Suche nach der Peitinger Moor-Bombe: Blechdeckel gefunden

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Das Sprengkommando München suchte im Peitinger Moor nach einer Bombe. Was sie fanden, war der Deckel einer Blechbüchse.

Peiting - Statt einer Bombe hat das Sprengkommando München im Peitinger Moor den Deckel einer Blechdose gefunden. Dennoch ist in dem Boden mit hoher Wahrscheinlichkeit eine Fliegerbombe aus dem Zweiten Weltkrieg.

Das Corpus Delikti: Es liegt direkt an den Bahngleisen zwischen Hohenpeißenberg und Peiting. Entdeckt haben es die Experten vom Sprengstoffkommando dank der Hinweise eines Zeitzeugen.

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Sprengstoffkommando sucht nach Peitinger Moor-Bombe

Im selbstentzündeten Moor, wo der Peitinger Feuerwehrkommandant Rudolf Schropp und die Schongauer Polizei im Bereich einer Baumwurzel mit einem Detektor Metall ausfindig gemacht hatten, müssen die Experten enttäuschen: Die unheimlichen Brände im Moor hinter dem Bühlach hat nicht – wie angenommen – eine Phosphor-Bombe aus dem Zweiten Weltkrieg entfacht. Der verrostete Deckel einer Blechdose ist es, den Dürr nach ein paar Spatenstichen der versammelten Mannschaft vor die Augen hält.

Das Sprengstoffkommando aus München.

Günter Hanft hat etwas von einer Mischung aus Wünschelrutengänger und Gärtner an sich, wie er – den Metall-Detektor in der Hand, den Blick suchend auf den Boden gerichtet – den eingezäunten Bereich im Moor absucht. Den „Höllenschlund“ – wie von Lästerzungen vermutet – findet er nicht. Ebenso wenig irgendeinen Hinweis auf Phosphor im Boden, der aus Munition, einer Handgranate oder eben einer Bombe hätte austreten und sich mit Sauerstoff selbst hätte entzünden können. „Wenn’s kokelt, und wenn’s Phosphor wäre, kann’s nicht weit unten sein“, meint Hanft mit Kennermiene, Kollege Dürr pickelt im verrrußten Boden herum. „Sobald an Phosphor Luft hinkommt, qualmt das sofort“, erklärt Fachmann Hanft. Und das ist eben an der Brandstelle nicht der Fall.

Sprengstoff-Kommando sucht die Bombe im Peitinger Moor

Ob im Peitinger Moor eine Phosphor-Bombe aus dem Zweiten Weltkrieg im Boden steckt, sollte das Sprengstoffkommando München herausfinden. © Herold/Schlotterer-Fuchs
Ob im Peitinger Moor eine Phosphor-Bombe aus dem Zweiten Weltkrieg im Boden steckt, sollte das Sprengstoffkommando München herausfinden. © Herold/Schlotterer-Fuchs
Ob im Peitinger Moor eine Phosphor-Bombe aus dem Zweiten Weltkrieg im Boden steckt, sollte das Sprengstoffkommando München herausfinden. © Herold/Schlotterer-Fuchs
Ob im Peitinger Moor eine Phosphor-Bombe aus dem Zweiten Weltkrieg im Boden steckt, sollte das Sprengstoffkommando München herausfinden. © Herold/Schlotterer-Fuchs
Ob im Peitinger Moor eine Phosphor-Bombe aus dem Zweiten Weltkrieg im Boden steckt, sollte das Sprengstoffkommando München herausfinden. © Herold/Schlotterer-Fuchs
Ob im Peitinger Moor eine Phosphor-Bombe aus dem Zweiten Weltkrieg im Boden steckt, sollte das Sprengstoffkommando München herausfinden. © Herold/Schlotterer-Fuchs
Ob im Peitinger Moor eine Phosphor-Bombe aus dem Zweiten Weltkrieg im Boden steckt, sollte das Sprengstoffkommando München herausfinden. © Herold/Schlotterer-Fuchs
Ob im Peitinger Moor eine Phosphor-Bombe aus dem Zweiten Weltkrieg im Boden steckt, sollte das Sprengstoffkommando München herausfinden. © Herold/Schlotterer-Fuchs
Ob im Peitinger Moor eine Phosphor-Bombe aus dem Zweiten Weltkrieg im Boden steckt, sollte das Sprengstoffkommando München herausfinden. © Herold/Schlotterer-Fuchs
Ob im Peitinger Moor eine Phosphor-Bombe aus dem Zweiten Weltkrieg im Boden steckt, sollte das Sprengstoffkommando München herausfinden. © Herold/Schlotterer-Fuchs
Ob im Peitinger Moor eine Phosphor-Bombe aus dem Zweiten Weltkrieg im Boden steckt, sollte das Sprengstoffkommando München herausfinden. © Herold/Schlotterer-Fuchs
Ob im Peitinger Moor eine Phosphor-Bombe aus dem Zweiten Weltkrieg im Boden steckt, sollte das Sprengstoffkommando München herausfinden. © Herold/Schlotterer-Fuchs
Ob im Peitinger Moor eine Phosphor-Bombe aus dem Zweiten Weltkrieg im Boden steckt, sollte das Sprengstoffkommando München herausfinden. © Herold/Schlotterer-Fuchs
Ob im Peitinger Moor eine Phosphor-Bombe aus dem Zweiten Weltkrieg im Boden steckt, sollte das Sprengstoffkommando München herausfinden. © Herold/Schlotterer-Fuchs
Ob im Peitinger Moor eine Phosphor-Bombe aus dem Zweiten Weltkrieg im Boden steckt, sollte das Sprengstoffkommando München herausfinden. © Herold/Schlotterer-Fuchs
Ob im Peitinger Moor eine Phosphor-Bombe aus dem Zweiten Weltkrieg im Boden steckt, sollte das Sprengstoffkommando München herausfinden. © Herold/Schlotterer-Fuchs
Ob im Peitinger Moor eine Phosphor-Bombe aus dem Zweiten Weltkrieg im Boden steckt, sollte das Sprengstoffkommando München herausfinden. © Herold/Schlotterer-Fuchs
Ob im Peitinger Moor eine Phosphor-Bombe aus dem Zweiten Weltkrieg im Boden steckt, sollte das Sprengstoffkommando München herausfinden. © Herold/Schlotterer-Fuchs
Ob im Peitinger Moor eine Phosphor-Bombe aus dem Zweiten Weltkrieg im Boden steckt, sollte das Sprengstoffkommando München herausfinden. © Herold/Schlotterer-Fuchs
Ob im Peitinger Moor eine Phosphor-Bombe aus dem Zweiten Weltkrieg im Boden steckt, sollte das Sprengstoffkommando München herausfinden. © Herold/Schlotterer-Fuchs

Beobachtet hat das ungewöhnliche Treiben im Moor aus nächster Nähe auch Georg Feneberg – der Senior, der Bürgermeister Michael Asam bereits berichtet hat, dass unweit der mysteriösen Brandstelle während des Zweiten Weltkriegs Fliegerbomben abgeworfen worden waren, die nicht gezündet hatten. „Es war Kriegsende, ich war 14“, erinnert sich der heute 79-jährige rüstige Rentner.

Mit Freunden hatte er als kleiner Junge am Bühlach gespielt. Als die Bomber kamen warfen sich die Kinder ins Gras. Von dort aus beobachteten sie genau, wie die Bomben im Boden einschlugen, allerdings nicht hochgingen. Bilder, die sich eingebrannt haben – bis heute.

Jetzt stehen die Männer vom Sprengkommando München mit Feuerwehr, Polizei und Georg Feneberg am Bahngleis zwischen Hohenpeißenberg und Peiting. „Hier muss einer sein“, deutet der Zeitzeuge mit einem seiner Walking-Stöcke auf einen Flecken halb schneebedecktes Gras, nur ein paar Meter entfernt von den Gleisen. „Und da drüben, da sind drei Blindgänger drin“, zeigt er ein Stück weiter am Gleis entlang.

Direkt neben den Gleisen – die Stelle, zu der Georg Feneberg die Experten geführt hat – liegt mit hoher Wahrscheinlichkeit tatsächlich eine alte Fliegerbombe. „Der Ausschlag ist schon sehr verdächtig“, meint Günter Hanft stirnrunzelnd. Der Fachmann wähnt dort eine Fliegerbombe, „höchstens eineinhalb Meter tief“. Aber die entschärfen? „Das ist eine größere Geschichte“, weiß Hanft.

bas

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