Urlauberehepaar völlig verstört:

Typisch bayerisch: Massenschlägerei

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Ganz schön angsteinflößend, so ein Brauchtumstanz...

Heimische Bräuche können leicht missverstanden werden, zumal, wenn’s draußen dunkel ist und wilde Gesellen eine Rolle spielen …

Das erlebte jetzt ein Ehepaar aus Karlsruhe bei einem Kurzurlaub im Oberallgäu. Als Thomas und Susanne M. am Donnerstagabend von Oberstdorf auf dem Heimweg in ihr Quartier nach Sonthofen waren, sahen sie eine Gruppe junger Leute auf einem Parkplatz stehen. Und die prügelten sich ganz offensichtlich. Susanne M: „Im aufgeblendeten Licht ihrer Autoscheinwerfer sah ich, dass in der Mitte ein Mann auf dem Boden lag.“ Wird da ein wehrloses Opfer von einer Gang brutal vermöbelt? Die Beamtin und der Elektromeister zögerten keine Sekunde („Es wird in unserer Gesellschaft doch viel zu oft weggeschaut“) und verständigten die Polizei.

Eine Streife fuhr sofort los, um den Sachverhalt zu klären – und traf auf dem Parkplatz auf die Schuhplattler des Trachten- und Heimatvereins Altstädten. Die Burschen hatten für einen Auftritt am Wochenende den traditionellen Geißbubentanz geübt! Vorstand Josef Rothmayr erklärt, worum es dabei geht: „Der Geißer kommt mit Rucksack und Ziege in die Mitte der Gruppe, packt Schüssel und Brot aus und beginnt die Ziege zu melken. Dann wird das Brot in die Milch eingebrockt und die Burschen raufen aus, was jeder von ihnen abbekommt. Dabei geht’s wild zu, sogar die Hemden werden zerrissen …“

Das müssen wohl Susanne und Thomas M. gesehen haben. Dass die Schuhplattler auf dem Parkplatz übten, hatte übrigens einen Grund. Rothmayr: „Zum Tanz gehören Musik, Gesang und Goaßlschnalzen – das wäre im Ort einfach zu laut gewesen.“

Die Polizeistreife ließ sich den Tanz übrigens vorführen, um eine Straftat völlig auszuschließen.

WdP

Quelle: tz

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