Verzweifelte Suche nach Kleinflugzeug

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Mühldorf - Die Familien sind verzweifelt und die Suchtrupps ratlos: Seit Freitagnachmittag fehlt jede Spur von Hobbyflieger Ulrich W. und seinem Kumpel Raimund E.

Der 46-jährige Pilot aus Waldkraiburg und sein 49-jähriger Begleiter aus Töging starteten bei guten Witterungsbedingungen am Flughafen Mühldorf-Mößling zu einem spontanen Rundflug mit einem Ultraleichtflugzeug des Typs FK 14 Polaris – seitdem sind der HNO-Arzt und der Bauunternehmer wie vom Erdboden verschluckt!

Nachdem die Männer auch nach einigen Stunden nach dem Start nicht zurückkehrten und jede Kontaktaufnahme mit ihnen scheiterte, wurde gegen 18 Uhr die Polizei alarmiert. Die Suchaktion, bei der neben Polizei und Luftrettung auch Kräfte des Bayerischen Roten Kreuzes mit Suchhunden beteiligt waren, verlief ergebnislos. Das Problem: Die Männer hatten ihre Flugroute nicht bekannt gegeben.

Da Ulrich W. ein Boot am Chiemsee besitzt, vermuteten die Beamten, dass er es seinem Bekannten möglicherweise auf dem Flug zeigen wollte. Am Samstag wurde deshalb das Bayerische Meer systematisch von Wasserschutzpolizei und Wasserrettung abgesucht, unterstützt wurden die Boote aus der Luft mit fünf Hubschraubern. Doch es fand sich nicht der geringste Hinweis auf einen möglichen Absturz – keine Wrackteile, kein Treibstoff- oder Ölfilm.

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Am Sonntag stiegen deshalb weitere Hubschrauber in die Luft, um die Vermissten zu suchen. Auch Ulrich W.’s Freunde von Mühldofer Fliegerclub setzten sich an den Steuerknüppel und durchkämmten die Gegend südlich von Mühldorf. Doch der Waldkraiburger und der Töginger blieben bis zum späten Nachmittag vermisst.

Ingo Mierswa, zweiter Vorsitzender des Fliegerclubs, ist völlig ratlos angesichts des mysteriösen Verschwindens des Ultraleichtflugzeugs. Er weiß: „Ulrich ist ein sehr guter Pilot. Er hat jahrelange Erfahrung und ist ein Vorbild in Sachen Flugsicherheit. Die Maschine ist sein Heiligtum.“ Nie würde der Mediziner sich und seine Flugäste in Gefahr bringen.

Der 46-jährige Ulrich W. ist ein Vielflieger. „Gute 100 Stunden ist er pro Jahr in der Luft“, berichtet Mierswa. Dass der Pilot an diesem Freitag bei guten Wetterbedingungen einen groben Fehler gemacht hat, scheint deswegen für den Fliegerclub-Vorstand fast ausgeschlossen – noch also gibt es Hoffnung.

sd.

Quelle: tz

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