Verwechslungsdrama: Falsche Leiche verbrannt!

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Der schreckliche Unfall, bei dem die vier jungen Menschen ums Leben gekommen waren, hatte sich am 27. Juni ereignet.

Augsburg - Vier Tote bei einem Horror-Unfall – was kann schlimmer sein?

Das Drama um die vier jungen Leute aus Diedorf (Kreis Augsburg), die am 27. Juni ums Leben kamen, nimmt kein Ende. Unfassbar: Nach dem Crash wurden die Leichen der beiden jungen Frauen verwechselt. Noch schlimmer: Anstelle von Sissy (†19), die nach Frankfurt an der Oder überführt werden sollte, wurde der Leichnam von Dominika (†23) eingeäschert! Das berichtet die Neue Sonntagspresse in Augsburg.

Die peinliche Verwechslung wurde nur durch einen Zufall entdeckt, als Dominikas Sarg bereits in der Aussegnungshalle des kleinen Anhauser Friedhofes stand. Dort war am Freitag bereits alles für die Bestattung vorbereitet, als eine Freundin die tote Dominika noch ein letztes Mal sehen wollte … Als der Sarg geöffnet wurde, stellte sie geschockt fest, dass da nicht Dominika, sondern Sissy lag. Die Trauergemeinde war entsetzt. Dominikas Mutter erlitt einen Schwächeanfall und brach völlig fassungslos zusammen.

Wenig später musste sie dann erfahren, dass ihre geliebte Tochter bereits eingeäschert worden ist – anstelle von Sissy!

Die Nachricht vom Skandal auf dem Friedhof machte in Diedorf und Anhausen in Windeseile die Runde. Pfarrer Manfred Gromer, der am Freitag die Bestattung vornahm, wollte sie aber nicht kommentieren: „Ich sag dazu nichts. Ich bitte um Verständnis.“ In Dominikas Grab liegt nun kein Sarg, sondern die Urne mit ihrer Asche.

Viele Diedorfer reagierten entsetzt, fordern, dass die Schlamperei nicht ohne Folgen bleibt. Dominikas Eltern sollen inzwischen darüber nachdenken, rechtlich Schritte einzuleiten.

Wer für die unglaubliche Panne verantwortlich ist, ist noch offen. Wurden die Leichen bereits am Unfallort vertauscht? Im Bestattungsinstitut oder im Klinikum? Prof. Hans Arnholdt, Chefarzt der Pathologie im Augsburger Zentralklinkum, bestätigte zwar, dass die Leichen vertauscht worden sind. Der Augsburger Allgemeinen sagte er aber, dass dies nicht in seinem Haus geschehen sei. Er glaubt, dass die Verwechslung bereits vorher stattgefunden hat. Zur Klärung des Sachverhaltes hat die Polizei inzwischen Ermittlungen aufgenommen.

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Horror-Unfall in Augsburg - Vier Tote

Der schreckliche Unfall hatte sich am 27. Juni ereignet. Die beiden jungen Frauen und ihre Begleiter, zwei junge Männer, waren mit einem roten BMW-Cabrio in eine Baustelle gerast. Der Wagen rammt einen Mercedes und knallte schließlich gegen eine Lärmschutzmauer. Alle vier waren sofort tot. Die Obduktion ergab, dass Mathias K. (25) mit mehr als 1,1 Promille am Steuer gesessen hatte.

Quelle: tz

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