Orkan trifft vor allem Allgäu schwer

Unwetter: Erste Überschwemmungen in Bayern

München - Nachdem das Orkan-Tief "Elon" in der Nacht zum Samstag vor allem das Allgäu heimgesucht hat, kommt es nun in Nord- und Ostbayern zu ersten Überschwemmungen. Die aktuelle Lage im Überblick:

In Nord- und Ostbayern ist es zu ersten Überschwemmungen gekommen. Nach einer warmen Nacht und Tauwetter mit starken Niederschlägen überflutete der Schwarze Regen in Zwiesel einzelne Grundstücke und Keller. Auch am Oberlauf des Mains in Oberfranken gab es am Samstag kleinere Überschwemmungen. Für das Wochenende kündigte der Deutsche Wetterdienst weiteres Tauwetter an.

Bis zum Samstagabend könne in Zwiesel und dem oberpfälzischen Cham die höchste Warnstufe erreicht werden, teilte der Hochwassernachrichtendienst mit. In den kommenden Tagen seien auch höhere Meldestufen an Main und Donau möglich, sagte ein Sprecher. Eine Entspannung der Lage ist jedoch bereits in Sicht: Der Schnee sei in den meisten Gebieten des Freistaats weitgehend geschmolzen, sagte der Sprecher.

Umgestürzte Bäume und Unfälle - Orkan trifft vor allem Allgäu

Der Sturm hat in der Nacht zum Samstag vor allem im Allgäu für zahlreiche umgestürzte Bäume und Unfälle gesorgt. Die Polizei zählte 65 Einsätze. Mehrere Straßen wurden gesperrt. In Buchloe wurde eine Blechhütte auf die Straße geweht. Es kam zu drei Unfällen. Herabfallende Äste und Dachziegel beschädigten zudem zwei geparkte Fahrzeuge. Verletzt wurde niemand.

In München mussten die Einsatzkräfte in der Nacht zum Samstag etwa 60 Mal ausrücken. Zu größeren Schäden sei es aber nicht gekommen, sagte ein Sprecher der Feuerwehr am Samstag. In den anderen bayerischen Regionen blieb es in der Nacht weitgehend ruhig. Trotz einiger umgestürzter Bäume seien kaum Schäden entstanden, teilte die Polizei mit.

Sturm ohne Auswirkung auf Flughafen München

Am Flughafen München kam es durch das Orkantief bislang zu keinen Einschränkungen. Die Flüge seien etwas unruhiger, aber „der Flugbetrieb kann auch bei Wind durchgeführt werden“, sagte ein Sprecher am Samstag. Die Abfertigungsunternehmen seien allerdings angewiesen worden, darauf zu achten, dass keine Koffer, Treppen und sonstigen Gegenstände weggeweht würden.

Für Samstag warnt der Deutsche Wetterdienst (DWD) weiter vor Orkanböen mit Geschwindigkeiten von bis zu 120 Kilometern in der Stunde in den Hochlagen des Bayerischen Waldes und der Alpen. In Schwaben und Oberbayern werden weitere schwere Sturmböen erwartet.

dpa

Rubriklistenbild: © dpa (Symbolbild)

auch interessant

Mehr zum Thema:

Meistgelesen

Keine Rettungsgasse: Feuerwehrlern platzt der Kragen
Keine Rettungsgasse: Feuerwehrlern platzt der Kragen
Sepp Haslinger: Wetterkerze wieder voll daneben
Sepp Haslinger: Wetterkerze wieder voll daneben
So skurril wurde der Balkan-Bandenchef überführt
So skurril wurde der Balkan-Bandenchef überführt
Meridian lässt Unglückszüge von Bad Aibling nachbauen
Meridian lässt Unglückszüge von Bad Aibling nachbauen

Kommentare