Verspätungen, Ausfälle, Pannen

So kommt die BOB wieder in Fahrt

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Die BOB sorgte mit Pannen und Verspätungen für jede Menge Ärger.

München - Mit einer Krisensitzung im Landtag und neuen Ideen soll die BOB nun endlich wieder Fahrt aufnehmen.

Verspätungen ohne Ende im Juni, akuter Personalmangel, Branddefekt mit Evakuierung, und, und, und. Die Bayerische Oberlandbahn (BOB) machte zuletzt vor allem mit einem Werbung: ihren Pannen. Mit einer Krisensitzung im Landtag und neuen Ideen soll die BOB nun endlich wieder Fahrt aufnehmen.

Lange saßen sie zusammen, haben an neuen Konzepten gefeilt. Fazit: Es muss besser werden: Da sind sich Johann Niggl, Chef der staatlichen Bayerischen Eisenbahngesellschaft, und BOB-Geschäftsführer Kai Müller-Eberstein einig. Im Wirtschaftsausschuss im Landtag zogen sie jetzt ein Resümee. Schließlich hatte der Freistaat den privaten Betreiber der Zuglinien von München nach Holzkirchen und weiter nach Bayrischzell, Tegernsee und Lenggries öffentlich gerügt. Grund: Die Pünktlichkeit hatte Anfang 2014 nach dem Vertrags- und Fahrplanwechsel im Dezember massiv geschwankt, war unter den bayerischen Durchschnitt und an manchen Tagen sogar unter 70 Prozent gesunken – jeder dritte Zug war verspätet. „Im September lagen wir wieder über 90 Prozent“, sagte Niggl. Es fehle jedoch noch an Stabilität. Das größte Problem sind die Kupplungen in den Fahrzeugen der Talent-Baureihe, die beim Entkuppeln in Holzkirchen Störungen verursachten. Diese Sorgenkinder sind mittlerweile überarbeitet worden. Mit erstem Erfolg: Lag die Zahl der Ausfallkilometer durch Kupplungsprobleme im Januar noch bei 650, war sie im August auf 200 gesunken. Jetzt wird häufiger geprüft.

Die Ausschussmitglieder freute die Selbstkritik, sie forderten jedoch, dass die BOB bezüglich Zuverlässigkeit und Zufriedenheit weiter nach vorne kommt. Dass das nicht einfach wird, zeigte eine Nachfrage von Ausschuss-Vorsitzendem Erwin Huber (CSU): „Könnten künftig Probleme durch Fachkräftemangel auftreten?“ Müller-Eberstein antwortete: „Ja. Vor allem im mechanisch-elektronischen Bereich ist es schon jetzt schwierig, gute Leute zu finden.“

M. Mach

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