Erzieher wollte ihm Lektion erteilen

Bub verirrt sich im Wald - Strafe führt zu Großeinsatz

Weitnau - Ein Erzieher wollte einen 13-Jährigen bestrafen und die letzten fünf Kilometer zurück zum Heim selbst laufen lassen. Doch der Bub verirrte sich im Wald. Es kam zum Großeinsatz.

Mit der Bestrafung eines 13-jährigen Buben hat ein Erzieher im Allgäu einen Großeinsatz von Feuerwehr und Bergwacht ausgelöst. Nach Angaben der Polizei in Kempten hatte der Mann das Kind am Samstagnachmittag bei einer Ausflugsfahrt fünf Kilometer vor Weitnau aus dem Bus aussteigen lassen. Den Rest der Strecke zurück ins Erziehungsheim sollte der Bub zu Fuß laufen. Dabei verirrte er sich jedoch in einem Wald. In der Nacht meldete der Betreuer den Buben als vermisst. 75 Feuerwehrleute, Bergwacht-Mitarbeiter und Polizisten waren anschließend mit Spürhunden unterwegs, bis ein Trupp ihn nach Mitternacht fand.

dpa

Update:

Der Erzieher äußerte sich gegenüber der Allgäuer Zeitung und stellte klar, dass es sich um keine Strafe gehandelt habe. Der 13-Jährige habe Grenzen aufgezeigt bekommen sollen - und wäre bei normalem Tempo vor Einbruch der Dunkelheit in der Jugendhilfeeinrichtung angekommen. Ein detaillierter Bericht ging an die Heimaufsicht. Der Bezirk Schwaben den Fall aufgrund der Stellungnahme zu den Akten gelegt.

Rubriklistenbild: © dpa (Symbolbild)

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