Buschmoped, Güllepumpe oder gar eine Zeitmaschine?

Ominöser Waldfund: Was ist das denn bitte? Rätsel gelöst

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Zurückgelassen: Die Simson-Maschine steht seit den 1980er Jahren im Wald. 

Wallgau - Das Rätsel ist gelüftet: Der Schaffer der seltsamen Konstruktion, die in einem Waldstück entdeckt wurde, hat sich gemeldet. Er verrät, was es mit der Maschine auf sich hat. 

Einsam und verlassen steht sie in einem Waldstück abseits des Wallgauer Panoramawegs. Die ungewöhnliche Maschine des Zweiradherstellers Simson. Doch was hat es mit ihr auf sich? Um das Rätsel zu lüften, hat das Garmisch-Partenkirchner Tagblatt seine Leser um Hilfe gebeten. Lustige und phantasievolle Vorschläge erreichten die Kollegen auf der Tagblatt-Facebook-Seite – von der Zeitmaschine, einem Buschmoped, einer Güllepumpe bis hin zu einem All-Terrain-Einsatzfahrzeug der Fallschirmjäger der Nationalen Volksarmee, die die Gebirgsjäger-Kasernen in Mittenwald einnehmen wollten. Fritz Lauterer aus Bergheim griff zum Hörer. Er vermutete, dass es sich um eine Seilwinde handelt, die am Motor befestigt und über den Lenker bedient wurde. Des Rätsels Lösung hatte aber ein anderer Anrufer parat.

Der Mann, der namentlich nicht genannt werden will, gackert ins Telefon. „Ich hab’ mich fast nicht mehr gekriegt, als ich das Foto in der Zeitung gesehen hab’.“ Er selbst hat die Maschine ausgetüftelt, gemeinsam mit zwei Spezln. Damals, 1986 oder 1987 war das, so genau weiß er das nicht mehr, mit 14 oder 15 Jahren. Seit dieser Zeit führt das Gerät in dem Waldstück ein Eigenleben.

Für das Trio spielte es eine wichtige Rolle. „Wir waren immer in einer Hütte“, sagt der unbekannte Erschaffer, der mittlerweile in Niederbayern wohnt. „Und da brauchten wir Licht.“ Also haben die Jugendlichen einen Fünf-Liter-Kanister an den Motor gehängt, vorne und hinten Lichter angebracht und so einen außergewöhnlichen Generator zur Stromerzeugung gebastelt. Die Alternative zu Kerzen. Während die Simson-Maschine heute Liebhaberwert besitzt, „ging sie damals billig her“, erzählt der Erfinder und lacht wieder. Zwei Stunden am Tag sei sie gelaufen und hat ihren Zweck erfüllt, gerade in den Wintermonaten.

Wer seine Kumpanen waren, dieses Geheimnis behält der Mann aber eisern für sich, gibt nur einen Tipp: Einer davon sei jetzt im Isartal politisch hoch angesehen. Den Namen will er wohlweislich nicht preisgeben. Der Lichtmaschinenbauer gibt ein neues Rätsel auf.

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