Unzumutbare Kosten

Urteil: Kein Zaun um Chiemsee-Reggae-Summer

Übersee - Da die Wiesen um das Festival am Chiemseee vermüllt wurden, sollte die Gemeinde Übersee auf eigene Kosten einen Zaun errichten. Heute fiel das Urteil in dem Fall.

Beim Chiemsee-Reggae-Summer muss die Gemeinde Übersee keinen Zaun zum Schutz der Wiesen rund um das Festivalgelände aufstellen. Dies hat der Bayerische Verwaltungsgerichtshof (VGH) in München nach Mitteilung vom Donnerstag entschieden (Aktenzeichen 10 B 13.1231 und 10 B 13.1234). Mehrere Bauern hatten erreichen wollen, dass die Chiemsee-Gemeinde vor dem Festival im Jahr 2011 einen zwei Meter hohen Zaun um ihre Grundstücke errichtet, damit Besuchern des vor allem bei jungen Menschen beliebten Festivals das Betreten verwehrt wird. Benachbarte Flächen der Landwirte werden zum Campen, für Wohnmobile und als Parkplatz genutzt.

In der Urteilsbegründung heißt es, die Gemeinde habe nicht vorhersehen können, dass die Wiesen durch den Festivalbetrieb vermüllt oder niedergetrampelt werden. Die hohen Kosten eines stabilen Zaunes seien der Kommune daher nicht zumutbar gewesen. Der VGH ließ keine Revision gegen das Urteil zu. Dagegen kann jedoch Beschwerde beim Bundesverwaltungsgericht in Leipzig eingelegt werden. Zu dem Musikfestival kommen Jahr für Jahr Tausende Besucher.

dpa

Rubriklistenbild: © mzv-mm

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