"Man will mich loswerden"

Wahlbetrug? Ärger für Bussi-Schorschi

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Bekannt geworden als Bussi-Schorsch, engagiert sich Georg Weiß nun als Kommunalpolitiker für Schechen.

Schechen - Die Staatsanwaltschaft ermittelt gegen den als Bussi-Schorsch bekannt gewordenen Georg Weiß. Wurde er rechtmäßig in den Gemeinderat gewählt?

Ärger für Bussi-Schorschi! Nach seiner gescheiterten Kandidatur als Bürgermeister für Schechen (Kreis Rosenheim) im Frühjahr vergangenen Jahres sitzt Georg Weiß zumindest jetzt im Gemeinderat. Doch ob alles rechtmäßig lief? Die Gemeindeleitung zweifelt und ließ die Wahl prüfen.

Nun ermittelt die Staatsanwaltschaft wegen Wahlbetrug und droht mit Strafe – und der als Bussi-Schorschi bekannt gewordene Weiß schimpft gegenüber rosenheim24.de: „Man will mich loswerden!“

Tatsache ist: Georg Weiß polarisiert. Nach schrägen Aktionen und TV-Auftritten macht Weiß seit der Kommunalwahl im Frühling auf ernst. Er stellte sich als Bürgermeistkandidat mit seiner Partei „Engagierte Bürger für Schechen“ zur Wahl, scheiterte, sitzt nun aber immerhin im Gemeinderat.

Weiß könnte seinen Sitz verlieren

Die Staatsanwaltschaft ermittelte in den vergangenen Monaten und geht davon aus, dass Wahlvorschriften verletzt wurden. Per Briefwahl wurden mindestens acht Stimmzettel von Wählern geschickt, die nach eigener Aussage nicht an der Wahl teilnahmen.

Laut rosenheim24.de geht man im Landratsamt davon aus, dass die Sitzverteilung im Gemeinderat also fehlerhaft ist. Über die acht Stimmzettel entfielen auf Georg Weiß jun. 120 ungültige Stimmen. Rechnet man diese aus dem Wahlergebnis heraus, verliert Weiß seinen Sitz und die CSU bekommt einen dazu. Womöglich droht Schechen nun eine Neuwahl.

Und Bussi-Schorschi? Laut rosenheim24.de habe die Staatsanwaltschaft Strafbefehl gegen Georg Weiß und seine Schwester, die ebenfalls im Gemeinderat sitzt, erlassen. Darin fordere die Staatsanwaltschaft für beide wegen Wahlbetrugs eine Strafe von neun Monaten auf Bewährung.

Georg Weiß selbst sagte: „Das lasse ich mir nicht gefallen! Ich bin klar von den Bürgern gewählt worden. Man will mich mit aller Gewalt loswerden, doch ich werde nicht einfach so zurücktreten.“

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