Immer mehr Münchner müssen wegen der Hitze zum Arzt

Warum macht uns das Wetter so schlapp?

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So kann man sich bei dem Wetter natürlich auch Abkühlung verschaffen: Einfach in den Fischbrunnen springen.

Der eine leidet unter Schwindelgefühlen, der andere hat pochende Kopfschmerzen, und fast jeder schläft schlecht: Die extreme Sommerhitze macht vielen Menschen derzeit so richtig zu schaffen, einige machen regelrecht schlapp.

Was sich jetzt auch in den Münchner Arztpraxen zeigt – anhand rappelvoller Wartezimmer. Denn immer mehr Patienten kommen in den vergangenen Tagen teils mit starken Kreislaufproblemen zum Mediziner.

So wie in der Praxis von Dr. Martin Braun in der Au. „Wir haben mehr Patienten als sonst“, erklärt der Arzt. Besonders ältere Menschen treffe die Hitze hart. Woran das liegt, kann Professor Jürgen Kleinschmidt, Klimatologe der Universität München genau erklären: „Ein normaler Mensch kann sich gut auf heißere Temperaturen einstellen, weil der Körper in der Lage ist, seine Temperatur durch eine Art biologische Klimaanlage zu steuern. Da der Körper Schweiß zur Kühlung produziert und sich die Blutäderchen weiten, um Hitze an die Umgebung abzugeben, wird die Körpertemperatur im Normalfall auf 37 Grad gehalten.“ Es gibt aber auch Menschen (eben vor allem ältere), bei denen dieser Mechanismus versagt oder nicht mehr richtig arbeitet. Dazu kommt: Wenn es so richtig schwül ist, bringt auch das Schwitzen des Körpers keine Abkühlung mehr.

Was also tun? Eine Möglichkeit, das „Einbrechen“ bei Wärme zu vermeiden, ist, regelmäßig (also das ganze Jahr über) in die Sauna oder ins Dampfbad zu gehen und sich vor keinem extremen Wetter zu verstecken. „So wird der menschliche Körper darauf trainiert, sich in solchen Situationen selbst zu helfen.“ Abhärtung lautet also das Stichwort.

Immerhin: Wo Schatten ist, ist ja bekanntlich auch Licht. Einige macht die Wärme erst so richtig munter, wie der Herzspezialist Dr. Sigmund Silber weiß: „Vielen Patienten mit Herzproblemen geht es im Sommer besser, weil sich die Herzkranzgefäße erweitern. Dadurch hat der Betroffene weniger Schmerzen und fühlt sich allgemein besser.“ Generell dürfe niemand vergessen, zwei bis drei Liter Wasser pro Tag zu trinken. Experte Dr. Silber: „Man kann sich also zweifelsohne selbst helfen.“

So behalten Sie bei diesem Wetter einen kühlen Kopf:

Die Hitze in München – alleine gestern hatte es wieder über 30 Grad. Hier sind einige Tipps, wie Sie fit bleiben:

Wenn es der Magen verträgt, dürfen die Getränke ruhig kalt bis eiskalt sein, das erfrischt.

Auch gegen ein Glas Weißbier ist nichts einzuwenden: Der Alkohol erweitert die Adern und sorgt so für Kühlung. Allerdings sollte man es bei einem halben Liter belassen!

Wer schwitzt, verliert Salz und Mineralien. Daher muss auch dem Körper das Salz in verstärktem Maße durch Essen oder Trinken (einfach einen Löffel voll in die Mineralwasser-Flasche) wieder zugeführt werden.

Die Mahlzeiten sollten leicht und gut verdaulich sein (viel Obst und Gemüse). Das entlastet den Organismus sowie Magen und Darm. Kein Essen mehr drei Stunden vor dem Schlafengehen!

Wer nicht schlafen kann, dem helfen Wadenwickel mit kalten Waschlappen kurz vorm Insbettgehen.

Quelle: tz

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