Obwohl sie beaufsichtigt wurden

Kinder werfen Steine: Kindergarten haftet nicht

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Auch Kindergärtner können nicht überall sein und haften damit auch nicht immer

Augsburg - Spielende Kinder warfen im Kindergarten mit Steinen auf ein Auto. Nun entschied das Amtsgericht Augsburg über die Haftungsfrage.

Der Träger eines Augsburger Kindergartens, von dem aus spielende Kinder einen Stein in ein Auto geworfen haben, muss nicht für den Schaden aufkommen. Wie das Amtsgericht Augsburg am Donnerstag mitteilte, hat es die Klage des Autobesitzers auf Erstattung der Reparaturkosten abgewiesen.

Eine Verletzung der Aufsichtspflicht durch die Erzieherinnen sei nicht erkennbar. Kindergartenkinder bedürften keiner lückenlosen Überwachung, sondern seien zu selbstständigem und verantwortungsbewusstem Handeln zu erziehen. Bei Einhaltung gewisser Sorgfaltspflichten sei man nicht vor jeder Art von Schaden geschützt.

Stein durchsclägt Heckscheibe

Der Stein hatte die Heckscheibe des neben dem Kindergarten geparkten Autos durchschlagen. Welches der spielenden Kinder den Stein über die Mauer geworfen hatte, ließ sich nicht mehr feststellen. Der Autobesitzer verklagte den Kindergarten auf Zahlung von 2000 Euro. Er wähnte, die Erzieherinnen hätten die Kinder nicht genügend beaufsichtigt, und ein großer Stein hätte nicht dort liegen dürfen.

Das Gericht wies die Klage jedoch ab, weil die Erzieherinnen alles unternommen hätten, um ihre Aufsichtspflicht zu erfüllen. Die Kinder seien immer wieder darüber belehrt worden, dass sie keine Steine oder ähnliche Gegenstände werfen dürften. Mögliche Wurfgegenstände würden zudem bei regelmäßigen Begehungen des Spielplatzes entfernt.

dpa

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