Hitzige Debatte

Userdiskussion: "Studenten, die meinen, Richter Hold zu spielen"

Regensburg - Eine Ruhestörungskontrolle führt zu einer Wohnungsdurchsuchung wegen Marihuanageruchs - möglicherweise mit übertriebener Härte der Beamten. Unsere User diskutieren über Polizeigewalt.

Hat die Polizei überhart agiert? Aufgrund von Marihuanageruch fand in Regensburg eine Wohnungsdurchsuchung statt - bei der die Polizisten angeblich sehr rabiat vorgingen. Unter unseren Usern entbrannte eine heiße Diskussion, hier lesen Sie einige Auszüge:

"Weniger kiffen, dann schiebt man auch weniger Panik"

"Bernd" zweifelt die Glaubwürdigkeit der Studenten an: "Also diesen 'Studenten' glaube ich kein Wort. Die Polizei hat vollkommen richtig gehandelt. Wer so dämlich ist und es in Kauf nimmt, dass Marihuana-Geruch aus der Wohnung dringt, der braucht sich nicht zu wundern, dass die Polizei die Wohnung durchsucht." Auch "Hänsl" findet, dass die Polizei korrekt gehandelt hat: "Die Polizei hat völlig richtig gehandelt. Die sollen auch bei geringster Menge Betäubungsmittel mit aller Härte dagegen vorgehen. Und den 'Studenten, die vermutlich im ersten Semester' Jura studieren und jetzt meinen Richter Hold spielen zu müssen: Weniger kiffen, dann schiebt man auch weniger Panik und Angstzustände. Daumen Hoch!" Und "Dieter21" kann es nicht verstehen, dass man sich so über die Polizei echauffiert: "Die Verurteilungen der Polizeibeamten sind ja schon lustig, Ich wünsche jedem, der über die Beamten so herzieht, dass wenn sie selber nach der Polizei schreien diese dann keine Zeit haben."

Tennessee Eisenberg lässt grüßen

Ganz anders sieht das zum Beispiel "Tom": "Wahnsinn, weil ein paar Studenten einen durchziehen, so ein Aufstand! Kümmert euch lieber mal um die wahren Verbrecher da draußen." Dringenden Handlungsbedarf sieht "Anglia": "Tennessee Eisenberg lässt grüßen - es ist dringend an der Zeit, dass sich da in Regensburg mal was ändert." User "Klaus" begegnet der Geschichte mit einer tüchtigen Portion Sarkasmus: "Bei Gras kommt eben sofort ein Sonderkommando. Beim Banküberfall reicht der Dorfschutzbeauftragte."

Einen anderen Erklärungsansatz liefert "Erwin Walter Salz": "Schlecht geschulte, unerfahrene Beamte ohne Deseskalations-Interesse aber mit viel Langeweile treffen auf aufmüpfige Jung-Akademiker. Das knallt. Aber solange die bayerische Polizei auf Quantität, statt Qualität setzt, wird sich an der öffentlichen Wahrnehmung der Polizei als schlägernde Chaostruppe nichts ändern." User "Herr Motzki" spricht aus eigener Erfahrung: "Hier glaube ich den jungen Leuten viel mehr als der Polizei. Ich habe sowas ähnliches auch mitgemacht. Und was passiert den Polizeibeamten? Nichts ... absolut nichts! Und die jungen Leute werden bestraft, nur weil sie ihre Rechte (Anwalt anrufen, Durchsuchungsbefehl vorzeigen) forderten."

Rubriklistenbild: © dpa

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