Tragischer Unfall?

Bauer soll Ehefrau mit Gülle umgebracht haben - Verteidiger haben andere Theorie

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Ein Landwirt aus Wallerstein soll seine Frau mit Gülle umgebracht haben. (Symbolbild)

Die Staatsanwaltschaft hat gegen einen Landwirt aus Wallerstein Mordanklage erhoben. Er soll seine Frau umgebracht haben - mit Gülle. Die Vorwürfe streitet er ab.

Update vom 15. Oktober 2019: Im Prozess um den angeblichen „Gülle-Mord“ an einer Bäuerin aus Nordschwaben haben die Verteidiger des angeklagten Ehemanns die Mordthese zurückgewiesen. Der Bauer aus Nordschwaben steht seit Dienstag vor dem Landgericht Augsburg, weil er seine Ehefrau bewusstlos geschlagen und sie dann mit Gülle übergossen haben soll, bis sie erstickte. Der Mann bestreitet die Tat.

Die Rechtsanwälte des 55-jährigen Deutschen sagten zum Prozessauftakt, dass es sich tatsächlich wohl um einen „schlichten Unfall“ handele. Die Verteidiger glauben, dass die 51 Jahre alte Frau im September 2018 auf dem Hof in Wallerstein (Landkreis Donau-Ries) selbst in die Güllegrube gestiegen und dort gestürzt ist. Danach habe sie noch aus der Grube steigen können und sei dann gestorben. Bereits im Vorfeld der Verhandlung hatten die Anwälte die Mordanklage als „abenteuerlich“ bezeichnet.

Die Staatsanwaltschaft geht davon aus, dass der Mann seine Partnerin umgebracht hat, weil sie sich scheiden lassen wollte. Der Mann habe das gemeinsame Vermögen für sich behalten wollen und habe deswegen bereits rund 130 000 Euro Bargeld versteckt. Die Strafkammer hat zunächst 14 weitere Verhandlungstage geplant, das Urteil wird im Januar 2020 erwartet.

Mann soll Ehefrau mit Gülle umgebracht haben - Bauer bestreitet Vorwürfe

Update vom 18. April, 12.33 Uhr: Hat ein Landwirt aus Wallerstein seine Frau ermordet? Der 54-Jährige soll die 51-Jährige mit Gülle umgebracht haben. Der genaue Ablauf der Tat ist nicht bekannt. Das Motiv: Habier. Das berichtet die Bild unter Berufung auf Ermittler und bezieht sich dabei auf die Verletzung am Hinterkopf der Frau sowie weitere Indizien. Hintergrund sei die Trennung gewesen, die die Frau geplant habe (siehe unten). 

Der Bauer selbst bestreitet die Vorwürfe. Es sei ein tragischer Unfall gewesen, zitiert Bild den Verteidiger des Landwirts. Die Frau sei in die Grube gestiegen, ausgerutscht und daraufhin hingefallen, heißt es weiter. Und: Die 51-Jährige habe sich noch selbst befreien können, brach dann jedoch zusammen. Als der Landwirt seine Frau fand, rief er den Notarzt. 

Die Theorie der Staatsanwaltschaft sei abenteuerlich, wird der Verteidiger weiter zitiert. 

Leiche in der Nähe einer Güllegrube entdeckt: Mordanklage gegen Landwirt

Augsburg - In Schwaben soll ein Landwirt seine Ehefrau mit Gülle umgebracht haben. Die Augsburger Staatsanwaltschaft hat gegen den 54-Jährigen Anklage wegen Mordes erhoben. Motiv soll die von der 51-Jährigen geplante Trennung gewesen sein. Der Bauer habe befürchtet, in dem Fall das Vermögen des Paares von mehr als 130 000 Euro nicht für sich alleine behalten zu können, erklärte Oberstaatsanwalt Matthias Nickolai am Montag. Einen Termin für einen Prozess vor dem Landgericht Augsburg gibt es noch nicht.

Mordanklage gegen Landwirt: Gülle im Körper der Frau festgestellt

Die Leiche der Frau aus Wallerstein (Landkreis Donau-Ries) war im September 2018 in der Nähe einer Güllegrube entdeckt worden. Bei der Obduktion war Gülle im Körper festgestellt worden, zudem soll das Opfer Schläge gegen den Kopf erhalten haben. Wie genau die 51-Jährige von ihrem Ehemann getötet worden sein soll, berichtete Nickolai nicht. Dies müsse im Strafprozess geklärt werden.

dpa

Ist der Radiosender Antenne Bayern hier zu weit gegangen? Für die Einlösung einer Wettschuld musste Moderatorin Marion Schieder an ihre Grenzen gehen, denn es war Gülle im Spiel, wie Merkur.de* berichtet. Für Aufsehen sorgte derweil das Kuhglocken-Urteil: Ilse Aigner mit Ansage an Zugezogene in Bayern - Streit könnte weitergehen (Merkur.de*).

*Merkur.de ist Teil des bundesweiten Ippen-Digital-Redaktionsnetzwerks.

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