Mozart rettet Italiener

Verdächtiger singt Arie bei Polizei - und kommt frei

Rosenheim - Das kam ziemlich überraschend: Ein Italiener, der unter Schleuser-Verdacht stand, hat bei seiner Vernehmung auf dem Polizeirevier plötzlich eine Arie geschmettert - als Beweis.

Der Mann stand während der Vernehmung auf und sang die Papageno-Arie aus der Zauberflöte. Wie passend: An diesem Dienstag war nämlich auch noch der Geburtstag von Komponist Wolfgang Amadeus Mozart.

Die Gesangseinlage nutzte der 33-jährige Italiener als Beweis für seine Unschuld. Er wollte seine Geschichte untermauern, nach der der italienische Tenor mit seinen beiden algerischen Mitfahrern in Oberaudorf Gesangsunterricht geben wollte.

Schleierfahnder hatten die Insassen eines Autos mit italienischer Zulassung  kontrolliert, die unterwegs nach München waren. Lediglich der Fahrer konnte sich ausweisen. Seine 18 und 19 Jahre alten Begleiter aus Algerien hatten keine Papiere dabei. Die Polizisten witterten den Verdacht, dass es sich bei dem Italiener um einen Schleuser handelte und nahmen alle Drei mit zur Dienststelle der Bundespolizei.

Dort kam es dann zu der überraschenden Gesangseinlage. Der Italiener durfte das Polizeirevier verlassen. Über die Qualität des Gesanges ist übrigens nichts überliefert.

kg

Rubriklistenbild: © picture alliance / dpa

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