Vier Jahre nach schrecklichem Unfall

Vier Mädchen tot: Die Trauer will nicht enden

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Ein Foto von der Unfallstelle

Waldkirchen - Vier Jahre ist der schreckliche Unfalltod von vier Mädchen aus Waldkirchen jetzt her - eine Tragödie, die die gesamte Region erschüttert hat. Bis heute trauern Familien und Freunde um die vier Mädchen.

Sie lachen auf den Bildern. Sie umarmen sich. Sie strahlen vor Glück. Nicole, Christina, Tanja und Jeanett – die vier Mädchen aus Waldkirchen (Kreis Freyung-Grafenau) waren glückliche Teenager. Bis sie am 20. April 2009 tödlich verunglückten. Vier Jahre ist die Tragödie jetzt her; eine Tragödie, die die gesamte Region erschüttert hat. Bis heute trauern Familien und Freunde um die vier Mädchen.

Am Unglückstag treffen sich die vier Mädels gemeinsam mit Freunden am Baywa-Parkplatz, von dort aus wollen sie zu einem Schnellrestaurant nach Freyung fahren. Jeanett (19) fährt mit ihren Freundinnen Nicole, Tanja und Christina (alle 17) vorneweg. Der Rest der Truppe folgt in einem anderen Auto. Dann passiert die Tragödie. Bei Wotzmannsreut verliert Jeanett die Kontrolle über den Wagen, gerät ins Schleudern und kracht in einen entgegenkommenden Mazda. Der Wagen mit den vier Mädchen fängt Feuer. Sie haben keine Chance – alle vier sind sofort tot.

Innerhalb weniger Sekunden ist das Leben der vier Mädchen ausgelöscht. Bis heute schmerzt die Waldkirchener, dass das junge Leben des Quartetts so abrupt endete. Die Mädchen hatten so viel vor. Während Jeanett Polizistin werden wollte, arbeite Nicole in einem Büro, Christina in einem Modegeschäft und Tanja in einem Friseursalon.

Mit einer großen Gedenkfeier haben die Eltern am vierten Todestag bei einem Gottesdienst in aller Stille Nicole F., Christina S., Tanja S. und Jeanett B. gedacht.

Bei der Diözesan-Jugendwallfahrt am Wochenende zuvor trugen Freundinnen ein Kreuz mit den eingravierten Namen der Toten nach Altötting.

Doch auch im Internet wird die Erinnerung an die vier Freundinnen aufrecht erhalten. In liebevollen Videos auf der Internetplattform YouTube schreiben Freundinnen: „Ihr fehlt noch immer, ich kann es nicht glauben.“ Bis zu 54 000-mal wurden die Videos schon angeklickt.

Eines der Trauervideos hat die Mutter einer Verstorbenen selbst gemeinsam mit einer Freundin produziert und online gestellt. „Wenn man sich die Bilder anschaut, leben sie noch“, sagte die Mutter der Passauer Neuen Presse. Mit viel Liebe zum Detail hat sie das Video gestaltet. Zwischen die Szenen mit Bildern voller Lebensfreude schnitten sie bewegende Worte wie „Ich weiß, dass wir uns eines Tages wiedersehen“.

tz

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