Strategiechef Philipp Freiherr von B. (32) war nur zwei Wochen im Amt

Wegen Hitlergruß! CSU-General feuert engen Vertrauten

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Handelt umgehend: Karl-Theodor zu Guttenberg

Ein lauter Paukenschlag in der Anfangsphase der neuen CSU-Zeitrechnung!

Der CSU-Generalsekretär Karl-Theodor zu Guttenberg feuerte gestern seinen engen Vertrauten, den Leiter der CSU-Strategieabteilung Philipp Freiherr von B.(32). Grund: ein Foto aus den 90er-Jahren, auf dem der damals 16-Jährige mit Saufkumpanen zu sehen ist –  drei von ihnen, darunter von B. – heben den Arm zum Hitlergruß.

Guttenberg, der für die CSU im Bundestag sitzt, bezeichnete dieses Verhalten als „inakzeptabel“. Zumal sein Urgroßonkel Karl Ludwig zu Guttenberg auch aufgrund seiner Verbindung zu Hitler-Attentäter Graf von Stauffenberg während der Ereignisse des 20.Juli 1944 festgenommen und später von der Gestapo hingerichtet worden war.

Der nun Geschasste war von Guttenberg eingestellt und zunächst zu seinem Büroleiter in Berlin aufgebaut worden. Als Guttenberg Generalsekretär wurde, stieg der 32-Jährige als dessen engster Vertrauter in der Landesleitung auf. Er sollte hier die Abteilung Strategie und Kommunikation koordinieren und die Parteiarbeit beaufsichtigen, falls Guttenberg in der Hauptstadt zu tun hätte.

Hinter dem Rücken des aus Franken stammenden 32-Jährigen, der vor Kurzem nach München gezogen war, soll von Anfang an gelästert worden sein: „Der Herr Chefverwalter im Schloss Nymphenburg.“

Guttenberg war laut Münchner Merkur von einer rechtsradikalen Gesinnung seines Mitarbeiters nichts bekannt gewesen. Weitere Politiker in der Landesleitung äußerten sich ähnlich. Allerdings trat dort Philipp Freiherr von B. in seiner knappen Zeit öfters forscher auf, als wohl einigen lieb war. Er soll wegen seines ausgeprägten Selbstbewusstseins bereits angeeckt sein.

Nach dem Bekanntwerden des Nazi-Skandals musste der Jungpolitiker laut Münchner Merkur noch gestern sein Büro räumen und die Landesleitung verlassen. Nun hat er wenigstens wieder Zeit, sich seiner Doktorarbeit zu widmen, die sich mit der argentinischen Außenpolitik beschäftigt.

MC

Quelle: tz

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