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Ukraine-Konflikt: Verletzte aus Kriegsgebiet landen am Nürnberger Flughafen

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Von: Felix Herz

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Der Krieg in der Ukraine fordert zahlreiche zivile Opfer. Um die dortigen Krankenhäuser etwas zu entlasten, wurden nun Patienten nach Nürnberg geflogen.

Nürnberg – Als „Kleeblatt Süd“ nahm Nürnberg am 26. April sechs Patientinnen und Patienten aus der Ukraine auf. Das „Kleeblattkonzept“ war ursprünglich im Rahmen der Corona-Krise entwickelt worden, um besonders intensivpflichtige Patienten effektiv auf das Bundesgebiet zu verteilen. Deutschland war dazu in fünf Teile geteilt worden, Bayern gilt als „Kleeblatt Süd“. So sollte die Überlastung von Krankenhäusern verhindert und die Belegung der Intensivbetten möglichst effektiv organisiert werden. Derzeit kommt das Konzept auch im Rahmen des Ukraine-Konflikts zum Einsatz.

Ukraine-Krieg: Nürnberg nimmt Patienten aus der Ukraine auf

Am Dienstag landeten laut BR.de sechs leicht bis mittelschwer verletzte Patientinnen und Patienten aus der Ukraine am Albrecht-Dürer-Airport in Nürnberg. Sie werden nun auf Krankenhäuser im Großraum Nürnberg verteilt, einschließlich Kliniken in Erlangen und Bamberg. Dort sollen sie laut bayerischem Innenministerium behandelt werden.

Krieg in der Ukraine: Weitere Verletzte in Bayern erwartet

Der Ukraine-Konflikt dauert nun bereits mehr als zwei Monate an. Millionen Menschen flohen aus dem Kriegsgebiet, viele davon nach Deutschland und Bayern. Hier freuen sich die Ukraine-Flüchtlinge über die große Hilfsbereitschaft. Immer wieder kamen auch bereits Patientinnen und Patienten nach Deutschland. Die Organisation übernimmt das Bundesamt für Bevölkerungsschutz und Katastrophenhilfe (BBK). Seit mehreren Wochen wird zur Verteilung der Kranken das Kleeblattkonzept angewendet.

Die Aufnahme von Patienten aus der Ukraine hat vor allem zwei Ziele: Die stark unter Druck stehenden Kliniken im Kriegsgebiet zu entlasten und chronisch kranke Menschen, die einer speziellen Pflege und Behandlung bedürfen, zu helfen. Dabei werden die Menschen aus der Ukraine auf ganz Europa verteilt. (fh)

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