Bayerische Familie in der Türkei

Im Urlaub: Mädchen (15) von Masseur vergewaltigt?

München - Sie freuten sich so auf ihren Traumurlaub an der türkischen Riviera, doch nun herrscht bei einer Familie aus dem nördlichen Oberbayern nur noch Schmerz und Trauer.

Die 15-jährige Tochter der Familie soll von einem einheimischen Masseur missbraucht worden sein. Dieser streitet aber ab und spricht stattdessen von einvernehmlichem Sex.

Wie kam es dazu? Die Familie freute sich so auf die gemeinsamen Tage am Strand, und auf das Vier-Sterne-Hotel mit allem Drum und Dran. Während der Vater (39) sich am Strand aufhielt, um Sport zu machen, gönnten sich

Mutter und Tochter eine Massage. Zunächst ließ sich die Mutter durchkneten, dann wurde das Mädchen abgeholt. Die 38-Jährige Mutter zu einem türkischen Reporter vor Ort: „Ich wartete im Entspannungsbereich, als sie plötzlich weinend aus der Kabine kam.“ Der 30-jährige Masseur mit dem Vornamen Bilal soll die 15-Jährige zunächst angetatscht und schließlich vergewaltigt haben.

Beschuldigter bleibt auf freiem Fuß

Die Familie fuhr sofort in eine Klinik, das Mädchen wurde untersucht, später erstattete man Anzeige. Der Masseur wurde daraufhin festgenommen, er redete sich aber heraus und verwies darauf, dass es das Mädchen so ja wollte. Offenbar glaubhaft: Obwohl der 30-Jährige weiterhin als Beschuldigter gilt und gegen ihn ermttelt wird, befindet er sich in Freiheit. Der Familienvater: „Ich hatte das Gefühl, dass die Polizisten uns nicht wirklich ernst nehmen.“

Das tut aber der Rechtsanwalt des Hotels, in dem es zu dem Übergriff im Wellnessbereich kam. „Ich verstehe nicht, weshalb die Staatsanwaltschaft ihn freigelassen hat.“ Sein Unternehmen hat jedenfalls reagiert und dem Beschuldigten Hausverbot erteilt.

Das Hotel war zudem dabei behilflich, dass die Familie in ein anderes Hotel wechseln konnte. Denn an dem Ort, an dem die Schülerin so etwas Furchtbares erleiden musste, wollten und konnten die drei Bayern, die im Laufe der Woche heimfliegen, keinesfalls mehr bleiben. Und ob der mutmaßliche Täter überhaupt verurteilt wird, scheint derzeit unklar.

Hamdi Gökbulut

Rubriklistenbild: © dpa (Symbolbild)

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