Gewerkschaften fordern mehr Lohn

Warnstreiks bei Straßenmeistereien in Südbayern

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München - Im Tarifstreit des öffentlichen Dienstes der Länder hat es am Montag erste Warnstreiks auch in Bayern gegeben. Daran beteiligten sich nach Angaben der Gewerkschaft Verdi mehrere Hundert Beschäftigte.

Allein beim Finanzamt Rosenheim hätten an die 120 Mitarbeiter die Mittagspause für eine Kundgebung genutzt, sagte der Verdi-Tarifkoordinator für die Region, Robert Metzger. Beschäftigte des Wasserwirtschaftsamts Rosenheim sowie mehrerer Autobahn- und Straßenmeistereien waren aufgerufen, die Arbeit zu Schichtbeginn am Montagmorgen ruhen zu lassen.

Neben den Autobahnmeistereien Rosenheim und Siegsdorf waren laut Gewerkschaft Straßenmeistereien in Ampfing, Traunstein, Bischofswiesen, Freilassing, Hausham und Rosenheim von dem Warnstreik betroffen. Auch bei den Flussmeisterstellen Rosenheim, Wasserburg, Benediktbeuern und Piding hätten Beschäftigte die Arbeit zu Wochenbeginn nicht angetreten.

Die Gewerkschaften fordern 5,5 Prozent mehr Lohn, mindestens aber 175 Euro mehr. Der stellvertretende Verdi-Landesbezirksleiter Norbert Flach sagte, eine angemessene Tariferhöhung abhängig zu machen von Abstrichen in der betrieblichen Altersversorgung grenze an Erpressung und sei ein zynischer Beitrag zu Altersarmut. Die nächste Verhandlungsrunde für die rund 800 000 Tarifbeschäftigten der Länder ist für Mitte März angesetzt.

dpa

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