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Statt Wehr- und Zivildienst: CSU will "Jahr der Gemeinschaft"

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München - Dienst für die Gemeinschaft: Nach dem geplanten Aus für Wehr- und Zivildienst will die CSU ein freiwilliges "Jahr der Gemeinschaft" einführen. Wer sich dafür entscheidet, soll belohnt werden.

Als Konsequenz aus dem geplanten Aus für Wehrpflicht und Zivildienst will die CSU ein freiwilliges “Jahr für die Gemeinschaft“ einführen. “Ein “Jahr für die Gemeinschaft“ dient zugleich dem Gemeinwesen wie auch der beruflichen und persönlichen Weiterentwicklung der darin engagierten Menschen aller Generationen“, heißt es in einem Leitantrag der Parteispitze für den Parteitag am Wochenende. Das Papier, das der Nachrichtenagentur dpa vorliegt, sollte am Montag vom CSU-Vorstand förmlich beschlossen werden.

Das “Jahr für die Gemeinschaft“ soll dem Leitantrag zufolge “gleichwertige Bedingungen für alle freiwilligen Dienste bieten“, also für die Bereiche des bisherigen Zivildienstes, des Katastrophenschutzes, des Freiwilligen Sozialen und des Freiwilligen Ökologischen Jahres. “Es richtet sich vor allem an junge Menschen, soll aber im Rahmen der Möglichkeiten Menschen aller Altersgruppen offenstehen.“ Die “vorhandenen bewährten Strukturen des Freiwilligen Sozialen und Ökologischen Jahres“ sollen nach dem Willen der CSU-Spitze ausgebaut werden. Die Bundesförderung müsse erhöht werden.

Wehr- oder Zivildienst? So entschieden sich die Promis

Ein System aus Anreizen soll nach Vorstellung der CSU-Spitze dafür sorgen, dass sich möglichst viele Menschen für ein “Jahr für die Gemeinschaft“ entscheiden. Beispielsweise dürfe es für die Freiwilligen keine Nachteile in Beruf oder Ausbildung und keine Nachteile in der Sozialversicherung geben. Das “Jahr für die Gemeinschaft“ soll bei der Rentenversicherung angerechnet werden. “Wer sich für ein Jahr für die Gemeinschaft entscheidet, der soll dadurch Vorteile bei Ausbildung, Arbeitsplatz und beruflichem Fortkommen haben“, heißt es in dem Leitantrags-Entwurf. So solle das Jahr etwa auf Ausbildungszeiten in fachverwandten Berufen und als Praktikum in fachverwandten Studiengängen angerechnet werden können.

dpa

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