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Verdorbene Hendl am Mammendorfer Volksfest

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Mammendorf - Sie waren schmierig und haben gestunken. Kurzum: Hendl am Mammendorfer Volksfest waren verdorben.

Lebensmittelkontrolleure des Landratsamtes fanden im vergangenen Mai im Kühlwagen des Festzeltbetreibers auf dem Mammendorfer Volksfest mehrere Kisten davon. Jetzt muss sich der Wirt vor dem Brucker Amtsgericht verantworten. Dem 46-jährigen Landshuter wird ein Verstoß gegen das Lebensmittel- und Bedarfsgegenständegesetz vorgeworfen.

Die Kontrolleure entdeckten neun Kisten mit jeweils zwölf Hähnchen, deren Verbrauchsdatum zwei Tage zuvor abgelaufen war.

Dass die Kisten dort standen, gestand der Festzeltwirt vor Gericht auch ein. Gleichzeitig beteuerte er aber seine Unschuld. Für die Lebensmittel und die Küche sei nicht er, sondern seine Ehefrau verantwortlich gewesen. Und diese, obwohl sie als Ehefrau eine Zeugenaussage hätte verweigern können, räumte ebenfalls die Existenz der Kisten freimütig ein. Sie machte aber auch klar, dass die Hähnchen nicht für den Verzehr gedacht waren, sondern dass sie abgeholt und vernichtet hätten werden sollen. Das sei am Tag darauf auch geschehen.

Die Ehefrau erklärte außerdem, dass die abgelaufenen Hähnchen abseits von denen standen, die später gegrillt wurden. Auch eine Gutachterin trug zur Entlastung des Angeklagten bei. Sie erklärte, dass von den abgelaufenen Hähnchen keine Gefahr für die anderen Lebensmittel ausgegangen sei, da diese in ihren Kisten ordentlich in Folie verpackt waren.

Ein Urteil wurde an diesem Verhandlungstag dann nicht gesprochen. Richter Johann Steigmayer setzte die Verhandlung aus. Die Staatsanwaltschaft soll nun prüfen, ob das Verfahren gegen den Festzeltwirt eingestellt werden kann. Die Anklagevertretung soll aber auch prüfen, ob gegen die Ehefrau des Wirtes rechtliche Schritte eingeleitet werden.

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