Vorfall in Bayern

TV-Nonne strippt auf Parkplatz: Polizist schildert unverschämte Aktion

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Wegen Erregung öffentlichen Ärgernisses stand die ehemalige TV-Nonne Antje Mönning in Kaufbeuren vor Gericht.

Antje Mönning, TV-Nonne aus „Um Himmels Willen“, strippte vor Polizisten auf einem Parkplatz. Jetzt schildert einer der Beamten die unverschämte Aktion.

Update vom 5. Dezember, 10.35 Uhr: Vor Gericht sagten am Dienstag auch die beiden Polizisten aus, die die ehemalige TV-Nonne bei ihrem Tanz auf einem Parkplatz im Allgäu filmten. Die Beamten hätten zuerst an eine Prostituierte geglaubt. Doch noch bevor Antje Mönning auf ihre verwerfliche Tat hingewiesen werden konnte, war sie vom Parkplatz verschwunden. Übers Kennzeichen, eine Wikipedia-Recherche und das Studium einschlägiger Filmchen Mönnings kamen die eifrigen Polizisten der Sünderin dann auf die Spur.

Vor Gerichten sagten die Beamten aus, dass sie sich belästigt gefühlt hätten. „Das sah aus wie Streching“, zitierte Bild einen der Polizisten.

Video: Fernsehnonne nach exhibitionistischem Tanz zu Geldbuße verurteilt

Ehemalige TV-Nonne zieht blank: Gericht sieht exhibitionistischen Auftritt nicht als Kunst

Update vom 4. Dezember, 20 Uhr: War der Tanz, den Schauspielerin Antje Mönning auf einem Parkplatz aufführte, Kunst? Richter Johannes Pausch sah den exhibitionistischen Auftritt nicht als Kunst. Es habe sich um eine sexuelle Handlung gehandelt, jedoch nicht um eine erhebliche.

Mönning erklärte über ihren Anwalt, den Parkplatz habe sie bewusst ausgesucht, weil sexuelle Interaktion jeglicher Art dort akzeptiert sei. Sie habe nicht gedacht, dass sich jemand gestört fühlen würde und auch nicht gewusst, dass es sich bei zwei der Männer um Zivilpolizisten handelte. „Ich beschäftige mich seit Jahren künstlerisch mit der spielerischen Befreiung von gesellschaftlichen Zwängen und Prüderie.“

„Hüllenlos-Nonne“ steht vor Gericht: Lastwagenfahrer sagt aus

Die beiden 48 und 42 Jahre alten Polizisten waren ihrer Aussage nach gerade mit einer Lastwagenkontrolle beschäftigt, als sich Mönning im Juni mit ihrem Wagen vor das zivile Streifenfahrzeug stellte und mit der Darbietung begann. Ihnen selbst sei das zunächst gar nicht aufgefallen, weil sie mit dem Rücken zu der Frau standen. Der Lkw-Fahrer machte die beiden Beamten auf das Geschehen aufmerksam. Daraufhin, so sagte einer der als Zeugen geladenen Polizisten, habe er zur Beweissicherung die Kamera eingeschaltet.

Sie hätten sich belästigt gefühlt, sagten die Polizisten. Zunächst seien sie von Prostitution ausgegangen, hätten den Vorfall dann jedoch als Erregung öffentlichen Ärgernisses betrachtet. „Es war nicht angenehm anzuschauen“, sagte der 48-Jährige.

Die Aussage des Lastwagenfahrers sorgte im Gerichtssaal für große Heiterkeit. Er sei ein lebenslustiger Typ und habe den Auftritt als Auflockerung betrachtet, nicht als Belästigung. Die Polizisten hätten ihre Arbeit gemacht und „ich habe da zuschauen dürfen“, sagte er. „Ich war baff, dass mir so etwas passiert, dass ich so etwas miterleben darf.“

Nach dem Urteil gegen „Hüllenlos-Nonne“: Geht Antje Mönning gegen Urteil vor?

Die Staatsanwältin plädierte auf eine Geldbuße über 400 Euro wegen einer Ordnungswidrigkeit. Die Verteidiger forderten Freispruch oder eine geringere Geldbuße. In ihren letzten Worten vor der Urteilsverkündigung entschuldigte sich Mönning bei den beiden Polizisten.

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Mönnings Anwalt Alexander Stevens kündigte nach der Verhandlung an, gegen das Urteil vorgehen zu wollen. Sein Ziel sei, bis zum Bundesverfassungsgericht zu gehen, da seiner Ansicht nach die aus den 70er Jahren stammende Gesetzgebung bei der Erregung öffentlichen Ärgernisses veraltet sei. Mönning erklärte, sie wolle auch in Zukunft mit „lustigen Aktionen“ auf das Thema aufmerksam machen, und fügte an: „Nacktheit ist keine Straftat.“

dpa

Ehemalige TV-Nonne strippt auf Parkplatz: Urteil gefallen

Update vom 4. Dezember, 17.40 Uhr: Antje Mönning muss 300 Euro Geldbuße zahlen. Die 41-Jährige hatte im Juni in Jengen vor zwei Zivilpolizisten und einem Lastwagenfahrer in einem durchsichtigen Shirt posiert und dabei ihren Rock gehoben - unter dem sie keine Unterwäsche trug. Vor dem Amtsgericht musste sich Mönning, die in der ARD-Serie „Um Himmels Willen“ eine Nonne spielte, wegen Erregung öffentlichen Ärgernisses verantworten. Der Richter verurteilte sie schließlich wegen einer Ordnungswidrigkeit.

„Hüllenlos-Nonne“ steht vor Gericht: Deswegen hob sie ihren Rock

Update vom 4. Dezember, 15.05 Uhr: Sie posierte in einem durchsichtigen Shirt und hob dabei ihren Rock, unter dem sie keine Unterwäsche trug - jetzt steht Antje Mönning dafür in Kaufbeuren vor Gericht. Denn zwei Zivilpolizisten filmten die Aktion. Deswegen muss sich die ehemalige TV-Nonne nun wegen Erregen öffentlichen Ärgernisses verantworten. Der Prozess sorgte am Dienstag für großen Medienrummel vor dem Amtsgericht Kaufbeuren. 

Über ihren Anwalt Philip Müller ließ Mönning ausrichten, „aus einer künstlerischen Laune heraus“ das Röckchen gehoben zu haben. Sie habe nicht gewusst, dass es sich um Zivilpolizisten handelte. „Ich kann nicht glauben, dass es eine Straftat sein soll, als Frau seinen Körper zu zeigen“, sagte sie über ihren Anwalt.

Kurz vor Prozessbeginn meldet sich „Hüllenlos-Nonne“ zu Wort - mit obszönem Video

Update vom 3. Dezember 20 Uhr: Kurz vor Prozessbeginn meldet sich Antje Mönning nun noch einmal selbst zu Wort. Und das mit einem Song - inklusive dazugehörigem Musikvideo. Als „Schwester Antje“ veröffentlichte sie zwei Tage vor Prozessbeginn den Nonnen Räp. Und darin bezieht sie klar Stellung: „Wärst du gerne ein Polizist gewesen und hättest zugesehen, war der Strip ein Ärgernis oder fast jugendfrei?“. Doch Mönning wird noch deutlicher.

„Zeigt her eure Brüste“, singt „Schwester Antje“. „Und lächelt den fleißigen Kommissaren zu, wenn ihr Glück habt, dann filmen sie euch, dann werdet ihr berühmt.“ Und das alles zur durchaus bekannten Melodie von „Ihr Kinderlein kommet“. Die Tanzeinlage selbst, um die es im Prozess gehen wird, ist ebenfalls zu sehen - wenn auch in einer scheinbar nachgestellten Szene. 

Die selbst ernannte Exhibitionistin zeigt sich im Video im Nonnen-Kostüm. Dabei lässt sie die Hüllen fallen - umgeben von einer Art Heiligenschein. Der Prozess wegen Erregung öffentlichen Ärgernisses gegen die ehemalige TV-Nonne startet am Dienstag vor dem Amtsgericht Kaufbeuren.

Update vom 3. Dezember 2018, 19.15 Uhr: Als sie sich freizügig auf einem Parkplatz zeigte und dabei ihren Rock hob, ahnte die Schauspielerin Antje Mönning nicht, dass sie dabei gefilmt wurde - von Zivilpolizisten. Am Dienstag startet nun der Prozess gegen die Schauspielerin. Die ehemalige TV-Nonne muss sich vor dem Amtsgericht Kaufbeuren wegen Erregung öffentlichen Ärgernisses verantworten. Der Grund: Die Polizisten brachten die Strip-Einlage zur Anzeige. 

Für den morgen startenden Prozess ordnete das Gericht Polizeischutz für Mönning an (siehe unten). Und: Zum Prozess haben sich Journalisten aus anderen Ländern angekündigt, wie Bild.de berichtet. Unter anderem für die britische „Daily Mail“.

TV-Nonne Antje Mönning vor Gericht: Besondere Maßnahmen

Update vom 29. November 2018, 21.16 Uhr: Im Fernsehen spielt sie die brave Nonne – doch im wahren Leben ist Antje Mönning (bekannt aus der ARD-Serie Um Himmels Willen) so lüstern, dass es sogar der Polizei die Schamesröte ins Gesicht treibt... Auf einem Parkplatz fing sie kürzlich an, vor zwei Männern zu strippen und tanzte lasziv im Minirock. Was sie nicht wusste: Ihre Zuschauer waren Polizisten einer Zivilstreife – und die filmten alles mit. Natürlich nur zur Beweissicherung…

Auf dem Video, das uns vorliegt, liefert Mönning eine heiße Show. So heiß, dass sie nächsten Mittwoch sogar vor Gericht muss. Denn die Polizisten verstanden bei dem Parkplatz-Tanz so gar keinen Spaß und zeigten Mönning an. Sie muss sich nun wegen Erregung öffentlichen Ärgernisses verantworten. Laut Strafbefehl hat die Schauspielerin die „Diensthandlung der Polizeibeamten erheblich gestört“.

Der Polizei fiel Antje Mönning durch eine freizügige Aktion am Parkplatz auf. Jetzt hat sie einen Auftritt vor Gericht.

Kurios: Das Amtsgericht Kaufbeuren hat offensichtlich den Eindruck, dass es zu einem besonders heißen Prozess kommen könnte. Denn in der Sicherheitsverfügung hat das Gericht nun sogar Polizeischutz für die Nackt-Nonne angeordnet. In Zahlen: Sechs Sitzplätze sind im Saal 101 für Polizeibeamte und Gerichtswachtmeister reserviert. Weitere Beamte der Kemptener Polizei sind angewiesen, Mönning und die Zuschauer zu bewachen. „So viele Wachtmeister hatte nicht mal Beate Zschäpe beim NSU-Prozess“, sagt Anwalt Alexander Stevens, der die TV-Nonne vor Gericht vertritt.

Laut Gesetz ist Exhibitionismus bisher nur für Männer strafbar. „Angeklagt werden aber nicht mal Flitzer im Fußball-Stadion“, sagt Stevens, der auf Sexualstrafrecht spezialisiert ist. Und Antje Mönning? Sie kann die ganze Aufregung nicht nachvollziehen und sagt: „Ich mag meinen Körper und bin eben gerne freizügig unterwegs.“

TV-Nonne Antje Mönning strippt auf Parkplatz, wird gefilmt und angezeigt - und wehrt sich jetzt dagegen

Update vom 12. Oktober 2018, 8.04 Uhr: Antje Mönning, die sich durch ihren Parkplatz-Strip vor Polizisten eine Anzeige einhandelte, will nicht einsehen, dass sie etwas Strafbares gemacht habe - und holt zum Gegenschlag aus. Ihr Anwalt Dr. Alexander Stevens sagte der Bild: „Die heimliche Fertigung des Videos durch die Polizisten ohne Einverständnis meiner Mandantin begründet den Anfangsverdacht einer Straftat nach § 201a Abs. 2 StGB (unerlaubte Bildaufnahmen). Wir prüfen daher, ob wir Strafanzeige gegen die Verkehrspolizisten stellen werden.“ Auch die Schauspielerin hat sich via Facebook ausführlich zu dem Vorfall geäußert.

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„Vor ein paar Wochen habe ich auf einem Parkplatz aus einer Laune heraus vor 3 Männern, die in ein Gespräch verwickelt schienen, mit dem Hintern gewackelt und dabei mein Röckchen leicht angehoben , unter dem ich nackt war. Dass es sich dabei um Zivilpolizisten während einer Verkehrskontrolle handelte, konnte ich nicht erkennen. Das erfuhr ich erst, als ich eine Anzeige und einen Strafbefehl wegen Erregung öffentlichen Ärgernisses erhielt“, erklärt die ehemalige TV-Nonne.

Antje Mönning, Ex-TV-Nonne aus „Um Himmels Willen“ hat sich zu der lasziven Tanzeinlage geäußert.

„Dagegen habe ich Einspruch erhoben und wende mich nun auch an die Öffentlichkeit, weil ich in meinem Verhalten keine Straftat sehen kann. Dieser Fall ist so lächerlich, dass ich mich frage, ob unsere Polizei und die Gerichte nicht wichtigere Aufgaben zu erledigen haben. Aber er macht ein Problem deutlich: Wir brauchen eine neue Kommunikationskultur. Auch für mich gilt doch: ‚Nein heißt nein‘. Hätten mir die Zivilpolizisten einfach gesagt: ‚Lassen Sie das bitte‘, hätte ich freundlich ‚ok‘ erwidert und wäre meiner Wege gefahren. Da ich nicht erkennen konnte, dass es sich bei den Männern um eine Zivilstreife handelte, die gerade mit einer Verkehrskontrolle beschäftigt war, konnte ich gar nicht im Sinn haben, diese zu stören. Wäre ich jetzt z B. mit einem Ghettoblaster aufgetaucht und hätte die Polizisten durch den Lärm belästigt, wären sie doch sehr wahrscheinlich als Erstes zu mir gekommen und hätten mich gebeten, die Musik leiser zu stellen. Aber anstatt mit mir zu reden, hat sich einer der Polizisten gleich ins Auto gesetzt und eine Videoaufnahme gemacht, ohne mich darüber zu informieren. Das finde ich nicht richtig.“

Ursprungsartikel: Eklat um bekannte TV-Nonne auf Parkplatz in Bayern - Polizei filmt alles

Jengen - Vom Kloster auf den Parkplatz: Bekannt wurde Schauspielerin Antje Mönning als Nonne in der ARD-Sendung „Um Himmels Willen“, jetzt wurde sie von Polizisten beim Strippen in der Öffentlichkeit ertappt. Mönning spielte bis 2009 in der TV-Serie mit. 

Der Vorfall ereignete sich laut eines Bild-Berichtes bereits im Juni auf einem Parkplatz in Jengen (Landkreis Ostallgäu). Mönning posierte in einem transparenten Top neben einem Auto, tänzelte umher, hob den Rock - darunter trug sie keine Unterwäsche. Dass in dem Auto hinter ihr zwei Zivilpolizisten saßen, wusste die ehemalige TV-Nonne nicht. Sie filmten die Einlage der 40-Jährigen. Zur Beweissicherung, wie Bild berichtet. Der Bild liegt die Aufnahme vor.

Nackt-Show „aus einer Laune heraus“

Was steckte hinter der kleinen Nackt-Show am Straßenrand? „Ich habe aus einer Laune heraus mit meinem Hintern gewackelt und mein Röckchen leicht angehoben“, sagte die ehemalige TV-Nonne der Bild. Dass es sich bei den Männern um Verkehrspolizisten gehandelt habe, „konnte ich nicht erkennen“. Die Schauspielerin bezeichnet sich selbst in einem Interview mit der Westdeutschen Zeitung als Exhibitionistin.

Das Amtsgericht meint: Mönning hat die Beamten gestört

Die Aktion blieb nicht ohne Folgen. Das Amtsgericht Kaufbeuren erließ Strafbefehl - wegen Erregung öffentlichen Ärgernisses. „Dabei waren Sie sich der schamverletzenden und ärgerniserregenden Weise Ihrer vollführten sexuellen Handlungen bewusst, durch die zudem die Diensthandlung der Polizeibeamten erheblich gestört wurde“, zitiert Bild die Urteilsbegründung des Gerichts. Mönning soll 1200 Euro Strafe zahlen. Ihr Anwalt legte Einspruch ein. 

Video: "Strippende Nonne": Das sagt Antje Mönning zu ihrem Parkplatz-Video

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