Aldi-Markt in Flammen

In hellen Flammen stand der Aldi-Markt in Rottacvh-Weißbach beim Eintreffen der Feuerwehren. foto: Jackl

Kreuth - Bei einem Großbrand ist die Aldi-Filiale Kreuth-Weißach in der Nacht zum Sonntag völlig zerstört worden. Personen wurden nicht verletzt. Den entstandenen Sachschaden gibt das Polizeipräsidium Oberbayern Süd mit zwei Millionen Euro an.

Das Feuer war gegen 3.20 Uhr von einer Streifenbesatzung der Wiesseer Polizei entdeckt worden, die wegen eines Einbruchsalarms in dem Gebäude ausgerückt war. Als die Polizisten vor Ort eintrafen, stand ein Anbau des Supermarktes, in dem sich die Ladezone und das Lager befanden, bereits in hellen Flammen. Wenig später heulten die Sirenen im Tegernseer Tal.

Aldi-Markt in Kreuth in Flammen - Fotos

Bei einem Großbrand ist die Aldi-Filiale Kreuth-Weißach in der Nacht zum Sonntag völlig zerstört worden. Sehen Sie hier die Bilder. © Thomas Gaulke
Bei einem Großbrand ist die Aldi-Filiale Kreuth-Weißach in der Nacht zum Sonntag völlig zerstört worden. Sehen Sie hier die Bilder. © Thomas Gaulke
Bei einem Großbrand ist die Aldi-Filiale Kreuth-Weißach in der Nacht zum Sonntag völlig zerstört worden. Sehen Sie hier die Bilder. © Thomas Gaulke
Bei einem Großbrand ist die Aldi-Filiale Kreuth-Weißach in der Nacht zum Sonntag völlig zerstört worden. Sehen Sie hier die Bilder. © Georg Jackl
Bei einem Großbrand ist die Aldi-Filiale Kreuth-Weißach in der Nacht zum Sonntag völlig zerstört worden. Sehen Sie hier die Bilder. © Georg Jackl
Bei einem Großbrand ist die Aldi-Filiale Kreuth-Weißach in der Nacht zum Sonntag völlig zerstört worden. Sehen Sie hier die Bilder. © Georg Jackl
Bei einem Großbrand ist die Aldi-Filiale Kreuth-Weißach in der Nacht zum Sonntag völlig zerstört worden. Sehen Sie hier die Bilder. © Georg Jackl
Bei einem Großbrand ist die Aldi-Filiale Kreuth-Weißach in der Nacht zum Sonntag völlig zerstört worden. Sehen Sie hier die Bilder. © Georg Jackl
Bei einem Großbrand ist die Aldi-Filiale Kreuth-Weißach in der Nacht zum Sonntag völlig zerstört worden. Sehen Sie hier die Bilder. © Georg Jackl
Bei einem Großbrand ist die Aldi-Filiale Kreuth-Weißach in der Nacht zum Sonntag völlig zerstört worden. Sehen Sie hier die Bilder. © Georg Jackl
Bei einem Großbrand ist die Aldi-Filiale Kreuth-Weißach in der Nacht zum Sonntag völlig zerstört worden. Sehen Sie hier die Bilder. © Georg Jackl

Rund 200 Feuerwehrleute der Wehren aus Kreuth, Rottach-Egern, Tegernsee, Gmund, Bad Wiessee, Waakirchen und Dürnbach trafen mit rund drei Dutzend Löschfahrzeugen binnen kurzer Zeit am Brandort ein. Auch das Rote Kreuz und die Johanniter rückten mit einem Großaufgebot an Rettern und Fahrzeugen an. 30 Einsatzkräfte, darunter die Besatzungen von drei Rettungswagen, ein Notarzt und die Schnelle Einsatzgruppe des Tegernseer Tals, waren nach Auskunft von BRK-Rettungsdienstleiter Martin Hauder bis in die Vormittagsstunden hinein im Einsatz.

Gegen das Flammenmeer konnten die eingesetzten Löschmannschaften unter der Einsatzleitung des Kreuther Kommandanten Hannes Reich nur von außen vorgehen. Zum Einsatz kamen dabei auch die Drehleitern der Wehren Tegernsee und Rottach-Egern. Aufgrund der starken Rauchentwicklung konnten sich die Wehrmänner dem Brandobjekt anfangs nur mit schwerem Atemschutz nähern.

Ein besonderes Augenmerk richteten die Einsatzkräfte nach Auskunft von Reich auf den benachbarten Campingplatz sowie eine ebenfalls in unmittelbarer Nähe befindliche Gärtnerei. „Eine günstige Windrichtung und der Umstand, dass auf dem Campingplatz derzeit keine Wintercamper da sind, haben uns die Arbeit erleichtert“, betonte Reich im Gespräch mit unserer Zeitung. Ein Übergreifen der Flammen auf die Wohnwagen konnte die Feuerwehr verhindern. Um die Explosionsgefahr zu bannen, brachten die Löschtrupps darüber hinaus sechs Gasflaschen in Sicherheit. Auf dem Gelände der Gärtnerei wurde lediglich ein Gewächshaus in Mitleidenschaft gezogen.

Mit der Wasserversorgung hatte die Feuerwehr keine Probleme. „Der Mühlbach hat für den Bezug des gesamten Löschwassers gereicht“, sagte der Kreuther Kommandant. Für den Wasser-Transport mussten zahlreiche Schlauchleitungen gelegt werden. Nach etwa zwei Stunden war der Brand unter Kontrolle, die Löscharbeiten zogen sich jedoch noch bis zum Sonntagnachmittag hin. Mit einem Bagger wurde der Brandschutt verteilt, damit die Feuerwehrleute noch bestehende Glutnester ablöschen konnten.

Das Rote Kreuz sorgte für die Verpflegung der Wehrmänner und stellte auch deren Versorgung mit Tee, Kaffee und kühlen Getränken sicher. Außerdem wurde ein beheiztes Zelt aufgebaut, in dem sich frierende Einsatzkräfte zwischendurch aufwärmen konnten. Ein Feuerwehrmann hatte nach Angaben des Rettungsdienstleiters mit Kreislaufproblemen zu kämpfen und musste zur ambulanten Behandlung ins Krankenhaus Agatharied eingeliefert werden. Noch am Sonntag nahmen die Spurensicherung des Kriminaldauerdienstes, Beamte der Miesbacher Kripo und ein Brandsachverständiger des Landeskriminalamtes ihre Ermittlungen auf. „Konkrete Hinweise auf Brandstiftung gibt es nicht. Ein technischer Defekt als Brandursache kann nicht ausgeschlossen werden“, sagte der Miesbacher Kripochef Johann Schweiger. Man ermittle in alle Richtungen und habe auch labortechnische Untersuchungen veranlasst. Schweiger geht davon aus, dass man erst in einigen Tagen nähere Angaben zur Brandursache machen kann.

Vor Ort war am Sonntag auch der Kreuther Bürgermeister Josef Bierschneider, der sehr froh ist, dass bei dem Großbrand keine Verletzten zu beklagen waren. Er hat bereits ein erstes Gespräch mit einem anwesenden Vertreter der Aldi-Kette geführt. Was den Wiederaufbau des Lebensmittelmarktes betrifft, hat er schnelle und unbürokratische Hilfe der Gemeinde zugesichert. „Es ist auch in unserem Sinne, dass die entstandene Versorgungslücke möglichst schnell geschlossen wird“, so Bierschneider.

Norbert Kotter

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