Großfahndung: 12-Jähriger nach Bayern-Spiel vermisst

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Hochwasserlage bleibt kritisch - doch Entspannung ist in Sicht

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Die Donau führt am 06.01.2018 an der Schlossbrücke in Straubing Hochwasser. An den großen bayerischen Flüssen ist die Hochwasserlage am Wochenende angespannt geblieben.

Tief „Burglind“ ist über den Freistaat hinweg gezogen. Dächer wurden abgedeckt, Bäume stürzten um. Nach dem Sturm kam das Hochwasser. Alles Wichtige finden Sie in unserem News-Ticker für München und Bayern.

  • Das Sturmtief „Burglind“ ist über Bayern hinweg gezogen und richtete schwere Schäden an.
  • Regenfälle und Tauwetter haben anschließend vielerorts zu Überschwemmungen geführt.
  • Die Hochwasserlage an den großen bayerischen Flüssen ist am Wochenende angespannt geblieben

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8.40 Uhr:

Auch an der Mosel, der Saar und entlang der Donau in Bayern bleibt die Hochwasserlage am Sonntag kritisch. Zumindest ist Entspannung in Sicht. Mit dem Dauerregen der vergangenen Tage dürfte es nach Angaben des Deutschen Wetterdienstes (DWD) vorbei sein: Von Sonntag an seien kaum noch Niederschläge zu erwarten.

Auf der Mosel waren seit Samstagmittag keine Schiffe mehr unterwegs, der komplette Fluss war gesperrt. In Trier trat der Fluss in manchen Bereichen über die Ufer, kleinere Straßen waren überschwemmt. Einige Flüsse im Main-Gebiet erreichten in Oberfranken vereinzelt die Meldestufe 3. Der Main selbst trat nur stellenweise über die Ufer.

8.30 Uhr: Noch keine Entwarnung angesichts der Hochwasserlage im Süden und Westen Deutschlands, aber auch kein Grund zur Panik - so die Einschätzung der zuständigen Behörden an Rhein, Mosel, Saar und Main. Überschwemmte Straßen und feuchte Keller gibt es aber schon.

8 Uhr: Ein Blick nach Westen: In Nordrhein-Westfalen sind die Pegelstände am Rhein in der Nacht zum Sonntag weiter angestiegen. Bei Köln wurde die Schifffahrt wegen des Hochwassers komplett eingestellt. „Sobald der Pegelstand über 8,30 Meter klettert, passiert das“, sagte ein Sprecher der Wasserschutzpolizei am frühen Morgen.

Das waren die News vom 6. Januar 2018

16.10 Uhr: Die Hochwasserlage an den großen bayerischen Flüssen ist am Wochenende angespannt geblieben. Die Pegelwerte an der Donau und den Zuflüssen zum Main stiegen laut Hochwassernachrichtendienst (HND) am Samstag weiter an. Einige Flüsse im Main-Gebiet erreichten demnach in Oberfranken vereinzelt die Meldestufe 3. Bebaute Grundstücke und Häuser seien überflutet worden, so der HND. Der Main selbst trat nur stellenweise über die Ufer.

An der Donau und ihren Zuflüssen hatten die Pegelwerte am Samstag größtenteils ihre Höchststände erreicht. Gegen Mittag führte der Hochwasserscheitel rund um Ingolstadt zu kleineren Ausuferungen, wie der HND mitteilte. Gegen Abend rollte die Hochwasserwelle auf Regensburg zu. Dort waren bereits am Samstagvormittag Teile der Flusspromenade und des Uferbereichs überflutet. Die Einsatzkräfte bereiteten zahlreiche Sandsäcke vor. Größere Einsätze für Polizei und Feuerwehr habe es wegen des Hochwassers im Bereich der Donau aber nicht gegeben, sagte ein Polizeisprecher am Samstag der dpa.

Für die Abendstunden rechnete der HND aber für den Flussverlauf bei Regensburg und Kelheim mit Meldestufe 3, also mit vereinzelt überfluteten Gebäuden und Grundstücken. Unterdessen sank der Pegelwert an der Donau zu Beginn des Wochenende.

Für die kommenden Tagen sagte der Deutsche Wetterdienst überwiegend trockenes Wetter vorher. Der HND rechnete deswegen damit, dass sich die Hochwasserlage entspannen wird. 

Das waren die News vom 5. Januar 2018

15:10 Uhr: Welches Ausmaß nehmen die Überschwemmungen am Wochenende an? Was das Beispiel Regensburg angeht sind sich die Behörden laut BR uneins. Der zuständige Umweltreferent geht demnach nicht davon aus, dass das Wasser die Marke von 5,50 Metern (und damit Meldestufe 4) übersteigen wird. Zugleich warnte er Hochwassertouristen davor, sich für klickträchtige Selfies in Gefahr zu begeben.

12:20 Uhr: Wie das Landesamt für Umwelt vermeldet muss sich die Stadt Regensburg auf ein größeres Hochwasser am Wochenende einstellen. In der Nacht zum Sonntag könnte die Meldestufe 4 erreicht werden - das ist der höchste Wert in der allgemeingültigen Skala. In diesem Fall könnten auch Wohngebiete in größerem Umfang überflutet werden. Bis nach Passau hatten in der Nacht zum Freitag viele Donaupegel bereits die Meldestufe 2 erreicht.

06:26 Uhr: Starker Regen, Sturm und Tauwetter haben in Bayern zu einem weiteren Anstieg der Pegelstände und Überschwemmungen geführt. Im Allgäu sei der Boden mittlerweile stark durchfeuchtet und nicht mehr aufnahmefähig, teilte die Polizei am Freitagmorgen mit. Die Rettungskräfte mussten mehrfach wegen überfluteter Straßen, vollgelaufener Keller und umgestürzter Bäume ausrücken.

Besonders stark waren die Gemeinden Grünenbach und Weiler-Simmerberg im Landkreis Lindau betroffen. Auch im südlichen Oberallgäu kam es zu Schäden. Aus Franken und Niederbayern meldeten die Beamten in der Nacht zum Freitag mehrere Straßen, die überflutet waren.

Überschwemmungen im Freistaat: Bayern kämpft gegen die Wassermassen

An den Flüssen blieb die Lage in der Nacht angespannt. Vor allem in Franken gab es mehrere kleine Überschwemmungen. Auf dem Main wurde der höchste Wasserstand für Freitag erwartet. Dann sollte laut Angaben des Wasser- und Schifffahrtsamts Schweinfurt vom Donnerstag auch die Schifffahrt zwischen Bamberg und Marktheidenfeld eingestellt werden. An der Donau rechnet der Warndienst erst zum Wochenende mit Hochwasser.

Das waren die News vom 4. Januar 2018

15:01 Uhr: Laut dem Deutschen Wetterdienst ist im Allgäu wegen des erwarteten Starkregens in Verbindung mit Schmelzwasser bis zum Samstag mit gewaltigen Wassermassen zu rechnen. Guido Wolz vom Deutschen Wetterdienst (DWD) geht für die Region zwischen Donnerstag und Freitagabend mit einer Abflussmenge von 70 bis 100 Litern pro Quadratmeter aus. „Das ist natürlich sehr viel“, machte er deutlich. Bei der „Abflussmenge“ wird zum aktuellen Niederschlag noch das von den Bergen kommende Schmelzwasser hinzugerechnet.

Hochwasserschutzwände um Regensburger Altstadt

Mit Hochwasser auf der Donau rechnet der Hochwasserwarndienst allerdings erst zum Wochenende. In Regensburg haben deshalb Mitarbeiter des Bauhofs damit begonnen, mobile Hochwasserschutzwände zu errichten, um eine Überflutung der historischen Altstadt zu verhindern. Im Bereich der Alten Brücke und in Höhe des Ortsteils Schwabelweis könnte laut amtlicher Hochwasserwarnung in der Nacht zum Sonntag die höchste Meldestufe vier erreicht werden.

Hochwasser-Alarm: Steigende Pegelstände in Teilen Bayerns

14:45 Uhr:Wie die die Stadt München mitteilt, sind bis auf den Waldfriedhof ab sofort alle vorübergehend geschlossenen städtischen Friedhöfe wieder geöffnet. Die Aufräumarbeiten werden aber noch etwas andauern, sodass in betroffenen Bereichen Äste, Wurzeln oder Bäume liegen können. Alle Trauerfeiern finden wie geplant statt, auch auf dem Waldfriedhof, der voraussichtlich am Freitag wieder öffnet.

11:40 Uhr: Der Tierpark Hellabrunn und seine Bewohner haben den Sturm gut überstanden. Wie die Pressestelle des Tierparks mitteilt, sind die Türen für Besucher seit Donnerstag 9 Uhr wieder geöffnet. Der Tierpark musste wegen des Orkans am Mittwoch geschlossen bleiben.

08:21 Uhr: In Geretsried/Dietramszell bei München kam es zu mehreren Einsätzen, teilte die Polizeiinspektion Geretsried mit. Die Streifen mussten überwiegend wegen umgefallener Bäume und Bauzäune ausrücken, am Karl-Lederer-Platz wurde durch den Wind die Tür eines Stromverteilerkastens aufgeweht. 

Die freiwilligen Feuerwehren und die Straßenmeisterei beseitigten die umgefallenen Bäume und großen Äste, so dass es nur zu geringfügigen Beeinträchtigungen des Verkehrs kam. Personen kamen nicht zu Schaden, der Sachschaden lässt sich derzeit nicht beziffern, dürfte sich jedoch in Grenzen halten.

07:33 Uhr: Nach Sturmtief „Burglind“ drohen vor allem in Nordbayern Hochwasser. In Mainleus (Landkreis Kulmbach) erreichte der Main in der Nacht zum Donnerstag die zweithöchste Meldestufe 3, in Fürth am Berg überschwemmte laut Hochwassernachrichtendienst Bayern die Steinach einzelne Grundstücke und Keller. Auch in anderen Teilen Frankens traten Flüsse über die Ufer und setzten erste Grundstücke und Felder unter Wasser.

Für den Donnerstag warnte der Deutsche Wetterdienst vor allem in Süd- und Ostbayern vor Starkregen und weiterem Tauwetter. Der Hochwassernachrichtendienst rechnete deshalb zunächst mit einem weiteren Anstieg der Pegelstände.

Die Wasserwirtschaftsämter hatten bereits am Mittwoch für einen Großteil Frankens Hochwasserwarnungen ausgegeben. Auf dem Main sollte der höchste Wasserstand am Donnerstagnachmittag erreicht werden. Dann werde auch die Schifffahrt zwischen Bamberg und Marktheidenfeld (Landkreis Main-Spessart) eingestellt, teilte das Wasser- und Schifffahrtsamt Schweinfurt mit.

Das waren die Unwetter-News vom 3. Januar 2018

22.49 Uhr: Nachdem Sturmtief „Burglind“ die Einsatzkräfte am Mittwoch fast pausenlos in Atem gehalten hat, gab es nun eine leichte Entwarnung was Sturmböen und Unwetter angeht. Lediglich in den Bergen und an den Küsten warnt der DWD weiterhin vor starken bis orkanartigen Böen. Allerdings warnt nun der Hochwassernachrichtendienst vor Überschwemmungsgefahr im Norden von Bayern. Noch sei die Situation mit Warnstufe 3 jedoch überschaubar.

18.10 Uhr: Sturmtief „Burglind“ hielt auch die Feuerwehr in Garching bei München am Mittwoch auf Trab. So mussten die Einsatzkräfte mehrere auf Fahrbahnen gestürzte Bäume abräumen, sowie eine Baumkrone von dem Dach einen Reihenhauses bergen. Außerdem stürzte ein Baum auf zwei parkende PKW - auch hier konnte die Feuerwehr den Baum mittels Ladekran und Motorkettensägen Abhilfe schaffen. Die insgesamt sieben Einsätze nahmen die Einsatzkräfte knapp dreieinhalb Stunden in Anspruch.

Die Feuerwehr in Garchingb bei München musste am Mittwoch stundenlang Sturmschäden beseitigen.

17.40 Uhr: Wie der Netzbetreiber Bayernwerk AGmitteilte waren wegen des Sturmtiefs zeitweise 10.500 Haushalte in ihrem Versorgungsgebiet ohne Strom. Demnach seien umgestürzte Bäume, abgerissene Äste und vereinzelte Blitzeinschläge für den Stromausfall von 10:00 bis 11:00 verantwortlich gewesen. Das Netzgebiet der Bayernwerk AG liegt erstreckt sich über fast ganz Bayern, von den Ausfällen hauptsächlich betroffen war aber Oberbayern. So mussten nach Konzernangaben Teile des Landkreises Weilheim-Schongau und das Schrobenhausener Land sowie die Fränkische Schweiz und Vilseck ohne Strom auskommen. Inzwischen sind aber wieder alle Haushalte ans Stromnetz angeschlossen.

16:20 Uhr: Sturmtief „Burglind“ lässt das Münchner S-Bahn-Netz nicht zur Ruhe kommen: Zwischen Seefeld-Hechendorf und Herrsching ist weiterhin kein Zugverkehr möglich, die S-Bahnen der Linie S 8 aus Richtung München verkehren bis Seefeld-Hechendorf und enden dort vorzeitig. Die Störung dürfte noch bis zum morgigen Donnerstag andauern. In unserem S-Bahn-Ticker halten wir Sie auf dem Laufenden.

16:00 Uhr: Ab 16 Uhr gilt für München und Umland eine abgeschwächte Warnung des Deutschen Wetterdiensts. Bis in die Nacht sollen Sturmböen mit Geschwindigkeiten bis zu 80 km/h durch den Freistaat jagen.

15:25 Uhr: Nun zieht auch die Feuerwehr München eine erste Bilanz: Ab 10 Uhr mussten Kräfte der Berufsfeuerwehr sowie der Freiwilligen Feuerwehr zu 56 Unwettereinsätzen im gesamten Stadtgebiet ausrücken. Hauptsächlich waren umgestürzte Bäume oder abgebrochene Äste auf Straßen und Gehwegen zu beseitigen. In einigen Fällen wurden lose Dachziegel oder Ähnliches mit Drehleitern von Dächern entfernt.

15:10 Uhr:  Die Extremwetterlage war auch im Landkreis Fürstenfeldbruck spürbar. In Gröbenzell  entwurzelten die Sturmböen eine rund 20 Meter hohe Birke. Diese fiel gegen das Haus eines 89-jährigen Mannes, der aber unverletzt blieb. Die Schäden am Haus halten sich laut Polizei in Grenzen. Einsatzkräfte der Freiwilligen Feuerwehr Gröbenzell, die mit einem Drehleiterfahrzeug am Schadensort waren, beseitigten den Baum, um noch größere Schäden zu verhindern.

Etwa gleichzeitig wurde in der Gröbenzeller Alpenstraße durch den Sturm ein im Garten aufgestelltes Trampolin über den Zaun gegen einen auf der Fahrbahn geparkten Pkw geschleudert. Die genaue Schadenshöhe kann noch nicht beziffert werden.

14:55 Uhr: Einen wenig besinnlichen Mittwoch hat der Christbaum der Stadt Augsburg erlebt. Die feierlich geschmückte Tanne wurde von „Burglind“ einfach umgeweht. Insgesamt waren im Leitstellengebiet Augsburg für die Feuerwehr 116 Sturm-Einsätze zu verzeichnen.

Auch der Augsburger Christbaum hielt „Burglind“ nicht stand.

Keine Orkanböen mehr - Sturmwarnungen noch nicht beendet

14:00 Uhr: Die amtliche Unwetterwarnung vor Orkanböen ist beendet. Nun ist auf der Homepage des DWD von „schweren Sturmböen“ die Rede, die München und Bayern bis 16 Uhr treffen sollen. Wind-Geschwindigkeiten zwischen 80 km/h  und 100 km/h können anfangs aus südwestlicher, später aus westlicher Richtung auftreten. In exponierten Lagen muss mit orkanartigen Böen bis 110 km/h gerechnet werden. Ab 16 Uhr gilt dann eine amtliche Warnung vor Sturmböen.

13:05 Uhr: Auch die Stromversorgung im Freistaat war von den Orkanböen betroffen. Gegen Mittag waren noch rund 3000 Haushalte und Betriebe in Oberbayern, Niederbayern und Unterfranken ohne Strom, sagte ein Sprecher der Bayernwerk AG am Mittwoch. Am Vormittag war dort den Angaben nach in rund 10 500 Haushalten der Strom ausgefallen. Größtenteils hätten herabfallende Äste oder eingestürzte Bäume Schäden an den Stromleitungen verursacht.

Besonders betroffen waren die oberbayerischen Landkreise Pfaffenhofen an der Ilm, Weilheim-Schongau und Erding. Zudem fiel den Angaben nach im unterfränkischen Landkreis Main-Spessart in besonders vielen Häusern der Strom aus. Auch in Schwaben hatten einige tausend Haushalte kurzzeitig keinen Strom, wie ein Sprecher der Lechwerke AG sagte. Durch Umschaltungen auf alternative Leitungsstrecken hatten Einsatzkräfte den Stromausfall gegen Mittag allerdings größtenteils wieder behoben.

12.52 Uhr: Großeinsatz für die Berufsfeuerwehr Augsburg: Im Stadtteil Lechhausen deckte der Sturm ein großes Flachdach ab. Infolge der orkanartigen Böen klappte das Dach um und kam auf einem umliegenden Gebäude zum Stillstand. Derzeit sind die Einsatzkräfte dabei, das Dach mit Sandsäcken zu beschweren.

Feuerwehr im Dauereinsatz

12:30 Uhr: Laut Informationen unserer Redaktion ist die Münchner Polizei bisher von größeren Einsätzen verschont geblieben. Oft waren es umherfliegendes Baustellenmaterial oder beschädigte Fahrzeuge, die die Einsatzkräfte alarmierten. In der Wörnbrunner Straße stand ein Katamaran auf der Straße, ein Radfahrer wurde von einem herumfliegenden Terrassenstuhl getroffen. Auch Kurioses bot sich den Beamten: Zwei Mülltonnen hatten sich über eine längere Strecke selbstständig gemacht und fegten durch die Stadt. Die Einsatzkräfte haben wegen Sturmtief „Burglind“ fünf zusätzliche Notrufplätze eingerichtet. 

12:12 Uhr: Hart traf es auch den Landkreis Erlangen-Höchstadt: Dort deckte der kräftige Wind in Mühlhausen das Dach eines Supermarktes ab.

Chaos in Franken: Baum entwurzelt, Dächer abgedeckt

12:03 Uhr: Aus aktuellem Anlass: Wie muss ich bei einem Sturm-Schaden die Versicherungsmeldung für mein Auto formulieren? In unserem Service-Artikel verraten wir, worauf Kfz-Besitzer zu achten haben.

11:53 Uhr: Die Einsatzkräfte der Münchner Feuerwehr werden derzeit an vielen Fronten gefordert.

11:42 Uhr: Auch die Fahrgäste der Münchner S-Bahnen sind von Sturmtief „Burglind“ betroffen. In unserem S-Bahn-Ticker halten wir Sie über aktuelle Störungen auf dem Laufenden.

Zeitweise Lebensgefahr im Englischen Garten

11:25 Uhr: Aufgrund einer aktuellen Sturmwarnung und der Gefahr von Astbruch bzw. umstürzenden Bäumen bittet die Bayerische Schlösserverwaltung darum, die Gartenanlagen der Bayerischen Schlösserverwaltung nicht zu betreten. Es besteht Lebensgefahr.

München wird vom Winde verweht - Orkan tobt über der Stadt

11:15 Uhr: Im rheinland-pfälzischen Sinzig-Bad Bodendorf hob eine Windhose ein Stalldach ab und schleuderte es auf eine Hauptstraße, wie die Polizei am Mittwoch mitteilte. Dadurch seien etwa 14 geparkte Autos, eine Fotovoltaikanlage und mehrere angrenzende Häuser beschädigt worden. Der Schaden werde auf mehrere zehntausend Euro geschätzt. 

Im nordrhein-westfälischen Mönchengladbach wehte "Burglind" das Dach einer Lagerhalle herunter. Die Halle musste von der Feuerwehr gesperrt werden.

Andernorts bremst das Sturmtief sogar Fähren aus. In Cuxhaven wurde am Mittwoch die einzige Insel-Fährverbindung nach Helgoland vorsorglich eingestellt. Einige Urlauber seien bereits am Dienstag abgereist, andere würden zurück fliegen oder länger bleiben, sagte eine Sprecherin auf der Hochseeinsel.

11:00 Uhr: Die Augsburger Feuerwehr befindet sich seit den frühen Morgenstunden in Alarmbereitschaft. Keine Verletzten, aber hoher Sachschaden war zu konstatieren, als sich ein großer Ast den Böen nicht mehr erwehren konnte, an einer Hausfassade vorbeischrammte und schließlich auf zwei parkenden Autos landete.

Zwei parkende Autos wurden in Augsburg durch einen herabfallenden Ast schwer beschädigt.

Große Schäden im Landkreis Bamberg

10:50 Uhr: Im Landkreis Bamberg hat „Burglind“ schwere Schäden hinterlassen Eine Eiche mit einem Durchmesser von etwa einem halben Meter stürzte um. Zahlreiche Dächer wurden abgedeckt. Eine Scheune wurde durch die starken Sturmböen komplett zerstört.

10:35 Uhr: In Unterfranken sind den orkanartigen Böen mehrere Bäume zum Opfer gefallen. Auf der Autobahn 3 war auf Höhe der Anschlussstelle Bessenbach/Waldaschaff ein entwurzelter Baum auf die Fahrbahn gestürzt. Ein Lkw-Fahrer konnte nicht mehr rechtzeitig bremsen und prallte mit seinem mit 15 Tonnen Metallrohren beladenen Sattelzug gegen das Geäst. Der Fahrer blieb unverletzt.

Im Landkreis Main-Spessart war die Staatsstraße 2435 zwischen Steinbach und Wiesenfeld wegen eines umgestürzten Baumes gesperrt. In der Rhön wurden in mehreren Orten aufgrund der großen Niederschlagsmengen Straßen und Gehwege überschwemmt. Im Stadtgebiet Aschaffenburg stürzten mehrere Bäume um.

10:25 Uhr: Die Deutsche Bahn hat wegen vom Sturmtief "Burglind" verursachten Schäden regional mehrere Strecken im Fernverkehr gesperrt. So stellte die Bahn am Mittwoch den Betrieb auf den Strecken von Köln nach Bonn, Aachen, Koblenz und Niederlahnstein sowie von Aachen nach Krefeld und von Kaiserslautern nach Ludwigshafen ein, wie das Unternehmen mitteilte. 

Wie die Bahn informiert, behalten alle Fahrkarten für vom Sturm betroffene Strecken ihre Gültigkeit. Sie können kostenfrei erstattet oder bis eine Woche nach Störungsende flexibel genutzt werden. Das gelte auch für zuggebundene Fahrscheine. Sitzplatzreservierungen können umgetauscht werden.

Hat sich ein Zug wegen des Unwetters erheblich verspätet, muss die Bahn einen Teil des Ticketpreises erstatten. 25 Prozent des Fahrpreises gibt es ab 60 Minuten Verspätung, 50 Prozent ab 120 Minuten. Entscheidend ist die Ankunftszeit am Zielort.

Zoos bleiben geschlossen, Seilbahnen stehen still

10:15 Uhr: Auch der Landkreis Starnberg bereitet sich auf „Burglind“ vor. Kreisbrandrat Markus Reichart rät, lose Gegenstände am Haus und im Garten zu befestigen – dazu gehören beispielsweise auch im Winter leere Regentonnen. Während des Sturms solle man Waldgebiete meiden, vor allem, wenn man zu Fuß unterwegs ist – es muss dann mit herunterfallenden Ästen oder umstürzenden Bäumen gerechnet werden. Die Feuerwehren stehen Reichart zufolge bereit, werden jedoch Gerätehäuser nicht vorsorglich besetzen.

09:48 Uhr: Die Warn-App Katwarn meldet: „Amtliche Unwetterwarnung vor schwerem Gewitter mit Orkanböen vom 03.01. 2018, 10.30 Uhr - 14.00 Uhr.“ Die Warnung gilt für München und das komplette Umland.

09:21 Uhr: Sturmtief „Burglind“ macht auch vor den bayerischen Zoos nicht Halt: „Zur Sicherheit von Besuchern, Tieren und Mitarbeitern haben wir entschieden, den Tierpark heute nicht zu öffnen“, teilte der Direktor des Münchner Tierparks Hellabrunn mit. „Bei orkanartigen Böen besteht beim alten Baumbestand Hellabrunns eine starke Gefahr vor herunterfallenden Baumteilen. Gefährliche Tiere wie Großkatzen und Bären bleiben in ihren Ställen.“ Neben den Hellabrunner Verantwortlichen teilten auch der Augsburger Zoo und der Nürnberger Tiergarten mit, dass die Türen aufgrund der aktuellen Wetterwarnung geschlossen bleiben.

Die Betreiber der Zugspitzbahn teilten mit, dass die Zahnradbahn ausschließlich zwischen den Zugspitzbahnhöfen Garmisch-Partenkirchen und Eibsee verkehren sollte - auf Deutschlands höchsten Berggipfel geht es aber nicht. Im Skigebiet Garmisch-Classic kamen Wintersportler nur zwischen Kreuzeck und Hausberg auf ihre Kosten - weiter oben wurde der Betrieb eingestellt.  Auch die Betreiber der Wendelsteinbahn haben sich entschlossen, den Betrieb am Mittwoch ruhen zu lassen. Am Sudelfeld fahren die Lifte ab Mittag nicht mehr.

NRW: Zug entgleist, Hochsitz stürzt auf die Fahrbahn

09:06 Uhr: In Nordrhein-Westfalen prallte am Mittwochmorgen ein Zug auf der Strecke zwischen Coesfeld und Dortmund im Bereich Lünen auf einen umgestürzten Baumstamm, wie die Bundespolizei mitteilte. Dabei entgleiste der Triebwagen und rutschte trotz Schnellbremsung etwa 120 Meter durch das Gleisbett. 

Von den rund 70 Fahrgästen wurde nach ersten Erkenntnissen offenbar niemand verletzt. Die Fahrgäste sollten mit Bussen weggebracht werden. 

In der Region Aachen sorgte der Sturm für einen Dauereinsatz von Polizei und Feuerwehr. Am häufigsten wurden die Rettungskräfte wegen umgestürzter Bäume, herabgefallener Äste sowie umherfliegender Mülltonnen und Verkehrsschilder alarmiert. Allein zwischen 05.00 Uhr bis 05.50 Uhr am Mittwochmorgen gingen bei der Polizeileitstelle in Aachen knapp 250 witterungsbedingte Notrufe ein.

In Essen und Mülheim standen Straßen unter Wasser, Gegenstände flogen umher. Ein umgestürzter Baum blockierte die wichtige Regionalbahnlinie zwischen Aachen und Düsseldorf. Auch auf den Autobahnen A44 zwischen Jülich und Aldenhoven und auf der A59 bei Duisburg kam es laut WDR und Radio Duisburg zu Behinderungen: Auf der A44 stürzte ein Hochsitz auf die Fahrbahn.

08:52 Uhr: Diplom-Meteorologe Dominik Jung vom Wetterportal wetter.net warnt: „In Baden-Württemberg und Bayern erwarten wir dann am Vormittag den heftigsten Sturm. Dann sind auch dort orkanartige Böen bis 110 km/h möglich und das im Flachland. Dazu bringt die Kaltfront vorübergehend auch kräftigen Regen. Der Sturm lässt dann zum Nachmittag und Abend hin langsam nach, der Regen aber nicht.“

Auch die Aussichten für Donnerstag und Freitag scheinen demnach nicht sonderlich gut zu sein: Der Südwesten bekomme vor allen Dingen morgen und am Freitag viel Regen ab, so Jung. Und weiter: „Dann kann es in Teilen vom Saarland, Rheinland-Pfalz, Baden-Württemberg und Bayern zum Teil sehr stark regnen. Am Oberrhein wird weiterhin ein markantes Hochwasser berechnet. Am Pegel Maxau könnte es einen neuen Rekordpegelstand geben.“

08:17 Uhr: Wegen des Tiefs „Burglind“ drohen in vielen Teilen Deutschlands orkanartige Böen. Am Morgen gab es amtliche Unwetterwarnungen im Westen. Am Vormittag dürfte der Süden betroffen sein. Hier halten wir Sie ständig auf dem Laufenden, was das Unwetter in ganz Deutschland anrichtet.

Wann fegt Sturmtief über Bayern?

Vormittags fegt Sturmtief Burglind über den Freistaat hinweg. Im Gepäck: Starkregen, Hagel und Windgeschwindigkeiten von bis zu 140 Stundenkilometern! 

„In ganz Bayern besteht die Gefahr von schweren Sturmböen. Auch München ist eingeschlossen. Wer nicht unbedingt raus muss, sollte bis in die Nachmittagsstunden zu Hause bleiben“, rät Dr. Guido Wolz, Leiter der ­regionalen Wetterberatung in München beim Deutschen Wetterdienst. Speziell für München hat die „UnwetterZentrale“ ­eine Vorwarnung für Sturm/Orkan herausgegeben – und die Lage kann sich noch verschärfen: Orkan­böen von bis zu 120 Stundenkilometern können durch München ­fegen. ­Lockere Gegenstände wie Dachziegel werden so schnell zu lebensgefährlichen Geschossen. Experten rufen zur Vorsicht in der Nähe von Baugerüsten oder Bäumen auf. Immer wieder gab es bei schweren Stürmen in der Vergangenheit Tote und Verletzte durch herunterfallende Äste. 

Auf der Wetterkarte sieht man es deutlich: Am Mittwoch kann es auch in Bayern, besonders am Alpenrand, sehr ungemütlich werden! 

München sieht rot

Auch bei der Stadt ist man alarmiert. „Wir machen Kontrollfahrten in den städtischen Friedhöfen. Sollte es zu gefährlich sein, werden die Friedhöfe kurzrfristig geschlossen“, sagt eine Sprecherin des Referats für Gesundheit und Umwelt (RGU). 

Hochwasser an der Isar ist aber keine Gefahr. „Die Pegelstände sind niedrig“, so die RGU-Sprecherin. Anders in anderen Teilen Bayerns: „Schmelzwasser und starker Regen verschärfen damit die Hochwasserlage an Rhein, ­Mosel, Saar, Nahe, Main und Neckar“, warnt Diplom-Meteorologe Dominik Jung (siehe Interview). Bei der Bahn ist man auf unwetterbedingte Not­fälle ­vorbereitet. „Wir haben die Bereitschaften verstärkt“, sagt ein Bahnsprecher auf tz-Anfrage. Erst im Dezember war der S-Bahn-Verkehr durch umgestürzte Bäume extrem gestört worden. Die Wetterfront überquerte gegen 3 Uhr nachts die deutsche Grenze im Westen. Im Laufe des Nachmittags lässt der Wind in Bayern laut Prognosen nach.

Das sagt der Wetter-Experte

Herr Jung, sollten wir heute lieber daheim bleiben? 

Dominik Jung: Wir rechnen mit Windstärke 10, das ist schon heftig. Auf Spaziergänge im Wald oder Park sollten Sie auf jeden Fall verzichten. Denn durch die starken Regenfälle weicht der Boden auf. Bäume haben weniger Halt. Die Gefahr ist größer, dass sie umfallen. Außerdem sollte man besser keine größere Reise machen. 

Schon die vergangenen Wochen waren teils stürmisch. Warum? 

Jung: Schuld sind die vielen Tiefdruckgebiete. Aus dem Westen kommt vom Atlantik ein Tief nach dem anderen. Das nennt man auch Westwindwetter und ist typisch für die Winterzeit. Die Tiefs bringen viel Luft und Wind mit. Es bleibt aber mild. 

Nehmen denn diese Wetter­extreme zu? 

Jung: Nein, das hat nichts mit Klimawandel zu tun. Vor 19 Jahren wütete zum Beispiel der Orkan Lothar um Weihnachten herum über West- und Mitteleuropa – oder 2007 der Orkan Kyrill Mitte Januar über Europa. Diese Sturmlagen gab es schon immer. 

Haben Sie noch einen Tipp für unsere Leser, damit zuhause nichts passiert? 

Jung: Alles vom Balkon oder der Terasse wegräumen. Wer den Weihnachtsbaum noch draußen stehen hat, sollte ihn noch einmal festzurren, damit er bei einer Orkanböe nicht durch die Luft gewirbelt wird. 

Orkanböen in den Alpen möglich

Entsprechend warnt auch der Deutsche Wetterdienst: Von 6 bis 16 Uhr ist demnach ein Unwetter mit Orkanböen in Oberbayern möglich. Ab dem Vormittag soll es Sturmböen von bis zu 100 km/h geben, vereinzelt sogar Orkanböen von 120km/h geben. In den Bergen sind selbst Orkanböen von 140 Stundenkilometern drin. Kräftige Schauer und Gewitter werden erwartet. 

Erst zum Nachmittag soll sich das Wetter wieder beruhigen.

Die schlimmsten Stürme

Immer wieder führen Stürme zu schweren Verletzungen und Zerstörungen. Die stärksten Unwetter der vergangenen Jahre: 

  • November 2017: Sieben Menschen wurden von Bäumen erschlagen, als Herbststurm Xavier durchs Land fegte. 
  • Oktober 2017: Durch Orkan Herwart starben drei Menschen. 
  • Januar 2015: Die Stürme Elon und Felix richten in ganz Europa Verwüstungen an. Bei Unfällen gibt es Tote und Verletzte, auch in Deutschland. 
  • Juni 2014: Sturmtief Ela hinterlässt vor allem in Nordrhein-Westfalen Verwüstung. Bilanz: mehrere Tote und Schäden in zweistelliger Millionenhöhe.
Friedensengel mit Mond.

Sturm und dann auch noch der Supermond 

Sternchen zählen ist dieses Jahr nicht nur was für Träumer. Denn das neue Jahr startet mit einem extrem seltenen Ereignis. In gleich zwei Monaten kommt es zu einem sogenannten blauen „Supermond“ – wie auf dem Foto überm Friedensengel. Das Phänomen entsteht, wenn der Mond zweimal in einem Monat in die Vollmond-Phase eintritt. Wer’s vorgestern verpasst hat: Am 31. Januar ist es wieder soweit. Dafür gibt es im Februar kein einziges Mal einen Vollmond zu bestaunen. Und das ist ebenfalls ein sehr seltenes Phänomen, das wir am letzten Mal 1999 sehen konnten – oder eben nicht sehen. Astronomen dürfen sich auch auf die Nacht vom 27. auf den 28. Juli freuen: In dieser Nacht herrscht am Himmel eine totale Mondfinsternis. 

mag/ Video: Glomex/ Interview: Anna Schwarz/ Daniela Schmitt

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