50.000-Euro-Schaden in Waakirchen

Haus bei "Facebook-Party" verwüstet

Waakirchen - Ein 16-jähriger Waakirchner hatte 30 Freunde zu einer Party nach Hause eingeladen. Dank eines sozialen Netzwerks kamen 200 Gäste. Sie hinterließen eine Spur der Verwüstung. Sachschaden: 50.000 Euro.

Der Vater des 16-jährigen, der sich an diesem Abend außer Haus aufhielt, hatte einer Party mit Schulfreunden zugestimmt.

Die Einladungen hatte der Jugendliche über SMS und auch über ein soziales Netzwerk ausgesprochen. Die offiziell geladenen Gäste trafen ab 20 Uhr im Einfamilienhaus in Waakirchen ein.

Im Verlaufe des Abends kamen rund 200 ungeladene Gäste hinzu, die vermutlich von der Party über ein soziales Netzwerk erfuhren, nachdem einer der Teilnehmer dort das „Event“ gepostet hatte.

Im Haus und drum herum ging es drunter und drüber: Einfach aus Zerstörungswut wurde Mobiliar und Einrichtungsgegenstände massivst beschädigt oder zerstört, abgesperrte Türen aufgebrochen und dabei sogar Türstöcke beschädigt, Vorhänge heruntergerissen, Farbeimer ausgekippt. Und das ganze Haus in eine Müllhalde verwandelt.

Die größten Facebook-Partys

Die größten Facebook-Partys

2000 Menschen "feierten" in München im Dezember 2011 das neue Alkoholverbot in der S-Bahn. 50 Wagen nahmen Schaden. Es ist nicht die erste eskalierte Facebook-Party. © dpa
Hamburg, 1000 Menschen, September 2011: Deutlich gesitteter als in München verlief das Saufgelage in der Hamburger U-Bahn. Bis auf wenige Sachbeschädigungen blieb es ruhig. © dpa
Hamburg-Bramfeld, 1600 Menschen, Juni 2011: Die Geburtstagsfeier der 16-jährigen Thessa eskalierte – sie hatte die Privatfeier versehentlich auf Facebook veröffentlicht. Ein kompletter Straßenzug wurde verwüstet – 50 000 Euro Sachschaden. © dpa
Wuppertal, 800 Menschen, Juni 2011: Als die Polizei das Alter der Partygäste kontrollierte, eskalierte die Feier: Flaschen und Feuerwerkskörper flogen. Bilanz: 16 Verletzte, drei Festnahmen. © dpa
München, 700 Menschen, Mai 2011: Eigentlich sollten nur 30 Freunde kommen, bei der Party im Englischen Garten wurden es mehr als das 20-fache. Wegen Ruhestörung machte die Polizei dem Treiben ein Ende. © Symbolfoto: dpa
Sylt, 4500 Menschen, ­Juni 2009: Sie kamen zur spontanen Riesen-Strandparty, feierten und tranken. Ein sternhagelvoller Randalierer musste festgenommen werden. © Symbolfoto: dpa
Heusweiler, 2000 Menschen, Juli 2011: Die Privatparty eines 16-Jährigen im Saarland wurde zum Massenauflauf. Größere Gruppen zogen randalierend durchs Wohngebiet. Folge: mehrere Festnahmen und ein Gesamtschaden von 50 000 Euro. © Symbolfoto: AP
Cuxhaven, 400 Menschen, September 2011: Ein falsch gesetztes Häkchen auf Facebook – und die Party einer Schülerin kulminierte – Sachbeschädigungen und eine Festnahme. © Symbolfoto: dpa
Lörrach, 500 Menschen, Juni 2011: Per Facebook wurde zur Freiluft-Techno-Party in Lörrach (Baden-Württemberg) aufgerufen. Die Gäste verhielten sich friedlich, beschallten aber die ganze Stadt. © Symbolfoto: dpa
Hohenbrunn, 300 Menschen, November 2010: Hanna (18) hatte eigentlich nur mit ein paar Freunden gerechnet und ließ die ungebetenen Gäste nicht ins Haus. Die versuchten daraufhin, die Tür einzudrücken. Die Polizei machte dem Spuk ein Ende. © Symbolfoto: dpa
Hasenloh (Nähe Hamburg), 3500 Zusagen, 0 Gäste, August 2011: Ausgerechnet die Facebook-kritische CDU lud über das soziale Netzwerk zum Sommerfest. Das fanden mehr als 3500 Nutzer so lustig, dass sie prompt zusagten. Der CDU war das nicht geheuer, sie sagte die Feier ab. © Symbolfoto: dpa

Der Gastgeber sowie Nachbarn hatten gegen 23 Uhr die Polizei verständigt, welche mit massiven Kräften die „Party“ auflöste.

Insgesamt waren mit Unterstützung der Nachbardienststellen 14 Polizeistreifen vor Ort. Von einem Großteil der Partybesucher konnten hierbei die Personalien festgestellt werden.

Die Bilanz des Schreckens sieht so aus: Der Sachschaden dürfte sich nach ersten Schätzungen auf mindestens 50.000 Euro belaufen. Außerdem stellte der Geschädigte fest, dass aus dem Haus mehrere Armbanduhren, sowie auch ein iPhone entwendet wurden. Der Beuteschaden beläuft sich hierbei auf 5000 Euro.

Gegen die vermeintlichen Täter wird wegen schweren Hausfriedensbruch, Sachbeschädigung und Diebstahl ermittelt.

Rubriklistenbild: © picture alliance / dpa

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