Fall muss wohl neu verhandelt werden

Urteil wegen Volksverhetzung - Doppelter Einspruch  im Fall Zorneding

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Der 74-Jährige wegen Volksverhetzung, Bedrohung und Beleidigung verurteilte Rentner vor seinem Prozess im Sitzungssaal des Amtsgerichts Ebersberg. Der Fall dürfte nun neu verhandelt werden.

Ebersberg - Im Prozess um die rassistische Hetze gegen den Ex-Pfarrer von Zorneding konnte es das Ebersberger Amtsgericht anscheinend beiden Parteien nicht recht machen. Das Urteil ist noch nicht rechtskräftig.

Sowohl die Staatsanwaltschaft als auch der verurteilte Rentner hätten Einspruch eingelegt, teilte Gerichtssprecher Markus Nikol am Dienstag mit.

Der 74-Jährige aus München war vor einer Woche vom Amtsgericht Ebersberg wegen Volksverhetzung, Bedrohung und Beleidigung zu zehn Monaten Haft auf Bewährung verurteilt worden.

Der schon mehrfach wegen Rassismus in Erscheinung getretene Mann hatte dem aus dem Kongo stammenden katholischen Geistlichen Olivier Ndjimbi-Tshiende zwei Schreiben mit ausländerfeindlich motivierten Morddrohungen geschickt. Bleibt es bei den Einsprüchen gegen das Urteil, wird der Fall am Landgericht München II neu verhandelt.

Die rassistische Hetze gegen den Pfarrer von Zorneding bei München hatte bis ins Ausland hohe Wellen geschlagen. Der 67-Jährige trat daraufhin zurück und forscht nun an der Katholischen Universität in Eichstätt. Auslöser der Bedrohungen waren fremdenfeindliche Äußerungen der Zornedinger Gemeinderätin Sylvia Boher (CSU) gewesen, die der Pfarrer verurteilte. Daraufhin erhielt dieser mehrere Drohbriefe.

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