Petition findet regen Anklang

Werdenfelsbahn: Pendler führt Protokoll

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Wenig Platz und zu spät dran: Derzeit haben es Pendler in der Werdenfelsbahn wahrlich nicht leicht.

München - Bahn-Passagiere wehren sich nun gegen die Verspätungen bei der Werdenfelsbahn. Die Online-Petition findet regen Anklang. Ein Pendler hat ein Verspätungsprotokoll geführt.

Rappelvolle Züge, ständige Verspätungen und manchmal kommt die Bahn gar nicht: Pendler, die täglich auf der Werdenfelsstrecke unterwegs sind, haben es wahrlich nicht leicht. Wie die tz berichtete, gibt es seit der Fahrplanumstellung im Dezember massive Probleme. Doch jetzt reicht es den leidgeprüften Fahrgästen. Sie haben eine Petition gegen die „unhaltbaren Zustände“ ins Leben gerufen. Und: Donnerstag Abend sollten sich die DB-Regio-Chefs wegen des täglichen Chaos auch noch im Weilheimer Stadtrat erklären.

Der Zugwahnsinn – der Berufspendler Achim von der Osten (53) aus Huglfing (Landkreis Weilheim-Schongau) will ihn nicht länger hinnehmen. Mit einer Unterschriftensammlung macht er mobil gegen den täglichen Wahnsinn. Er fordert zuverlässigere Verbindungen und ausreichend Sitzplätze auf der Verbindung zwischen Mittenwald und München – per Petition. Die Aktion läuft bis 16. März über das Internetportal www.openpetition.de. Stichwort: Werdenfelsbahn. Dort kann mittels Handy unterzeichnet werden. Donnerstag Nachmittag hatten sich schon knapp 700 Personen an der Aktion beteiligt. Die Unterschriften sollen dann an die DB Regio, die Bayerische Eisenbahngesellschaft und den bayerischen Landtag übergeben werden, um „eine möglichst umgehende Verbesserung zu erreichen“, so von der Osten. Als er Dienstagfrüh im Zug nach München Infoblätter verteilte, herrschte dort – mal wieder – das befürchtete Chaos: Bis Tutzing war nur eine von zwei Zuggarnituren unterwegs, die Fahrgäste standen dicht gedrängt.

Wie schlimm die Zustände sind, hat Pendler Thomas W. dokumentiert. Er muss jeden Tag mit der Werdenfelsbahn von Tutzing nach München. „Bisher war der Zug seit Dezember nicht einmal pünktlich“, schimpft der Fahrgast. Am 7. Januar wurde es ihm dann zu bunt: Er notierte jeden Morgen genau, um wie viel Minuten der Zug zu spät kam (siehe Tabelle). Seine Ergebnisse schickte er an die Bahn.

Warum die Züge zu spät sind? Zum einen hakt es beim Typ Talent 2 oft an der Computertechnik, zum anderen gibt es beim An- und Abkoppeln Schwierigkeiten. Und weil die Züge oft zu kurz sind, müssen viele Fahrgäste stehen.

age/gre

Protokoll der Verspätungen Zug ab Tutzing um 7.32 Uhr

Tag Verspätung
7. Januar 2014 28 Minuten
8. Januar 8 Minuten
9. Januar 17 Minuten
10. Januar 10 Minuten
13. Januar 15 Minuten
15. Januar 11 Minuten
16. Januar 6 Minuten
17. Januar 14 Minuten

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