18 Grad am Donnerstag

Jetzt kommt der Kurz-Sommer

München - Der Winter ist vorbei - und schwupps macht sich der Sommer in Bayern breit. Naja, fast zumindest. Ab Donnerstag soll das Thermometer auf bis zu 18 Grad klettern. Und vielleicht gibt's 2014 den wärmsten März aller Zeiten.

Kein Schneeschippen, kein Bibbern am Bahngleis, keine Schlitterpartien auf der Straße. Ja, dass sich der Winter heuer so gar nicht zeigen will, hat auch seine Vorteile. Und jetzt dürfen sich alle Sonnenhungrigen erst recht freuen. Denn: Ab Donnerstag steigt das Thermometer im Freistaat auf 17 bis 18 Grad!

Der Kurz-Sommer ist da! Und er hält bis mindestens Sonntag. „Dabei gibt es fast überall sieben bis zehn Sonnenstunden am Tag“, erklärt Diplommeteorologe Dominik Jung von wetter.net. Perfektes Wetter für einen Ausflug also. Übrigens: Grund für das Super-Hoch ist wieder mal eine milde Wetterlage vom Atlantik her. Der Westwind beschert uns schon seit Wochen das milde Wetter im Freistaat. Und genau das könnte auch so bleiben – den ganzen März. „Am Sonntag wird sich zeigen, ob sich dieses Hoch richtig festbeißt“, so Jung. Es könnte sich außerdem mit einem Hoch aus Russland verbinden. Ist das der Fall, bleibt es sogar die nächsten Wochen auch noch warm und sonnig. Immer mit zweistelligen Plusgraden! Fazit: Dann könnte auch dieser März in die Annalen als einer der wärmsten aller Zeiten eingegehen.

Achtung: Wärme-Einbruch erhöht Lawinengefahr in den Bergen!

Ein Paar geht an blühenden Krokussen vorbei.

Dezember, Januar und Februar haben das ja diesmal locker geschafft: Die Durchsschnittstemperatur lag in diesen Monaten bei plus 3,3 Grad, wie Daten des Deutschen Wetterdienstes verraten. Zum Vergleich: Im Jahr 1963 lag der Wert bei frostigen minus 5,5 Grad. Wie trocken es zudem bei uns in den letzten drei Monaten war, zeigen weitere Zahlen: So fielen in dieser Zeit nur etwa 94 Liter Regen pro Quadratmeter in Bayern – normal sind gut 200 Liter. Und auch die Sonne zeigte sich so oft wie kaum je zuvor: Und zwar satte 210 Stunden lang – Durchschnitt sind hier wiederum 171 Stunden. Am Alpennordrand kam häufig der Föhn hinzu. Der trieb die Temperatur am 25. Dezember in Piding nahe Bad Reichenhall auf 19,3°C und am 15. Februar in München-Stadt sogar auf 19,4 Grad hoch. Übrigens: Attenkam östlich des Starnberger Sees war mit etwa 340 Stunden sonnenscheinreichster Ort Deutschlands.

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Es ist am Donnerstag also Zeit, das T-Shirt auszupacken, denn besonders in der Sonne können die Temperaturen auf 15 Grad und mehr steigen. Tourengeher und Brettlfans sollten wegen des Wärme-Einbruchs übrigens in den Bergen extrem vorsichtig sein. In den höheren Lagen, wo noch Schnee liegt, steigt durch das Antauen der Schneedecke die Lawinengefahr immens!

tz

Hier können Sie die Sonne genießen

Pünktlich zu den Ferien meldet sich der Frühling: Bis zu 18 Grad warm soll es in der zweiten Wochenhälfte werden, die perfekten Temperaturen, um an der frischen Luft die Landschaft zu genießen. Skifahren, Tourengehen, Wandern oder einfach nur die Sonnenstrahlen einfangen – wir sagen Ihnen, wo das jetzt am besten geht:

  • Untere Firstalm am Spitzingsee: Auf 1320 Metern liegt die Alm mit Blick auf die Alpen und den Spitzingsee. Skifahren ist noch möglich. Essenstipp auf der Alm: Schweinebraten mit Semmelknödel. Geöffnet ist die Firstalm von 9 bis 17 Uhr, Anfahrt über A8, Abfahrt Weyarn zum Spitzingsee (ca. 65 km).
  • Obere Maxlraineralm am Sudelfeld: Noch läuft der Skibetrieb am Sudelfeld auf 1600 Metern Höhe, die Schneehöhe beträgt 35 Zentimeter. Essenstipp: der Kaiserschmarrn. Geöffnet ist die Alm von 11 bis 16 Uhr, Anfahrt über A8 Richtung Spitzingsee, dann entweder zu Fuß (75 Min) oder mit der Taubensteinbahn nach oben.
  • Lenggrieser Hütte: Wanderer können durch die letzten Schneeflecken spazieren, mit festem Schuhwerk und Ausrüstung sogar bis zum Seekar-Gipfel. Familien genießen bei einer Brotzeit in der Sonne den Blick auf Karwendel und Wettersteingebirge. Anfahrt über A8 bis Holzkirchen, dann über Bad Tölz nach Lenggries zum Parkplatz Hohenburg, Aufstieg 1,5 Stunden mit festem Schuhwerk!
  • Esterbergalm am Wank: Perfekte Bedingungen zum Wandern und Schneespazieren. Der Aufstieg erfolgt über Partenkirchen 1,5 Stunden lang. Essens­tipp: Brotzeit sowie regionale Biere aus der Klosterbrauerei. Anfahrt über A95 nach Garmisch-Partenkirchen.
  • Walleralm am Sudelfeld: Skifans haben am Sudelfeld optimale Bedingungen. Geöffnet ist die Walleralm von 7 bis 20 Uhr. Essens­tipp: Bis 10.30 gibt’s ein reichhaltiges Frühstück im Berg­gasthaus. Anfahrt über die A8 bis Weyarn, anschließend über die B307 nach Bayerischzell oder Schliersee. Von dort aus mit dem Lift nach oben.
  • Drehmöser 9: Direkt am Garmischer Hausberg mit der Hausbergbahn auf 1300 Metern Höhe. Essenstipp: die leckere Pizza! Geöffnet von 8 bis 16.30 Uhr, Anfahrt über A95 nach Garmisch.
  • Brauneck-Gipfelhaus: Schnee und Sonne vorhanden, Tourengeher kommen am Brauneck auf ihre Kosten. Geöffnet ist die Alm von 8.30 bis 17.30 Uhr, Anfahrt über A8 bis Holzkirchen, dann über Bad Tölz Richtung Brauneck, von der Talstation per Gondel nach oben.

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Rubriklistenbild: © dpa

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