Polizei meldet Fortschritte

Reichenhall: Neue Spuren – und die Profiler kommen

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Ein Mann starb an den schweren Kopfverletzungen, die er bei dem Überfall in Bad Reichenhall erlitten hatte.

München - In der Nacht auf Montag erschütterte ein brutaler Raubüberfall Bad Reichenhall. Ein Mann starb, eine Jugendliche wurde schwer verletzt. Der Täter: flüchtig. Doch es gibt neue Details zur Tatnacht.

Die Polizei zeigt nach dem unfassbaren Verbrechen von der WM-Finalnacht Präsenz in Bad Reichenhall. Und die nach dem Mord an einem Rentner und den Angriff auf eine Schülerin eingesetzte Soko 14. Juli wird in den kommenden Tagen aufgestockt: Mit Kollegen aus Niederbayern und dem Team der Operativen Fallanalyse aus München, den sogenannten Profilern, unter der Leitung von Alexander Horn. Er war es, der bei den NSU-Morden als erstes auf einen ausländerfeindlichen Hintergrund hinwies und etwa in die Ermittlungen um den mehrfachen Kindermörder Martin Ney (Maskenmann) eingebunden war. Horn entwarf das Täterprofil und es gelang ihm, Ney zu einem Geständnis zu bewegen. Der Maskenmann bekam lebenslang.

Es sieht auch danach aus, als wäre die Soko seit Donnerstag in dem Verbrechen, bei dem der 73-jährige Rentner Alfons S. erschlagen und die Schülerin Sarah (17) schwer verletzt wurde, ein gutes Stück vorangekommen ist. So berichtet Jürgen Thalmeier als Sprecher des Polizeipräsidiums Oberbayern Süd, dass inzwischen 150 Hinweise eingegangen sind. Darunter vielversprechende auf bestimmte Personen. Außerdem sei es der Kripo gelungen, die Bewegungen der Opfer in der Tatnacht nachzuvollziehen, also wo sich wer zu welchem Zeitpunkt aufgehalten hat. Nach Abgleich von Aussagen steht fest, dass Alfons S. und Sarah zwar auch die gleichen Lokale besuchten, aber zu unterschiedlichen Zeiten dort waren. „Es gibt keine Schnittpunkte“, sagte Thalmeier.

Bilder: Bluttat in Bad Reichenhall

Bilder: Bluttat in Bad Reichenhall

Alfons S. hatte um 2.30 Uhr die Kneipe P 42 in der Poststraße verlassen, kurz vor 3 Uhr wurde er leblos weiter die Straße runter aufgefunden. Zu diesem Zeitpunkt machte sich Sarah nach einem Besuch der Sportbar Tucha in der Ludwigstraße auf den Heimweg. Zeugen sahen sie um 3 Uhr die Bar verlassen. Die Schülerin hatte ein Rad dabei, ob sie dieses fuhr oder schob, ist unklar, weil sie, obwohl auf dem Weg der Besserung, noch nicht befragt werden konnte. Das Mädchen wurde auf dem Gehweg in Richtung Bayerisch Gmain angegriffen.

Der WM-Mord von Bad Reichenhall – er bewegt die Bürger der Kurstadt. Ruhe wird in dem Grenzort zu Österreich erst wieder einkehren, wenn der Mörder hinter Gittern sitzt.

mc

Lesen Sie dazu: Reichenhaller gedenken der Opfer der Bluttat

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