Mysteriöser Fall in Rottach-Egern

Schwerverletzte auf Straße gefunden

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Abgesperrt hatte die Polizei den Bereich – hier Oberachweg – in dem die Unbekannte mit lebensgefährlichen Kopfverletzungen gefunden wurde.

Rottach-Egern - Die zierliche Frau lag am frühen Sonntagmorgen mit lebensgefährlichen Kopfverletzungen auf der Karl-Theodor-Straße in Rottach-Egern. Wer ist die Frau? Und was ist mit ihr passiert?

Der Notruf ging am Sonntag um 5.17 Uhr bei der Einsatzzentrale des Polizeipräsidiums ein. Eine etwa 50 Jahre alte Frau wurde in der Karl-Theodor-Straße, Einmündung Pflegerweg gefunden. Ihre Kopfverletzungen sind so schwer, dass die Polizei von äußerster Lebensgefahr spricht. Möglicherweise ist die Schwerverletzte Opfer eines Verkehrsunfalls mit Fahrerflucht geworden. Bisher wissen die Ermittler weder, um wen es sich bei der Frau handelt, noch was ihr zugestoßen ist. Derzeit wird sie einer Münchner Spezialklinik behandelt. Ihr Zustand ist sehr kritisch.

Die Ermittlungen vor Ort dauerten bis zum Nachmittag an. Die Oberach-Straße war abgesperrt, ein Gutachter auf Anordnung der Staatsanwaltschaft ab Mittag vor Ort. Das Team untersuchte akribisch Zentimeter für Zentimeter. „Das dauert seine Zeit“, erklärte Roman Hörfurter, Pressesprecher des Polizeipräsidums Oberbayern Süd. Noch ist völlig unklar, was geschehen ist. Die massiven Verletzungen der Unbekannten können beim Zusammenstoß mit einem Fahrzeug entstanden sein. Möglicherweise wurde sie auch Opfer eines Gewaltverbrechens. „Wir ermitteln in alle Richtungen“, sagt Hörfurter.

Zur Aufklärung der Tat ist die Polizei auf Hinweise von Zeugen angewiesen. Die Identität der Schwerverletzten ist mittlerweile geklärt. Sie ist etwa 1,65 Meter groß und sehr schlank. Gewicht: 55 Kilo. Sie hat kurze, blonde bis braune Haare, leicht graumeliert. Bekleidet war sie mit blauen Jeans, deren Wadenaußenseiten mit einer braunen Lederschnürung versehen war. Das Oberteil war neon-rosa, dazu trug das Opfer einen rosa-getigerten Seidenschal. Darüber hatte die Frau einen grauen Steppmantel gezogen, an den Füßen hatte sie schwarze kurze Damenstiefel.

Die Verletzte trug mehrere Schmuckstücke, darunter ein goldfarbenes Armband, eine goldfarbene Armbanduhr und sieben goldfarbene Ringe. Mit dabei hatte sie eine schwarze Lederumhängetasche in der Größe 30 mal 30 Zentimeter. Darin befand sich ein Schlüsselbund mit zwei Anhängern. Zum einen handelt es sich um ein rotes Teufelchen mit nach oben gestreckten Händen und einem Schild mit der Aufschrift Lanzarote, zum anderen um ein Kupferherz mit blaugrün schimmernden Intarsien.

Wer die Frau kennt oder gesehen hat, wird gebeten, sich unter 0 80 22 / 98 78 0 bei der Polizei Bad Wiessee oder bei jeder anderen Polizeidienststelle zu melden. Jeder Hinweis, so Hörfurter, könnte wichtig sein. Wer hatte am Samstagabend Kontakt zu einer Frau, zu der die Beschreibung passen könnte? Wer hat sie im Bereich der Karl-Theodor-Straße oder in der Nähe gesehen? Vielleicht, so die Polizei hat auch jemand in der Nacht auf Sonntag Beobachtungen in dem Bereich gemacht, die im Nachhinein dem Geschehen zugeordnet werden können.

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