Partenkirchnerin will auf den Everest

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Seit 8. April unterwegs auf den Everest: Billi Bierling (41), Fremdsprachenkorrespondentin, Bergsteigerin und Journalistin aus Partenkirchen

Billi Bierling (41) wäre die vierte Deutsche auf dem höchsten Gipfel der Welt

Das Himalaya-Gebirge – das Dach der Welt. Drei deutsche Bergsteigerinnen haben bisher den mit 8848 Metern höchsten Gipfel der Erde, den Mount Everest, bezwungen. Jetzt will es Billi Bierling aus Garmisch-Partenkirchen als vierte schaffen.

Am 8. April hat ihr Aufstieg auf den Chomolungma, wie die Einheimischen den Berg nennen, begonnen. Zum Basislager in 5350 Metern Höhe ist sie derzeit noch allein unterwegs. Dort will sie sich dann einer Expedition anschließen, die Russell Brice leitet. Der Neuseeländer (56) gilt als der erfahrenste Everest-Führer.

Die 41-jährige Partenkirchnerin leitet seit einigen Jahren selbst Expeditionen in der Himalaya-Region. Für das Leben in den Bergen hat sie sichere Jobs in der Schweiz und London aufgegeben und ist nach Nepal gezogen. Ihr bisheriger Höhenrekord sind 7200 Meter. „Jetzt bin ich gespannt“, so die Bergsteigerin, „wie ich die 8000-Marke, die sogenannte Todeszone, verkrafte.“

Die erste Deutsche auf dem Everest war übrigens im Jahr 1979 Hannelore Schmatz. Sie überlebte allerdings den Abstieg nicht: In 8300 Metern Höhe starb sie an Erschöpfung. Später schafften den Aufstieg noch Helga Hengge aus München und Claudia Bäumler aus Baden-Württemberg.

Auf die Frage, warum es sie auf den höchsten Berg der Welt zieht, fällt der Partenkirchnerin nur die Erklärung von Georg Leigh Mallory ein, der 1924 versuchte, den Gipfel zu erreichen: „Weil der Berg da ist.“ Geht alles gut, dann wäre Billi Bierling Ende Mai wieder zurück in Kathmandu. Bis dahin fiebern ihre Mutter Irene und die ganze Familie mit ihr mit.

M. Schäfer

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