"Goodbye Bamberg"

US-Kaserne nach 69 Jahren geschlossen

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Kommandeur Colonel Christopher Benson (l) und Command Sergeant Major Mark Kiefer rollen am 12.09.2014 während der Schließungszeremonie auf dem Militärgelände der Vereinigten Staaten von Amerika (USA) in Bamberg (Bayern) die Standort-Standarte ein.

Bamberg - Eine Ära ist am Freitag in Bamberg zu Ende gegangen: Nach 69 Jahren rückten die letzten noch in den „Warner Barracks“ stationierten US-amerikanischen Soldaten ab.

Vor dem Garnisonshauptquartier wurden in einer feierlichen Zeremonie die amerikanische und die deutsche Fahne eingeholt. Das Sternenbanner sollte am Abend bei einer weiteren Feier an Oberbürgermeister Andreas Starke (SPD) übergeben werden.

Mit Blick auf die geplante künftige Nutzung der Kasernenfläche betonte Colonel Christopher Benson als letzter Kommandeur, der Abzug der Truppen in Bamberg markiere kein Ende, sondern einen Neubeginn. Die Stadt hat einen Planungs-Wettbewerb für die Konversionsflächen gestartet, an dem sich die Bürger beteiligen können. Dieser soll Anfang 2015 abgeschlossen sein.

„Der Tag ist gekommen, um „Goodbye“ zu sagen“, sagte OB Starke im Anschluss an die Zeremonie. Er erinnerte an den 13. April 1945. Damals waren amerikanische Truppen in Bamberg eingerückt und erklärten die Stadt bereits am nächsten Tag für befreit. Viele Menschen seien skeptisch, misstrauisch und ängstlich gewesen, blickte der OB zurück. „Ein Zustand, den sich heute keiner mehr vorstellen kann.“ Es sei eine wunderbare deutsch-amerikanische Freundschaft entstanden.

Mit dem Abzug der amerikanischen Truppen ist Bamberg zum ersten Mal seit dem 16. Jahrhundert keine Garnisonsstadt mehr.

dpa

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