Nach "Aktenzeichen XY"-Suche

Wasserleiche aus dem Lech: Identität geklärt

Augsburg - Bereits am 18. Juni wurde eine Wasserleiche bei Augsburg aus dem Lech gezogen. Bislang war unklar, wer die tote Frau ist. Doch nun hat die Polizei die Identität ermittelt.

Erst vor wenigen Tagen war die unbekannte Tote Thema in der ZDF-Sendung "Aktenzeichen XY ... ungelöst". Vor etwa drei Monaten wurde sie zwischen Kuhsee und Auensee im Lech gefunden und gab der Polizei bislang Rätsel auf - niemand kannte sie, niemand vermisste sie. Doch die ZDF-Sendung half den Ermittlern nun: Der entscheidende Tipp ging nur zwei Tage nach der Ausstrahlung ein.

Wie augsburger-allgemeine.de berichtet, meldete sich eine Frau aus dem Raum Frankfurt bei der Polizei. Sie glaubte, dass es sich bei der Leiche um eine entfernte Verwandte aus Augsburg handeln könne. Sie habe sie nicht vermisst, weil sie glaubte, ihre Verwandte wolle die Sommermonate wegen einer Pollenallergie in Rumänien verbringen.

Aus dem Land, genauer gesagt aus Siebenbürgen, stammt die 52-jährige Tote auch. Das haben DNA-Proben ergeben, die die Ermittler in deren Wohnung sicherten und in der Rechtsmedizin in München mit der Leiche verglichen haben.

Demnach war die 52-Jährige Rentnerin und stammte aus Rumänien, lebte aber schon seit vielen Jahren in Augsburg. Zuletzt war sie in Hochzoll gemeldet. Dort hatte sie zwar auch Verwandte, doch laut Polizei sehr wenig Kontakt zu ihnen. Die Berichte in den Medien über die Tote haben diese nicht mitbekommen.

Wie die Frau jedoch gestorben ist, hat die Polizei noch nicht herausgefunden. Die Ermittlungen dauern an. Hinweise auf Fremdeinwirkung gebe es aber bei der Kripo Augsburg derzeit nicht.

pak

Rubriklistenbild: © picture-alliance/dpa/dpaweb

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