Birokratn-Durchanand um unsan Keferloha

Da Sturm im Stoakruag

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Auf da Oiden Wiesn im Herzkasperlzelt gibt's an Stoakrug

Minga - De Idee vo da EU is gwesn, dass ma in Zukunft bloß no aus durchsichtige Glasl dringa derf. Und des hätt fia oiss gäitn soin, wos schaumt – oiso aa fia Bier. Da hod d Aigner Ilse glei gscheid gwedad.

"Do hätt ma aba a Revolution in Bayern ozapft, wenn de Großkopfatn vo Brüssel den Schmarrn do durchgsetzt hättn“, sogt der Bachmaier Beppi vo da Oidn Wiesn und Wirt vom Fraunhofer. Es geht do um an Stoa­kruag – oda an Keferloha, wia ma aa dazua sogt.

Des is a Gschicht, de hätt sogor am Valentin Karl gfoin. De Idee vo da EU is gwesn, dass de Gäst in de Wirtschaftn und in de Bier­zäita aa wirklich sicha sei kenna, dass eahna Mass guad ei­gschenkt is. Desweng hods ­ghoaßn, dass ma in Zukunft bloß no aus durchsichtige Glasl dringa derf. Und des hätt fia oiss gäitn soin, wos schaumt – oiso aa fia Bier. Und da Keferloha is hoid aus Stoa, oiso undurchsichtig.

D Aigner Ilse, de bayerische Wirtschaftsministerin vo da CSU, hod glei gscheid gwedad. Sie hod gsogt, des is doch wieda amoi a Beweis dafia, dass oiss oiwei regeln miassn bei de Brüssler Birokratn – und „mia hättn in Europa doch vui wichtigere Sorgn“.

Iatz is aba so: De do drom ham an Keferloha in Wirklichkeit gor net verbotn. De ham an in ihra Glasl-Verordnung einfach bloß vergessn! So hots uns jednfois da König Walter vom bayerischn Brauerbund erklärt. Er sogt: „Wenns ned gregelt is, na is verbotn.“

tz-Stichwort:

Keferloha

Da Keferloha hoaßt aso, weils in ­Keferloh scho 1808, oiso vor 206 Johr, de Art vo Stoakruag erfundn, hergstellt und in d ganze Wäit vakaft ham. D Leit dringa einfach gern ausm Stoakruag, weil as Bier, wenns ausm koitn Hoizfassl kimmt, in a so am Keferloha bsondas lang frisch bleibt. In am Gloskruag werds zum Vagleich schnella lack.

Wo er des oiss ghert hod, war da Bachmaier Beppi ganz schee durchanand. Is ja aa kompliziert. Bei da EU hams nämlich hinterher gsogt, dass de Verordnung fian Keferloher sowieso net guit. Da Hönighaus Reinhard vo da EU-Kommission hod gsogt, de Politika ham do bloß üba Glasl gredt – aba Kriag san wos anders. Und nacha bassad des scho.

De Leid vom bayerischn Brauerbund gengan trotzdem auf Numma sicha. Sie song, sie stelln einfach oiwei a ­Schuildl beim Broamoasta auf, wo draufsteht, dass ma nochschenga lassn ko, wenn d Mass net ganz voi is. Und wenns oana ganz genau wissen wui, konn er si an Gloskruag gem lassn, do as Bier eischenga lassn und danoch in Stoakruag umschüttn. Mia moanan aba: Wer so wos macht, konn eigentli koa richtiga Bayer sei. Bier umschüttn is a Todsünd! „Mia ham a Dringgkultur“, sogt da König. „Koa Mensch, der wo gern a Bier dringgt, schütts um!“

Und da Beppi sogt: „Des is in Bayern scho immer so gwesn: Wenn da Gast moant, dass de Mass net voi is, nacha konn er eh higeh und nachschenga lassn. „Und“, sogt da Beppi aa no: „Ausm Stoakruag dringa is wos ganz Bsonders, weil as Bier schee koid is und guad schmeckt.“ Oiso: Prost auf unsan Stoakrug!

D Layes Tina

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