CSU-Plan: Beamte sollen weniger arbeiten

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Ministerpräsident Horst Seehofer (CSU)

Die CSU will die 42-Stunden-Woche für Beamte in Bayern möglichst schnell abschaffen.

Damit solle die Ungleichbehandlung von Beamten und Angestellten beendet werden, sagten mehrere CSU-Politiker am Mittwoch übereinstimmend.

Die Landesregierung hatte Ende März zugesagt, die Arbeitszeit von Beamten und Angestellten wieder anzugleichen. Damit will sie den jahrelangen Ärger um das Thema Beamtenarbeitszeit beenden. Die 42- Stunden-Woche für Beamte hatte der damalige Ministerpräsident Edmund Stoiber (CSU) in der Wirtschaftskrise 2004 eingeführt, um 5500 Beamtenstellen zu sparen und so den Staatshaushalt zu entlasten.

Beamtenbund lobt Ende der 42-Stunden-Woche

Der Bayerische Beamtenbund (BBB) hat erfreut auf die angekündigte Abschaffung der 42-Stunden-Woche reagiert und konstruktive Verhandlungen mit der Staatsregierung angekündigt. “Wir sind sehr froh, dass endlich begonnen wird, diese Großbaustelle aufzuräumen“, sagte BBB-Chef Rolf Habermann am Donnerstag. Die Beamtengewerkschaft signalisierte ihr Einverständnis mit dem Plan der Staatsregierung, nicht die Wochenarbeitszeit sofort wieder auf unter 40 Stunden zu reduzieren, da dies die Staatskasse mit mehr als 200 Millionen Euro jährlich belasten würde. Gedacht ist stattdessen an Arbeitszeitkonten, mit denen die Verkürzung der Arbeitszeit über Jahre gestreckt werden könnte. “Wir sind für intelligente Lösungen aufgeschlossen“, sagte dazu Habermann auf Anfrage.

SPD hält Regierung Wahlkampfmanöver vor

Die SPD hat die CSU-Pläne zur raschen Abschaffung der 42-Stunden-Woche für Beamte als durchsichtiges Wahlkampfmanöver kritisiert. Die Beamten hätten der CSU den noch von Edmund Stoiber durchgepeitschten Sparkurs nicht verziehen, sagte die stellvertretenden SPD-Fraktionschefin Christa Naaß am Donnerstag laut Mitteilung. Deshalb herrsche jetzt Panik bei den Christsozialen, und Ministerpräsident Horst Seehofer vollziehe “eine Kehrtwende wie bei der Gentechnik“. Naaß betonte, wenn es die Staatsregierung mit der Rücknahme der 42-Stunden-Woche für Beamte ernst meine, müsste sie umgehend den Stellenabbau im öffentlichen Dienst stoppen.

Naaß wertete das Verhalten der CSU als geradezu zynisch: “Erst hat die CSU Stellen vernichtet, um dann darauf hinzuweisen, dass bei einer Rücknahme der Arbeitszeitverlängerung nicht genügend Personal zur Verfügung stehen würde. Und jetzt geht es vor der Wahl plötzlich doch“, sagte die SPD-Politikerin. Noch zu Wochenbeginn habe die CSU zahlreiche Petitionen zur Rücknahme der 42-Stunden-Woche abgelehnt.

Politiker-Derblecken: Die besten Sprüche

Bruder Barnabas über die Banker: Spendet auch dem Ackermann, dass weiter er gut leben kann. Gebt, gebt, gebt. Gebt ihr Leute! Gebt! Für die Landesbank gebt Geld, auch wenn es Euren Beutel quält. Sünde, dein Name sei Anlageberater! © dpa
über Ex-Bahnchef Mehdorn: Bahnpapst Mehdorn, der unfehlbare Ölgötze und König der Spitzel, der sich sonst um jeden Schwellennagel persönlich kümmert, hat ja auch keine Ahnung g’habt, dass alle seine Rangierer der Korruption verdächtigt werden. Ja, für wie blöd hält uns der denn? © AP
an alle Geldverschwender: In Luxemburg verzichtet ja ein Bürgermeister auf sein Gehalt, weil die Gemeinde Geld in Amerika verspekuliert hat. Wieviel Millionen hat gleich wieder die Stadt München verloren, Herr Ude? Sie waren doch im Aufsichtsrat der Landesbank, Herr Erwin Huber, auf wieviel verzichten Sie? Herr Stoiber, Herr Faltlhauser, wo ist Ihr geldwerter Beitrag? Und keine fade Entschuldigung! © Schlaf
über die Kapitalisten: Ja, Deutschland. Wo sich ein jeder schon als ein Kapitalist fühlt, nur weil er amal die Bedienung um eine Halbe Bier b’scheißt. © dpa
über FDP-Chef Guido Westerwelle: Der Guido Westerwelle kommt ja nicht mehr zum Nockherberg. Aber nicht aus Feigheit. Nein! Der kann doch vor lauter Kraft nicht mehr laufen! Solche Muckis, so eine Riesen-Klapp’n und so ein Hirn, aufgeblasen vom Möchtegern-Regierungs-Testosteron: Ich bin ein Star, lasst mich regieren! © AP
zu Edmund Stoiber: Jessas, der Herr Stoiber! Ja, sind Sie immer noch da? „Auch Stoiber gebe seinen Obolus – und seiner Karin einen Kuss!“ Seit 25 Jahren arbeite ich mich an Ihm ab und er kommt immer wieder! Er hört nicht auf! Entweder sind Sie ein Masochist, oder Sie ham wirklich Humor!? © Schlaf
über Ex-Ministerpräsident Beckstein und Gattin Marga: Ja, nachdem wir ein Jahr lang ein sauertöpfisches Transvestitenpaar vom fränkischen Fasching als Bayernregenten g’habt ham, zieht jetzt mit Horst I., genannt der Dauergrinsende, und ihre Lieblichkeit Karin II., die Dirndltragende, wieder ein würdiges Prinzenpaar in die Narrenhalla, genannt Staatskanzlei ein. © AP
über Ministerpräsident Horst Seehofer: Wissen S’ Herr Ministerpräsident, wenn so ein anderer Demokrator wie der kleine Berlusconi so zynische und selbstverliebte Witzerl macht, dann ist das ja verständlich. Dem fehlen auch 20 Zentimeter zum Normalmaß – körperlich und geistig. Aber Sie sind doch 20 Zentimerter über dem Normalmaß – körperlich. über die Bayern-FDP: Und jetzt hockan s’ da vorn, die von der FDP! Brettlbreit! Der Herr Zeil zum Beispiel. Kaum an Masskrug mit einer Hand halten können und schon möcht’ er seine Frau auf den Nockherberg mitbringen! Oder muss die Sie hernach heimfahren, wenn Sie heut’ den Festrausch übernommen haben? © AP
über Peter Ramsauer: Dabeistehen; lächeln; vielleicht eine kleine Intrige; winken, wenn die anderen vorbeifahren und trotzdem immer a schöne Figur machen! Sie sind das perfekte Boxenluder von der CSU. über Wirtschaftsminister zu Guttenberg: Aber derzeit sind Sie der Einzige in der CSU, der alles kann, sogar Hochdeutsch! Die Allzweckwaffe der bairischen Politik: Alle halbe Jahr einen anderen Job und dann auch noch kompetent! © dpa
zu OB Christian Ude: Kann sich der Münchner Bürger eine erneute Ude-Amtszeit überhaupt noch leisten? Denn seit Sie im letzten Frühjahr im Amt bestätigt wurden, da werden die Münchner nur grad so ausg’sackelt: Die Friedhofsgebühren wurden vervielfacht! Flächendeckende Parkraumabzocke! Mit unverschämten Strom- und Gaspreisen werden den Winter über die Münchner Bürger und Unternehmer geradezu ausgezuzelt. © Schlaf
Und weiter gegen Ude: Und die Schalterbearbeitungsgebühr hat auch nicht die Bahn erfunden, sondern Sie: 2 Euro darf ein altes Mutterl beim MVV bezahlen, wenn s’ eine abgelaufene Streifenkarte im Wert von 1 Euro 10 umtauscht. Da erfährt der Begriff „Goldenes Münchner Herz“ doch eine ganz neue Bedeutung! © Schlaf
Barnabas noch mal gegen Christian Ude und SMW-Chef Kurt Mühlhäuser: Obwohl – „Goldene Münchner Tasche“ müsste das jetzt eigentlich heißen, zumindest auf den Geldbeutel Ihres alten Sozi-Spezl Mühlhäuser bezogen, unserem Stadtwerke-Oligarchen. Das ist schon komisch! Früher hat seinen Job ein mittelmäßig qualifizierter Stadtdirektor erledigt. Heut braucht man dafür einen hochbezahlten Manager mit goldenem Rentenvertrag! Münchner! Reißt’s eure Fenster auf! Und dreht’s eure Gasheizungen nauf! Damit wir die Rente von dem Ude-Spezl überhaupt leisten können! Prost Gemeinde! Schwoam man obi! © dpa
über Ex-OB-Kandidat Josef Schmid: Ach übrigens, unser Ex-OB Kandidat, der Herr Seppi Schmid! Geh stehen S’ doch amal auf! Schaun S’ Herr Ude, wider Erwarten ist der Seppi Schmid fei immer noch da! Und wenn Ihr Fraktionsvorsitzender im Rathaus weiter so sein Maul „aufreißelt“, dann ist der Seppi bald „dader“ als Sie sich wünschen. © dpa
über den Filz in der CSU: Filz ist: Wenn ein kleiner Beamter am Landratsamt Ingolstadt zur Beförderung seiner Karriere in die immerwährend staatstragende Partei eintritt. Herr Seehofer, geben Sie’s doch zu: Im Landratsamt Wuppertal vor 40 Jahren wären Sie in die SPD eingetreten. © Schlaf
über die Bayern-SPD: Und sie brauchen sich nicht zu wundern, wenn man sie eines Tages in einem Reservat zammfangt. Da sitzen s’ dann am Roten Main vor ihre Tipis, singen Arbeiterkampflieder, verkaufen selberg’strickte, rote Pullover. Und am Sonntag fahrt die Junge Union in am offenen Jeep durchs Reservat, und fotografiert die letzten Sozi-Sioux dabei, wie’s in Handarbeit eine Herbert-Wehner-Pfeife schnitzen. © dpa
über die Wahlniederlage der CSU: Ja, so ändern sich die Zeiten: Früher hat man am Land draußen jeden Wildsaukopf g’wählt, Hauptsach auf’m Plakat ist CSU draufg’standen. Aber seit den letzten Wahlen hat es sich auch im Bayrischen Wald herumgesprochen, dass einem die Hand nicht abfällt, wenn man das Kreuzerl woanders hinmacht. © 
Bruder Barnabas und sein Fazit: Die einen wollen die Steuern senken, die anderen wollen s’ erhöhen! Wieder andere versprechen von jedem etwas. Und in Wirklichkeit? Macht koaner nix! © AP
Prominente Salvatorgäste waren unter anderem: Kultregisseur Franz Xaver Bogner © Weißfuß
Schauspieler Blacky Fuchsberger © Weißfuß
Gastronom Gerd Käfer © Weißfuß
Grünen-Chefin Claudia Roth © Weißfuß
Christian Springer, Co-Autor der Fastenpredigt © Weißfuß
Bundeswirtschaftsminister Karl Theodor zu Guttenberg und Emilia Müller © Weißfuß
Uli Hoeneß (r.) und Karl Hopfner © Weißfuß
Irene Epple mit Theo Waigel © Schlaf
Die Hausherren Arabella und Peter Pongratz © Weißfuß
FC Bayern-Vorstand Prof. Fritz Scherer mit Arabella Pongratz © Weißfuß
Susanne Porsche und Alexander Liegl © Weißfuß
Alexandra Schörghuber und Georg Fahrenschon © Schlaf
Alexandra Schörghuber © Schlaf
Paulaner-Geschäftsführer Andreas Steinfatt mit Seehofer © Weißfuß
Ex-Löwen-Präsident Karl-Heinz Wildmoser trinkt alkoholfrei © Weißfuß
CSU-Bundestagsabgeordnete und Unternehmerin Dagmar Wöhrl mit Claudia Roth © dpa
Uschi Dämmrich von Luttitz mit Veronika von Quast © Weißfuß
Moderatorin Carolin Reiber © 
Regisseur Joseph Vilsmaier © 
Skilegende Markus Wasmeier © Weißfuß

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