„Es muss der Horror sein“

Vermisste Malina: XY-Moderator Rudi Cerne fühlt mit dem Vater

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Moderator Rudi Cerne, selbst Vater einer Tochter, hofft, dass die Sendung am Mittwoch zu einer positiven Entwicklung beiträgt.

München - Auch die ZDF-Sendung „Aktenzeichen XY ungelöst“ widmet sich dem Schicksal der verschwundenen Studentin Malina Klaar. Moderator Rudi Cerne kann die Leiden der Eltern gut nachvollziehen.

Vor zwei Wochen verschwand Malina Klaar (20) auf dem Heimweg von einer Party. Seit dieser Zeit gibt es von der Regensburger Studentin kein Lebenszeichen mehr – trotz fieberhafter Suche ihrer Familie. Doch vielleicht gibt es bald neue Hoffnung: Jetzt schaltet sich nämlich auch die ZDF-Sendung Aktenzeichen XY ungelöst in den mysteriösen Fall ein. Für Moderator Rudi Cerne (58) ist es ein ganz besonderes Anliegen. „Als Vater einer 26-jährigen Tochter kann ich mitfühlen mit den Eltern“, sagt er zur tz. „Die Verzweiflung muss unerträglich sein, die Ungewissheit der Horror.“

Am kommenden Mittwochabend ab 20.15 Uhr wird in der ZDF-Sendung also nach Malina Klaar gesucht. „Ich hoffe sehr, dass wir zu einer positiven Entwicklung beitragen können“, sagt Moderator Rudi Cerne. Die Hoffnung der Familie ist nach wie vor groß, dass Malina noch am Leben ist. Ihr Vater Joseph Sawadzki (46) appellierte bei stern TV an einen möglichen Entführer. „Sollte es jemand geben, der unsere Malina gegen ihren Willen festhält, so bitte ich Sie, diese Grausamkeit zu beenden und Malina freizugeben.“

Um den Druck auf einen möglichen Entführer zu erhöhen, hat Malinas Vater zudem übers Internet Geldspenden gesammelt. Inzwischen sollen knapp 51.000 Euro für einen Hinweis auf seine Tochter zusammengekommen sein. „Wir wollen allen Spendern unsere tiefe Dankbarkeit aussprechen. Wir hoffen, dass sie mit dazu beitragen, dass wir Malina lebend wiederfinden“, sagte der Vater am Freitag.

Der Aufruf im Internet brachte in den vergangenen Tagen demnach knapp 21 000 Euro ein. Ein privater Spender wolle weitere 30 000 Euro beisteuern. „Das ist eine seriöse Summe. Damit wollen wir die Sammelaktion beenden“, sagte der Vater. Wenn er die Belohnung nicht bis Jahresende auszahlen kann, will er das Geld wieder an die Spender zurückzahlen.

Vermisst: Diese Menschen verschwanden 2016/2017 in Bayern

Vermisste Studentin in Regensburg
Malina Klaar: Die Studentin (20) verschwand in Regensburg auf dem Heimweg nach einer Techno-Party am 19. März 2017. Sie stammt aus Fürstenfeldbruck. Mehr zum Fall lesen Sie hier auf Merkur.de. © dpa
Johannes Baumgartner: Der 31-Jährige aus Deggendorf wird seit 21. Januar 2017 vermisst. Laut Polizei befindet er sich in ärztlicher Behandlung.  © privat/Polizei
Eva-Maria Disch: Die 45-Jährige wurde zuletzt am 13. Oktober 2016 gegen 13.30 Uhr Uhr auf dem Parkplatz des Kochler Franz-Marc-Museums gesehen. Sie verließ ihre Wohnung laut Polizei wohl zu Fuß. Mehr lesen Sie hier auf Merkur.de. © privat/Polizei
Josef Kuhm: Der 63-Jährige aus dem Landkreis Böblingen brach wohl alleine zu einer Wanderung Richtung Höfats (Allgäuer Alpen) auf. Der erfahrene Bergsteiger wurde seit Anfang November 2016 nicht mehr gesehen. © privat/Polizei
Magdalena Hein: Im Altenheim in Schöllkrippen (Landkreis Aschaffenburg) vermisst man die 83-Jährige seit 10. September 2016. © privat/Polizei
Gerhard Sturm: Der Mann aus Hessen verschwand im Wander- und Radurlaub. Zuletzt sah man den 72-Jährigen in einer Wohnung in Oberstdorf am 24. Juli 2016. © privat/Polizei
Sihong und Xiaoxia Chen: Das chinesische Ehepaar war mit einer Touristengruppe im „Königswinkel“ unterwegs, um dort unter anderem das Schloss Neuschwanstein zu besichtigen. Zuletzt wurden die beiden auf einem Parkplatz gesehen, als sie sich am 2. Juli 2016 auf den Weg zum Schloss machten.  © Polizei
Manfred Radtke: Eine Bekannte hatte am 27. Juni 2016 zuletzt Kontakt zu dem 66-Jährigen aus Bad Wörishofen. Laut Polizei benötigt er ärztliche Hilfe, die Ermittlungen brachten keine Spur. © privat/Polizei
Gisela Reiß: Die 65-jährige Urlauberin aus dem Sauerland (NRW) löste im südlichen Oberallgäu Mitte Juni 2016 eine große Suchaktion aus. Doch die Hubschrauber landeten ohne Erfolg.  © privat/Polizei
Michael Schreck: Sein letztes Lebenszeichen ist eine SMS an seine Ex-Frau mit nur einem „?“. Das war am 5. Mai 2016. Seither wurde der laut Polizei „psychisch belastete“ 37-Jährige aus Marktheidenfeld (Kreis Main-Spessart) nicht mehr gesehen. © privat/Polizei

Malina Klaar wird seit dem 19. März vermisst. Die 20-Jährige war am frühen Morgen auf dem Weg von einer Party zu ihrer WG verschwunden. Kurz zuvor hatte sie noch mit einer Mitbewohnerin telefoniert, um sich nach dem Weg zu erkundigen. Zu diesem Zeitpunkt befand sie sich nach eigenen Angaben im Regensburger Stadtpark.

Weitere Infos zum Fall Malina lesen Sie in unserem Nachrichten-Ticker.

Ihr Handy fand ein Spaziergänger im wenige Hundert Meter entfernten Herzogspark am Donauufer. Eine großangelegte Suchaktionen der Polizei mit Tauchern und Leichenspürhund blieb bisher erfolglos.

tz/mm

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