News-Ticker

Neues Wetter-Ungemach für Bayern: DWD spricht Warnung für den Alpenrand aus

In den bayerischen Alpen herrscht eine große Lawinengefahr. Darauf weist der Lawinenwarndienst Bayern hin. Alle Nachrichten in unserem Wetter-Ticker.

+++ Dieser Ticker ist beendet. Weiter geht es hier. +++

Update vom 21. Januar, 21.36 Uhr: Nach den ergiebigen Schneefällen in den vergangenen Tagen - vor allem am Alpenrand - droht jetzt neues Wetter-Ungemach. Der Deutsche Wetterdienst hat für die Voralpenregion sowie Teile Oberfrankens die zweite Warnstufe ausgerufen. Es drohen teils starke Sturmböen. Bis Freitagmittag bleibt es so windig, dann beruhigt sich die Lage wieder ein wenig.

Erst kam der Schnee, jetzt folgt der Sturm.

Vor allem in den Föhntälern und im nördlichen Bergland kann der Wind Geschwindigkeiten von bis zu 70 Kilometern in der Stunde erreichen. In den Alpenhochlagen sind bis zu 120 Stundenkilometer drin. Dazu kann es nördlich der Donau - besonders in Niederbayern - immer mal wieder regnen. Die Temperaturen bewegen sich um die null Grad. Es droht also Glätte.

Im Allgäu und in den Werdenfelser Alpen müssen die Menschen auf den Straßen ebenfalls vorsichtig sein. Viele Bäume sind durch den Schneefall und das anschließende Tauwetter stark in Mitleidenschaft gezogen worden. Durch den Sturm kann es jetzt dazu kommen, dass einzelne Äste abbrechen und auf die Straße fallen. Der Garmisch-Partenkirchener Ortsteil Griesen* war zuletzt gar einige Tage lang von der Außenwelt abgeschnitten.

Wetter in Bayern: Lawinendienst gibt für die Alpen „erhebliche Gefahr“ aus

Update vom 21. Januar, 7.26 Uhr: In den bayerischen Alpen herrscht oberhalb 1800 Metern eine „erhebliche Lawinengefahr.“ Wie der Lawinenwarndienst Bayern mitteilte, sind „viele, frisch entstandene Triebschneansammlungen“ das Hauptproblem. Dazu heißt es weiter: „Gefahrenstellen finden sich oberhalb 1800m an eingefrachteten Steilhängen aller Expositionen, in Rinnen und Mulden.“ Dem Warnbericht zufolge können Lawinen „groß werden, wenn bodennahe, schwache Schneeschichten gestört werden. Dies ist besonders am Übergang von wenig zu viel Schnee und bei der Einfahrt in Rinnen und Mulden möglich.“

Außerdem können sich nasse und feuchte Lockerschneelawinen an sehr steilen, felsdurchsetzten Hängen, in Waldschneisen oder an starken Böschungen von selbst lösen. „Lawinen erreichen mittlere Größe, besonders wenn der Schnee am Boden abgleitet. Es ist mit einem tageszeitlichen Anstieg der Lawinenaktivität zu rechnen“, heißt es.

Update vom 20. Januar, 18.40 Uhr: Auf den Schnee folgt Wärme: Deutschland und Bayern stehen vor einem ordentlichen Wetter-Umschwung - Hochwasser-Gefahr inklusive. Ein Überblick siehe Link.

Update, 20. Januar, 6.03 Uhr: Die Warnung vor Glätte durch überfrierende Nässe gilt nach wie vor. Der Deutsche Wetterdienst warnt für ganz Bayern mit einer amtlichen Gefahrenmeldung: Aufgrund von überfrierender Nässe muss örtlich mit Glatteis gerechnet werden. Die Warnung gilt noch bis 9 Uhr.

Gefahren-Wetter in Bayern: 50 Unfälle in Ostbayern am Dienstagabend

Am Dienstagabend meldet die Polizei derweil zahlreiche Unfälle wegen Glatteis. Besonders unangenehm waren die Verhältnisse in Ostbayern rund um Regensburg. 50 Unfälle seien zwischen 14.00 Uhr und 19.30 Uhr gemeldet worden, teilte das Polizeipräsidium Regensburg mit. Zwölf Personen seien dabei verletzt worden. Als Unfallursachen nannte die Polizei rutschige Fahrbahnen und überhöhte Geschwindigkeiten.

Mehrere Auffahrunfälle ereigneten sich den Angaben zufolge auf der A6, wo es zwischen der Anschlussstelle Sulzbach-Rosenberg und Alfeld zu einer kurzzeitigen Sperrung kam - Staus bis in die Umleitungsstrecke waren demnach die Folge. Auf der A93 führte ein Verkehrsunfall zu einer einstündigen Sperrung zwischen den Anschlussstellen Schwarzenfeld und Schwandorf-Nord. In der Nähe von Berg bei Neumarkt in der Oberpfalz kam ein Lkw mit Anhänger von der Fahrbahn ab. Er musste einem Autokran geborgen werden.

München, 19. Januar, 17.01 Uhr - Der Deutsche Wetterdienst (DWD)* warnt deutlich. Die Straßen in ganz Bayern sind aktuell spiegelglatt. Schuld ist eine Mischung aus Regen, Schnee* und Bodenfrost in weiten Teilen Bayerns. Dieser Wetter-Mix sorgt gerade für gefährliche Straßenverhältnisse.

Gefährlicher Wetter-Mix in Bayern sorgt für glatte Straßen - überfrierende Nässe!

Laut DWD erleben wir gerade einen Phasenwechsel auf dem Weg nach Osten: Feuchtmilde Luftmassen treffen auf bodennah kältere Luft. Dabei kommt es am Beginn des Niederschlags teils zu Schneefall, bevor dieser in Regen übergeht. Zusätzlich ist der Boden noch gefroren.

In weiten Teilen des Freistaats fällt der Regen auf frostkalte Straßen - und wird dort zu Eis. Bezeichnet wird das Phänomen als „überfrierende Nässe“. Bekanntermaßen der Unfall-Auslöser schlechthin. Deshalb Achtung, gerade jetzt, wo die Sonne weg ist und es vielerorts wieder friert - und dazu regnet.

Wetter in Bayern: Schneefälle im Norden Bayerns - Von Nürnberg bis

Weiter im Osten fällt zudem Schnee, wie deutlich auf dem Wetterradar von wetteronline.de zu sehen ist. Aktuell schneit es von Nürnberg*, über Regensburg* bis nach Passau*. Auch der sorgt bekanntlich für glatte Straßen. Deswegen sollten gerade die Pendler auf den Straßen aufpassen. Die Heimfahrt könnte zur gefährlichen Rutschpartie werden.

Gefährlicher Wetter-Mix in Bayern: Lawinengfahr steigt weiter

Zudem sollte mit den milderen Temperaturen und dem vielen Neuschnee in Bayerns Bergen die sowieso schon große Lawinengefahr (Stufe 4 von 5) weiter steigen. Also jeder, der das sonnige Wetter morgen genießen will, sollte sich seine Tour sehr genau heraussuchen. Oberhalb der Baumgrenze wird es fast überall gefährlich. Das Hauptproblem ist nach wie vor frischer Triebschnee, schreibt der bayerische Lawinenwarndienst. Dieser kann bereits durch die geringe Zusatzbelastung eines einzelnen Wintersportlers als Schneebrettlawine ausgelöst werden. Dazu kommen eben weiter unten noch die hohen Temperaturen, die den Schnee schwerer machen, sodass sich Lawinen auch gerne ganz von alleine lösen können.

Rubriklistenbild: © Screenshot DWD

Auch interessant

Mehr zum Thema:

Kommentare