Es ist heiß, aber ...

Sahara-Staub über Bayern! Wird heute der Himmel rot?

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Ein Archivfoto aus dem Mai 2014: Sahara-Staub über dem Karwendelgebirge bei Mittenwald.

München - Traumwetter in München! Dieser Donnerstag verwöhnt die Sonnenfans. Und es gibt noch ein weiteres Phänomen über Bayern: Sahara-Staub!

Biergartenwetter kurz nach Ostern: Während Tief Kerstin am Donnerstag im Norden Bayerns noch für einige Wolken sorgt, können sich die Bewohner Südbayerns bereits über frühsommerliche Temperaturen mit mehr als 20 Grad freuen. Im Chiemgau kratzen die Temperaturen nach der Vorhersage des Deutschen Wetterdienstes in München sogar an der 25-Grad-Marke. Teils wurden sogar bis zu 26 Grad prophezeit.

Am Freitag soll es dann etwas Regen geben, doch schon am Samstag erwarten die Meteorologen wieder in ganz Bayern Sonne und Temperaturen zwischen 15 und 20 Grad. Der Sonntag soll sogar noch etwas wärmer werden und überwiegend sonnig sein.

Sahara-Staub über Bayern

Doch nicht nur die Sonne beschäftigt die Münchner. Es ist auch der gute, alte Sahara-Staub angesagt. "Mit der südlichen Strömung gelangt auch der Sahara-Staub nach Deutschland", hatte Diplom-Meteorologin Corinna Borau von wetter.net prophezeit "Dadurch kann der Himmel vor allem in Alpennähe rötlich erscheinen."

Die Vorhersage über den Staub hat sich bewahrheitet, bestätigt Diplom-Meteorologe Dominik Jung am Donnerstagmittag gegenüber unserer Onlineredaktion. "Der Sahara-Staub ist da", so der Fachmann. Er verweist auf eine Prognose der Uni in Athen, die ein solches Phänomen immer wieder durchspielt. "Heute Nachmittag oder Abend hat es einen Höhepunkt, dann lässt es schon wieder nach", so Jung. "Am Freitag ist teils Niederschlag, dann wird der Sahara-Staub schon wieder ausgewaschen. Am Wochenende ist es dann schon durch."

Die stärkste Sahara-Staub-Konzentration ist also für Donnerstagnachmittag oder -abend zu erwarten. Ganz so drastische Anblicke wie etwa im Februar 2014, als der Staub München einfärbte und der bunte Regen auf die Autos niederprasselte, sind aber wohl nicht zu erwarten. "Auf den Autos oder Fensterscheiben findet man vielleicht was" , so Jung.

Übrigens: Sahara-Staub ist gut für unsere Natur. Er sei "eine der wichtigsten Quellen bei der Verteilung von Mineralstaubpartikeln", so Meteorologin Borau, die erläutert: "Dieser Staub wird in der Atmosphäre sogar über den Atlantik bis in die Amazonasregion transportiert. Durch den Anteil an Nährstoffen trägt der Staub aus der Sahara beispielsweise zur Versorgung der Wälder bei."

lin mit Material von dpa

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