Verletzte Russin will nie mehr in Bob steigen

Moskau/Königssee - Nach ihrem Unfall beim Weltcup in Königssee will die schwer verletzte russische Bobfahrerin Irina Skworzowa nie mehr in einen Bob steigen. Sie will einen anderen Sport treiben.

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“Ich möchte weiter Sport treiben, aber in jedem Fall nicht als Bobfahrerin“, sagte die 21- Jährige im Klinikum rechts der Isar in München dem russischen Staatsfernsehen. Nach Wochen im Koma fühle sie sich langsam besser, sagte Skworzowa in dem Interview, das der Sender am Freitag auf seiner Internetseite veröffentlichte. Vermutlich werde sie noch etwa einen Monat in der bayerischen Landeshauptstadt behandelt werden müssen.

Der Start des Zweierbobs der russischen Juniorinnen war am 23. November 2009 während eines Trainings zum Europacup versehentlich bei roter Ampel freigegeben worden. Zur selben Zeit fuhr am oberen Start der russische Zweierbob der Männer bei Grün los. In einer Kurve stürzte der Frauen-Schlitten und wurde durch den 390 Kilo schweren Männer-Bob gerammt. Bei dem Zusammenstoß wurde die hinten sitzende Bremserin Skworzowa schwer verletzt. Sie erlitt einen offenen Oberschenkelbruch und mehrere Frakturen im Nieren- und Bauch-Bereich. Wochenlang drohte ihr die Amputation des rechten Beines.

dpa

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