B 23 lange gesperrt

Auto rast frontal in Lkw: Frau stirbt bei Rottenbuch

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Die Autofahrerin verstarb noch an der Unfallstelle.

Rottenbuch - Mehr als sechs Stunden war die Straße zwischen Rottenbuch und Peiting gestern gesperrt: Eine 56-jährige Steingadenerin war mit ihrem Pkw in einen Lkw gekracht und starb noch an der Unfallstelle. Wie es zu dem Unfall kommen konnte – darüber rätseln Polizei und Gutachter.

Gegen 11.15 Uhr gestern Vormittag traf die erste Eilmeldung der Polizei per E-Mail ein: Vor etwa einer halben Stunde hatte es auf der B 23 zwischen Peitting und Rottenbuch, genau bei Hochkreit, einen schweren Verkehrsunfall gegeben. Die Straße sei vollständig gesperrt, eine Person ist schwerstverletzt im Auto eingeklemmt. Mehr stand zu diesem Zeitpunkt nicht fest.

Ein ausführlicher Polizeibericht folgte gute drei Stunden später: Die Straße ist immer noch gesperrt, die Bergungsarbeiten dauern an. Viel wichtiger aber: Bei der eingeklemmten Person handelt es sich um eine 56-jährige Steingadenerin, die mit ihrem Pkw Richtung Peiting unterwegs war. Bei dem Zusammenstoß mit dem Sattelschlepper eines 27-jährigen Fahrers aus Garmisch Partenkirchen – er wollte nach Rottenbuch – wurde sie derart schwer verletzt, dass sie noch an der Unfallstelle verstarb.

In den Minuten davor ist Folgendes passiert – soweit ist der Hergang den Schongauer Polizisten bekannt: Die 56-jährige geriet kurz hinter der Abzweigung Schmauzenberg ohne erklärlichen Grund auf die andere Fahrspur, auf der ihr der Sattelzug entgegenkam. Auf dieser Straßenseite fuhr die Steingadenerin mit ihrem Pkw weiter, bis sie schließlich frontal in den Lkw krachte. Die Wucht war so groß, dass beide Fahrzeuge nach rechts in den Straßengraben geschleudert wurden. Auch der Mann aus Garmisch-Partenkirchen musste leicht verletzt ins Krankenhaus nach Murnau gebracht werden. Soviel steht fest. 

Bilder: Frau stirbt bei Unfall bei Rottenbuch

Auto rast in Lkw: Frau stirbt bei Rottenbuch

Doch was passierte in den Sekundenbruchteilen, noch bevor die 56-jährige Steingadenerin ohne Fremdverschulden auf die Gegenspur geriet? Das können sich die Polizeibeamten derzeit nicht erklären – zwei unabhängige Gutachter waren deshalb an der Unfallstelle vor Ort. Sie sollen das Rätsel aufdecken. Bremsspuren wurden dazu mit Farbe markiert, das Auto und der Sattelzug sind sichergestellt und werden nach Landsberg überführt, um nach den kleinsten Hinweisen zu suchen.

Das dauerte. Mehr als sechs Stunden war die Bundesstraße zwischen Rottenbuch und Peiting gesperrt, die Umleitung erfolgt über die B 17. Über Ilgen und Rottenbuch. Und auch die Rottenbucher Feuerwehr hatte stundenlang alle Hände voll zu tun: Sie mussten Erde aus dem Straßengraben abtragen, weil dort Lkw-Diesel versickert war. Wie viel – auch das ist nicht bekannt.

Franziska Bär

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