NS-Vergangenheit

Wernher-von-Braun-Gymnasium legt Namen ab

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Die undatierte Aufnahme zeigt den Raketen- und Weltraumforscher Wernher von Braun im Kennedy-Raumfahrtzentrum auf Cape Canaveral in Florida.

Friedberg - Nach einem kritischen Fernsehbericht will das Wernher-von-Braun-Gymnasium in Friedberg den Namen des wegen seiner Nähe zum NS-Regime in Verruf geratenen Raketenpioniers ablegen.

Durch den Bericht in der ARD sei die Schülerschaft bundesweit in ein schiefes Licht gerückt worden, heißt es in einer Erklärung der Schulleitung, über die zuerst die „Augsburger Allgemeine“ und die „Süddeutsche Zeitung“ (Dienstag) berichteten. Die Schule sehe sich daher zu sofortigem Handeln gezwungen.

Der Name der Schule war seit Monaten Streitthema. Braun war NSDAP-Mitglied und hatte während des Zweiten Weltkriegs die V2-Rakete entwickelt, bei deren Produktion viele KZ-Häftlinge starben. Kultusminister Ludwig Spaenle (CSU) hatte schon vor Monaten in diplomatischen Worten an die Schule appelliert, sich die Namensgebung gut zu überlegen, der Kreistag Aichach-Friedberg hatte den Namenswechsel schon im März gefordert. Die Schule startete stattdessen jedoch einen Dialog über die Schulcharta, der noch bis zum Ende des Schuljahrs dauern sollte.

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dpa

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