Auch Katwarn löste aus

„Extremes Unwetter“ erschüttert Bayern: Heftiger Starkregen und Hagel drohen - Lage könnte sich verschärfen

Das Unwettertief lässt Bayern nicht zur Ruhe kommen. Sogar KATWARN löste zwischenzeitlich aus. Alle News im Wetter-Ticker.

Update vom 23. Juni, 6.19 Uhr: Am Dienstag war es in großen Teilen Südbayerns zu heftigen Gewittern mit Hagel, Starkregen und Sturmböen gekommen. Diese zogen sich bis teils tief in die Nacht. Auch am Mittwoch kommt es vielerorts bereits am Vormittag wieder zu heftigen Regenfällen und Gewittern. Die Wetterlage wird noch bis mindestens in die Nacht zum Donnerstag anhalten. Dann ziehen von Südwesten her schwere Unwetter auf. Lokal sind heftiger Starkregen bis 40 l/qm in einer Stunde, Hagel mit Korngrößen von ein bis zwei Zentimetern und Böen um 70 km/h möglich.

Unwetter in Bayern: Kein Ende in Sicht - Lage bleibt unbeständig

In einigen Gebieten kann eine Verschärfung der Umstände - zum Beispiel Hagelkörner bis fünf Zentimeter und Sturmböen bis 100 km/h - nicht ausgeschlossen werden. Trotz Unwetterpotentials bleibt es recht warm bei 21 bis 27 Grad. Abseits der Gewitter weht ein schwacher Wind aus nördlicher Richtung. In der Nacht zum Donnerstag gehen die Gewitter in teils ergiebigen Regen über. Es kühlt ab auf 16 bis teilweise nur 11 Grad.

Update vom 22. Juni, 22.23 Uhr: Die Gewitterlage in Bayern scheint sich leicht zu entspannen. Der Freistaat bleibt in der Nacht auf Mittwoch aber weiterhin nahezu das einzige deutsche Bundesland, das von Unwettern betroffen ist. Der Ausblick:

In der Nacht wachsen die Gewitter zu einem größeren Komplex zusammen. Die Folge: teils mehrstündiger Starkregen mit Mengen bis zu 70 Litern pro Quadratmetern in der Stunde. Diese amtliche Warnung des Deutschen Wetterdienstes erstreckt sich über den gesamten Freistaat sowie den Südosten Baden-Württembergs.

Oberbayern ist besonders vom Starkregen betroffen. Eine Gewitterfront zieht von Garmisch-Partenkirchen bis München, auch das Berchtesgadener Land sowie Teile Niederbayerns um Passau sowie der Oberpfalz im Umfeld der Region Weiden sind betroffen. Am stärksten regnet es laut DWD im Oberallgäu sowie im Rottal in Pfarrkirchen, wo bis etwa Mitternacht die Gefahr von bis zu drei Zentimeter großen Hagelkörnern droht.

Am Morgen lässt die Niederschlagsintensität nach und die Gewitterwolken verziehen sich allmählich. In Niederbayern, Mittelfranken und der Oberpfalz kann es aber vereinzelt noch zu Unwettern kommen. Im Laufe der Woche ist im gesamten Freistaat mit vereinzelten Regenfällen zu rechnen.

Wetter in Bayern: Katwarn löst erneut aus - „schweres Gewitter“ rollt auf München zu

Update vom 22. Juni, 19.51 Uhr: München ist momentan wieder von einer Gewitterfront betroffen. Der Deutsche Wetterdienst warnt in der zweithöchsten Stufe und auch Katwarn löst aus.

Der DWD warnt amtlich vor „schwerem Gewitter mit heftigem Starkregen und Hagel“. Es kommt demnach zu Niederschlagsmengen um 30 Liter pro Quadratmeter in der Stunde sowie Sturmböen mit Geschwindigkeiten um 80 Stundenkilometern und Hagel mit Korngrößen um 3 cm.

In Passau und Umgebung, wo der DWD die höchste Warnstufe ausgerufen hatte (siehe vorheriges Update), entspannt sich die Unwetterlage derweil wieder. Zwar gilt laut Deutschem Wetterdienst die amtliche Warnung noch bis 20.30 Uhr, in der Stadt direkt ist von Gewitter derzeit jedoch nichts zu sehen. Die Sonne scheint bei vereinzeltem Nieselregen.

Das heutige zweite Unwetter binnen 24 Stunden in Tutzing am Starnberger See. Wieder kam ein Hagelschauer mit großen Hagelkörnern und setzte Straßen unter Wasser.

Wetter in Bayern: DWD ruft höchste Warnstufe aus - „extremes Unwetter “ in Passau

Update vom 22. Juni, 19.02 Uhr: Der Osten Bayerns blieb in den letzten Stunden weitgehend von Unwettern verschont. Nach den Gewittern der Nacht herrschte am Dienstagnachmittag strahlender Sonnenschein. In Passau etwa wurden um 17 Uhr noch 28 Grad gemessen. Das ändert sich nun schlagartig. Der Deutsche Wetterdienst ruft die höchste Warnstufe aus. Das bedeutet: „Warnungen vor extremem Unwetter“.

Derzeit gibt es für die Region Passau eine „amtliche Unwetterwarnung vor schwerem Gewitter mit extrem heftigem Starkregen und Hagel“. Die Gewitter haben damit nun auch Niederbayern erreicht. Es droht heftiger Starkregen mit Niederschlagsmengen um 50 Liter pro Quadratmeter in der Stunde sowie schweren Sturmböen mit Geschwindigkeiten um 100 Stundenkilometern und Hagel mit Korngrößen um 4 Zentimeter.

Die gute Nachricht: Das Unwetter soll zeitnah weiterziehen. Allerdings sind dem Wetterdienst zufolge bis 4 Uhr früh weitere schwere Gewitter möglich.

Update vom 22. Juni, 17.46 Uhr: Etwas strenger ging es am heutigen Nachmittag im Großraum München zu. Hier finden Sie Meldungen zu den Gewitter-Ereignissen am Starnberger See und in den Landkreisen Ebersberg und München.

Update vom 22. Juni, 16.33 Uhr: Zumindest KATWARN hat seine Warnung inzwischen zurückgenommen. Auf der DWD-Warnkarte lassen sich jedoch weiterhin einige bayerische Brennpunkte erkennen. Östlich von München - etwa in den Landkreisen Erding, Ebersberg und Mühldorf - gewittert es zur Stunde noch heftig. Fast für den gesamten südlichen Freistaat wird auch für den Abend eine latente Gewitterneigung prognostiziert, örtlich „ mit heftigem Starkregen, Hagel und schweren Sturmböen.“ Unterdessen wird auch Baden-Württemberg von schweren Gewittern getroffen, wie bw24.de* berichtet.

Schwere Unwetter suchen Bayern heim: Sogar KATWARN löst aus

Update vom 22. Juni, 15.38 Uhr: Jetzt geht‘s richtig rund! Für den Landkreis München hat der Informationsdienst KATWARN ausgelöst, von Südwesten droht Ungemach. In der kommenden Stunde sei dort mit „schwerem Gewitter“ und „extrem heftigem Starkregen“ sowie Hagel zu rechnen. Es gilt eine amtliche Unwetterwarnung.

Aktuell schaut die Warnkarte des Deutschen Wetterdienstes (DWD) ohnehin recht düster aus. Für weite Teile des Freistaats gelten Unwetterwarnungen, betroffen ist auch die Landeshauptstadt München. Nur der bayerische Norden scheint heute zunächst verschont zu bleiben.

Wetter in Bayern: Unwettertief mit heftigen Gewittern und enormen Regenmengen

Ursprungsmeldung:

München - Hagel, Starkregen und Gewitter haben in der Nacht zum Dienstag (22. Juni) schwere Schäden in Teilen Südbayerns verursacht. Besonders drastisch war die Lage in der oberbayerischen Stadt Wolfratshausen. Faustgroße Hagelkörner beschädigten dort Autos* schwer und ließen Fensterscheiben bersten. Wegen des Starkregens kam es zu Überschwemmungen auf Straßen und überfluteten Kellern. Entwarnung kann der Wetterdienst allerdings nicht geben. Schon für Dienstagnachmittag kündigt er eine neue Gewitterfront an.

Der Deutsche Wetterdienst (DWD) gibt für große Teile Bayerns erneut eine Warnung vor schweren Gewittern* heraus. Betroffen ist vor allem der Süden des Freistaats. Örtlich muss daher mit heftigem Starkregen zwischen 25 und 40 l/qm gerechnet werden. Außerdem seien lokal bis zu fünf Zentimeter große Hagelschauer und Sturmböen* bis 100 km/h möglich. Vereinzelt seien auch Orkanböen 120 km/h „nicht auszuschließen“, wie es auf der Seite des DWD heißt. Gegen Ende der Nacht zum Mittwoch lassen die Regenmassen allmählich nach.

Der DWD gibt eine Vorabinformation vor schweren Gewittern für Bayern heraus.

Meteorologe Dominik Jung von qmet.de spricht im Südwesten des Landes von einem „Unwettertief“. Im Südwesten würden zum Teil „sintflutartige Regenmengen vom Himmel“ kommen. Über 100 Liter Regen sind bis Mittwochabend möglich. „Das würde zu Überschwemmungen führen“, so Jung.

Wetter in Bayern: Fallende Temperaturen lassen die Schwüle verschwinden

Die Gewitter im Freistaat kühlen die Luft vor allem in der Nacht runter. In der Nacht zum Donnerstag kommt es zu einer Abkühlung auf 15 bis elf Grad. Tagsüber erreichen die Temperaturen Werte von 21 Grad an den nördlichen Mittelgebirgen und bis 29 Grad an der unteren Donau und am Inn. Gegen Ende der Woche können in Teilen Bayerns jedoch wieder Temperaturen bis 30 Grad erreicht werden. (tkip/dpa) *Merkur.de/bayern ist ein Angebot von IPPEN.MEDIA

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Rubriklistenbild: © Tobias Weber

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