Hitzewelle kostet uns Millionen

Wetter für Bayern: Auf Bibbern folgt der "Wohlfühlsommer"

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Auch wenn es jetzt nach Herbst aussehen mag: Wenn es nach den Meteorologen geht, erwartet uns ein schöner - und möglicherweise heißer - Spätsommer 2015.

München - Erst war es heiß, jetzt ist es nass: Das Wetter holt nach, was der Super-Sommer 2015 in Sachen Niederschläge bislang verpasst hat. Ist das das Ende des Sommers?

Update vom 24. August 2015: Bevor sich der Sommer verabschiedet, dreht er nochmal ordentlich auf und bringt wieder Temperaturen bis über 30 Grad. Eine letzte Gelegenheit also für Sonnenbaden und Ausflüge an den See.

Update vom 19. August 2015: Auf den Sahara-Sommer folgt ein Wohlfühlsommer und danach geht es direkt in deinen Indian-Summer-Herbst über. Das sind die Prognosen für das Wetter im Herbst 2015.

Die gute Antwort gleich zum Anfang: Nein. Das ist noch nicht das Ende, es ist noch nicht Herbst, und das Wetter bleibt auch nicht dauerhaft gefühlt kalt und nass. Übereinstimmend sagen Meteorologen, dass uns ein schöner, warmer Spätsommer bevorstehen soll - der sogar noch einmal Höchstwerte über 30 Grad bringen könnte, zumindest ab Ende August. „Eine neue Hitzewelle ist denkbar“, sagt auch Meteorologe Simon Trippler vom Deutschen Wetterdienst (DWD).

Wetter in Bayern: Heißer Spätsommer nicht ungewöhnlich

Selbst wenn der Spätsommer etwas heißer ausfiele, wäre das nicht außergewöhnlich: „Auch wenn extrem hohe Temperaturen nicht mehr auf dem Zettel stehen, werden wir uns wahrscheinlich im Bereich der heißen Tage bewegen“, sagte Trippler der dpa. Im September könne ebenfalls nochmal die 30-Grad-Marke geknackt werden.

Dabei haben wir durchaus gestöhnt über die Hitze der vergangenen Wochen. Und die Kühlung, die das Wochenende mit Schauern und Gewittern brachte, mag zwar ein wenig aufs Gemüt schlagen, ist aber mehr als notwendig. 

Wetter und Strom: Hitzewelle kostet Millionen

Nicht nur, weil Felder und Wiesen Wasser dringend benötigen - wobei einige wenige Tage Regen den Wassermangel der vorangegangenen Wochen bei weitem nicht ausgleichen können.

Die Hitze hat Konsequenzen, an die man im ersten Moment gar nicht denkt. So möchte man meinen, durch die Hitzewelle würde das Portemonnaie durch den höheren Verbrauch nur in Sachen Wasserkosten belastet. Doch der eigentliche Preishammer erwartet die Verbraucher erst noch und zwar beim Strom: Wie die Welt berichtet, wird die Hitzewelle die Verbraucher bundesweit einen dreistelligen Millionenbetrag kosten. Der Grund: Die deutschen Stromnetze haben während der Hitze am Rande ihrer Kapazität arbeiten müssen, um die hohe Einspeisung in Kombination mit Exporten nach Südosteuropa zu bewältigen. Um dabei Ausfälle zu verhindern, mussten die Betreiber mit Notmaßnahmen massiv gegensteuern - und das ist teuer.

Entspannung brachte auch hier erst die Abkühlung der vergangenen Tage.

Wetter in Bayern: Das bringen die nächsten Tage

In den kommenden Tagen bleibt es zunächst kühler, der Drei-Tage-Trend sagt für München Werte zwischen 15 und 19 Grad mit leichtem bis mäßigem Regen voraus. Ab Mittwoch löst sich laut Diplom-Meteorologe Dominik Jung das Regenband langsam auf, es wird wieder freundlicher - und wärmer.

Dieser Trend setzt sich bis Ende August fort, es folgt, was Jung als "Wohlfühlsommer" bezeichnet: „Ab Donnerstag scheint sich eine Art Wohlfühlsommer einzustellen. Es gibt Sonne, es gibt Wärme, aber die extreme Hitze der letzten Wochen bleibt dabei außen vor. Ich würde meinen, das ist das Wetter, das den meisten Menschen entgegenkommt." Hier können Sie schon mal nachlesen, was wettertechnisch im Herbst auf uns wartet.

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