Mitten ins Regensburg

Überreste von Römerlager entdeckt

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Ein Grabungstechniker arbeitet am Mittwoch in Regensburg an den Überresten einer Mauer aus der Römerzeit. Bei den Ausgrabungen haben die Forscher zahlreiche Überreste eines römischen Legionslagers entdeckt.

Regensburg - Bei Ausgrabungen in Regensburg haben Forscher zahlreiche Überreste eines römischen Legionslagers entdeckt. Hier sehen Sie Bilder .

Die Arbeiten hätten wichtige und unerwartete Erkenntnisse zu dem Lager der dritten italischen Legion erbracht, teilte das Landesamt für Denkmalpflege am Mittwoch zum Ende der viermonatigen Grabungen mit. Neben einem etwa neun Zentimeter großen Bronzepferd und etwa 60 Münzen legten die Archäologen einen Teil eines etwa 400 Meter langen Abwassergrabens, die „Cloaca Maxima“, frei. Die Experten gehen davon aus, dass an der Fundstelle gut ausgestattete Offiziersunterkünfte gestanden haben. Später stand hier ein Hotel.

„Leider wurde beim Bau des Hotels um 1870 ein Großteil des Lagers und der Mauer zerstört“, berichtete Silvia Codreanu-Windauer vom Landesamt für Denkmalpflege. Die Ausgrabungsstätte sei die größte seit den 1970er Jahren.

Überreste von römischem Legionslager in Regensburg entdeckt

Überreste von römischem Legionslager in Regensburg entdeckt

An der Grabungsstelle war von 179 n. Chr. an ein römisches Legionslager. 1024 wird an dieser Stelle erstmals der Hof des Bambergers Bischofs erwähnt. 1641 wurde das Grundstück an die Karmeliten zur Klostergründung übergeben. Beim Neubau von 1872 bis 1873 wurde die berühmte römische Inschrift gefunden, die einst am Osttor des Lagers, der „Porta Principalis Dextra“ angebracht war. Das Hotel wurde 2012 abgerissen.

Mit der nun abgeschlossenen Grabung kann der Bau einer großen Wohnanlage beginnen. In direkter Nachbarschaft zum Regensburger Dom soll bis Oktober 2014 eine fünfstöckige Anlage mit 135 Wohnungen entstehen. „Zum Einzug wird jeder Besitzer einen Abguss des kleinen Pferdchens aus der Römerzeit erhalten“, sagte Investor Wolfgang Herzog vom Immobilienzentrum. Auch Bundespräsident Joachim Gauck hatte bei seinem Besuch in Regensburg Mitte Februar eine Replik erhalten. Das Original soll künftig im historischen Museum der Domstadt zu sehen sein.

lby

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