser

„Wasserstress und Wasserknappheit“ sind Herausforderungen der Zukunft

Die Auswirkungen erfordern eine Veränderung des Wasserpreissystems. Der FWF will sich daher zukünftig preispolitisch ausrichten. „Wasserstress und Wasserknappheit durch Klimawandel und vom Menschen verursachte Einflüsse aufs Rohwasser sind anspruchsvolle Aufgaben für die Zukunft.“ Das Unternehmen zählt zu den Top 5 der bayerischen Wasserversorgungsunternehmen und beliefert 650 Übergabestellen an Städte und Gemeinden. (tkip)

Alle News und Geschichten aus Bayern sind nun auch auf unserer brandneuen Facebook-Seite Merkur Bayern zu finden.

Auch interessant

Kommentare