Winter-Wahnsinn hält Freistaat in Atem

Schnee-Ticker: Mitarbeiter der Straßenmeisterei verunglückt tödlich

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Das Räumfahrzeug liegt mit der Fahrerseite in der Isar. Rettungskräfte versuchen, den Fahrer aus der Kabine zu bergen.

Das Schneechaos hält Bayern in Atem. Ein Kind wurde von einem umstürzenden Baum getötet. In mittlerweile fünf Landkreisen wurde der Katastrophenfall ausgerufen.

  • Eine kräftige Schneewalze zieht über den Freistaat und bestimmt das Wetter in Bayern. Für den Sonntag wird die nächste Unwetterlage prognostiziert.
  • Bei Aying wurde ein Kind von einem umstürzenden Baum getötet.
  • Ein Mitarbeiter der Straßenmeisterei Bad Tölz verunglückte tödlich in der Isar
  • Vielerorts fällt der Schulunterricht aus, zahlreiche Menschen sind von der Außenwelt abgeschnitten.
  • Im Landkreis Miesbach wurde bereits am Dienstag der Katastrophenfall ausgerufen - mit weitreichenden Folgen vor allem für Schulkinder. Am Donnerstag haben die Landkreise Berchtesgadener Land, Traunstein und Bad Tölz-Wolfratshausen nachgezogen. Das Landratsamt Garmisch-Partenkirchen reagierte am Freitag.

Wichtiger Hinweis: Alle aktuellen Hinweise zum Schnee-Chaos in Bayern am Samstag finden Sie in diesem neuen Ticker auf Merkur.de

Update vom 12. Januar 2019, 9.25 Uhr: Der Wintereinbruch bringt nicht nur viel Schnee mit sich, sondern auch kuriose Geschichten. In Hohenpeißenberg bei Weilheim hat sich ein Mann vor einen Schneepflug geworfen und sich an der Schaufel fest gekrallt, wie merkur.de* berichtet. Der Grund für die Aktion ist äußert dreist. 

Das waren die News vom 11. Januar 2019

21.53 Uhr: Die Kehrseite des Winterwetters haben in München zahlreiche Fußgänger zu spüren bekommen. Wegen des Glatteises und nur sporadisch geräumter Wege hat für viele der Spaziergang auf dem OP-Tisch geendet. Am Klinikum rechts der Isar muss derzeit sogar ein zusätzlicher OP-Saal betrieben werden, um die vielen Knochenbrüche behandeln zu können, sagt Prof. Dr. med. Peter Biberthaler. 

Auch an den Notfallzentren der München Klinik sind die Patientenzahlen aufgrund der Witterung stark gestiegen. Die Sendlinger Sana Klinik musste in den letzten Wochen zwei- bis dreimal so viele Patienten mit Knochenbrüchen behandeln als sonst. Eine Patientin ist Sandra Boehme, 18. Die BWL-Studentin war am Sonntagabend in Solln unterwegs. Auf dem Gehweg rutschte sie plötzlich aus und brach sich ihr Wadenbein, in ihrem Sprunggelenk rissen die Bänder. Am Donnerstag wurde die Studentin in der Sana Klinik operiert, schon am heutigen Samstag kann sie voraussichtlich wieder entlassen werden. 

Um Glatteis-Stürze zu vermeiden, rät Prof. Dr. med. Gerhard Metak, Unfallchirurgie-Facharzt an der Sana Klinik, zum „Pinguin-Gang“: „Dabei sollte man darauf achten, dass das Gewicht beim Gehen nach vorne verlagert ist und man immer mit der ganzen Sohle auftritt. Dadurch hat man mehr Halt und fällt, wenn überhaupt, nicht nach hinten.“ Dr. Andreas Römer, Chefarzt an der München Klinik Schwabing, ergänzt: „Walking-Stöcke können für besseren Halt sorgen. Trotzdem sollte man den Gang in den Supermarkt möglichst verschieben.“

Tragödie in Lenggries, Skiunfall in Tirol, Brauneck wird wieder eröffnet

21.22 Uhr: Wenn es um die Hilfe im Alpenvorland geht, hat auch die Erdinger Feuerwehr ihre Finger im Spiel, wie Merkur.de berichtet. Das ganze Wochenende wird in den Katastrophengebieten geholfen. 

21.12 Uhr: Der tragische Unfall zwischen Fall und Vorderriss sorgt bei den Beteiligten immer noch für Entsetzen. Eine ausführlicher Bericht der tödlichen Tragödie finden Sie hier

19.17 Uhr: Winterliche Verhältnisse haben auf den Straßen in Oberfranken am Freitag zu mehr als 140 Unfällen geführt. Die Rettungs- und Hilfsdienste eilten von einem Einsatz zum nächsten, wie die Polizei mitteilte.

18.50 Uhr: Die Polizei Tirol vermeldet einen schweren Skiunfall im Hochzillertal. Dort soll einen 62-jährige Deutsche gegen 10.20 Uhr mit einem 20-jährigen Deutschen aus bisher unbekannter Ursache zusammengestoßen sein. Die 62-Jährige erlitt schwere Verletzungen an der Wirbelsäule und musste mit einem Rettungshubschrauber in die Klinik Innsbruck geflogen werden. Der 20-Jährige blieb unverletzt.

18.43 Uhr: Das bisher gesperrte Skigebiet in Lenggries kann morgen wieder in Betrieb genommen werden. Eine Sprecherin vermeldete: Das Skigebiet Brauneck-Wegscheid kann ab morgen 12.01. wieder mit folgenden Liften starten: Kabinenbahn, Milchhäusel-Express, Ahorn- und Garland-Sessellift sowie Florilift, Die geöffneten Abfahrten können Sie ab morgen früh auf unserer Internetseite entnehmen

Schnee-Tragödie in Lenggries: Räumfahrzeug aus der Isar geborgen - Fahrer gestorben

16.15 Uhr: Update zum Unfall bei Lenggries: Der 48-jährige Fahrer des Räumungsfahrzeugs erlag trotz Rettungsmaßnahmen im Klinikum Innsbruck seinen Verletzungen. Die Bergungsarbeiten dauern noch an.

15.50 Uhr: In der Pfarrei Hl. Familie in Geretsried (Landkreis Wolfratshausen) wurden für Sonntag alle Gottesdienste abgesagt. Grund dafür sind die Schneemassen auf dem Dach des Pfarrzentrums.

15.19 Uhr: Aufgrund des enormen Schneefalls wurde das Volleyball-Bundesligaspiel der AlpenVolleys Haching gegen den VCO Berlin abgesagt. Aufgrund des durch Schnee belasteten Dachs bleibt die Bayernwerk Arena bis mindestens Montagmorgen geschlossen. Das teilte der Hachinger Verein am Freitag mit. Das Spiel werde verschoben. Ein Ausweichtermin soll schnellstmöglich bekannt gegeben werden.

Mann nach Unfall bei Lenggries aus Wasser geborgen

15.03 Uhr: Bei dem Unfall nahe Lenggries, bei dem ein Räumfahrzeug von der Straße abgekommen und ins Wasser gerutscht war, ist das Fahrzeug nun geborgen. Es laufen weiterhin Aufräumarbeiten.

Die Bergung des Fahrzeugs, das bereits gegen 9.30 Uhr am Morgen ins Gewässer gerutscht war, hatte sich schwierig gestaltet, ein Kran musste angefordert werden. Der Fahrer des Wagens wurde eingeklemmt. Zwar gelang es den Rettungskräften zunächst, seinen Oberkörper aus dem Wasser zu ziehen, vollständig aus dem Wasser befreit werden konnte er aber erst nach Bergung des Räumfahrzeugs. Aufgrund der langen Verweildauer im eisigen Wasser wurde er in einem lebensbedrohlichen Zustand in eine Spezialklinik geflogen.

14.20 Uhr: Im Raum Berchtesgaden sind mehr als 450 Gebäude von den Schneemassen auf den Dächern bedroht. Bisher seien knapp 100 bereits von der Last befreit, berichteten die Einsatzbehörden am Freitag. Rund 800 Kräfte von Bundeswehr, Technischem Hilfswerk (THW), Feuerwehr und anderen Organisationen seien im Einsatz. Der Schnee lag vielfach mehr als einen Meter hoch auf den Dächern, die Rede war sogar von bis zu zwei Metern.

13.31 Uhr: Spätestens seit dem frühen Donnerstagmorgen ist der Katastrophenfall im Landkreis auch in der Arbeitswelt angekommen. Gleich mehrere Hürden hatten die Beschäftigten auf dem Weg in ihren Betrieb zu bewältigen. Erst das Auto aus dem Schnee ausgraben, und dann noch mit Schritttempo über die glatten Straßen kriechen. Auf Seiten der Arbeitgeber gibt es aber viel Verständnis – und Lob.

Wer fahren will, muss schaufeln: Die großen Schneemengen – hier ein Bild aus Kreuth – stellen Arbeitnehmer und Berufspendler in diesen Tagen vor Probleme.

Wetter in Bayern: Katastrophenfall ausgerufen - jetzt schaut sogar Söder vorbei

13.25 Uhr: Ministerpräsident Dr. Markus Söder und Staatsminister Dr. Hans Reichert besuchen am Samstag, 12. Januar, den Landkreis Bad Tölz-Wolfratshausen, um sich vor Ort persönlich ein Bild von der Lage zu verschaffen. Das teilt das Landratsamt mit.

13.12 Uhr: Die nächste Schließung - diesmal ist das Einkaufszentrum HEP in Holzkirchen betroffen. Aus Sicherheitsgründen wird das komplette Einkaufszentrum samt Tiefgarage vorübergehend ab sofort bis Sonntag, 13. Januar, geschlossen. Der Schneedruck auf dem Dach ist zu hoch, um einen gefahrlosen Besuch zu ermöglichen. Die Schneeräumung auf dem Dach läuft bereits auf Hochtouren. Das HEP-Team bittet um Verständnis.

Schneechaos in Bayern: Unsere lokalen News-Ticker im Überblick

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12.58 Uhr: Werden die Fahrgäste der BOB für die Ausfälle entschädigt? Christopher Raabe, Sprecher der BOB, sagt: "Prinzipiell haben wir einen Schienenersatzverkehr eingerichtet, für den die gekauften Tickets auch gelten." Wenn der wie am Donnerstag ausfällt, erstattet das Unternehmen den Fahrpreis "über die geltenden Fahrgastrechte hinaus", wie Raabe betont. Auf der Website des Unternehmens können Betroffene ein Formular herunterladen und gekaufte Tickets erstatten lassen.

Schnee-Drama in Aying: Kanzlerin reagiert

12.42 Uhr: Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) hat nach dem Tod eines neunjährigen Jungen im winterlich verschneiten Bayern ihr Mitgefühl zum Ausdruck gebracht. Merkel spreche den Angehörigen ihr Beileid aus, sagte die stellvertretende Regierungssprecherin Ulrike Demmer am Freitag in Berlin.

„Die Kanzlerin wie auch die gesamte Bundesregierung dankt allen Helferinnen und Helfern in den von den heftigen Schneefällen betroffenen Gebieten für ihren Einsatz“, sagte Demmer. Sie sicherte zu, dass die Zahl der Einsatzkräfte von Bundeswehr, Technischem Hilfswerk (THW) oder Bundespolizei notfalls aufgestockt werden könne.

12.23 Uhr: Seit Tagen kommt die weiße Pracht von oben. Über den extremen Wintereinbruch sprachen wir mit Meteorologie-Professor Dr. Peter Höppe von der Ludwig-Maximilians-Universität in München, ehemaliger Leiter Geo-Risikoforschung der Münchener Rück. Er erklärt unter anderem, wo der ganze Schnee herkommt und warnt vor neuen Gefahren.

11.44 Uhr: Diese Nachricht dürften den ein oder anderen Schüler freuen, manch Erziehungsberechtigtem allerdings schlaflose Nächte bereiten: In Teilen Südbayerns fällt der Unterricht auch Anfang der kommenden Woche noch aus.

Skigebiet Brauneck soll am Wochenende wieder öffnen - nun hat sich die Lage verschärft

11.40 Uhr: Über Nacht hat sich die Lage im Skigebiet Brauneck leider verschärft. Am Donnerstag stürzte ein Baum um und traf die Lifttrasse des Finstermünz-Sessellifts. „Er liegt auf dem Seil. Ob Schaden entstanden ist, können wir noch nicht sagen“, sagt Antonia Asentstorfer, Pressesprecherin von Alpen Plus und dem Brauneck-Skigebiet. Den Baum zu entfernen, ist schwierig. Außerdem ist die Schneelast auf den anderen Bäumen ebenfalls groß. Dass die Lifte am Berg am Samstag, 12. Januar, wieder öffnen, ist derzeit  mehr als fraglich.

11.25 Uhr: Die Schneemassen im südlichen Oberbayern haben Bauern zu Helfern in der ambulanten Pflege werden lassen: Pflegekräfte des Bayerischen Roten Kreuzes (BRK) kommen auf den verschneiten Straßen teilweise mit ihren eigenen Autos nicht mehr weiter und erreichen die alten und kranken Menschen nur noch schwer, wie Pressesprecher Sohrab Taheri-Sohi am Freitag in München sagte. Die medizinische Versorgung sei trotz der erschwerten Bedingungen aber immer sichergestellt. Mit Traktoren und Unimogs unterstützen Landwirte den Angaben zufolge die Pfleger auf dem Weg zu den eingeschneiten Hilfsbedürftigen.

11.23 Uhr: Die Sperrung der B307 nach dem Unfall wird länger dauern. Derzeit ist schweres Gerät angefordert, um das Fahrzeug zu bergen.

11.20 Uhr: Ärztin Claudia Gudelius sowie Chrissy Baader und Nico Bücherl vom BRK stehen derzeit bei medizinischen Notfällen rund um die Uhr in Jachenau zur Verfügung. Und sie haben schon die ersten Einsätze absolviert.

Chrissy Baader (re.) und Nico Bücherl vom BRK bilden mit Ärztin Claudia Gudelius das medizinische Notfall-Team in Jachenau.

10.58 Uhr: Bei leichtem Schneefall und teils glatten Straßen ist es am Freitag im Norden Unterfrankens zu mehreren Auffahrunfällen gekommen. So seien am Morgen etwa ein halbes Dutzend Autos bei Bad Kissingen entweder auf das vor ihnen stehende Fahrzeug oder in einen Graben gerutscht, sagte ein Polizeisprecher. Dabei sei niemand verletzt worden. In der Nacht zum Freitag war in Unterfranken erstmals seit längerem wieder etwas Schnee gefallen.

Lenggries/B307: Komplizierter Rettungseinsatz an der Isar

10.53 Uhr: Auf der Bundesstraße 307 hat sich gegen 9.45 Uhr ein schwerer Unfall im Gemeindebereich Lenggries ereignet. Nach ersten Informationen des Polizeipräsidiums Oberbayern Süd ist ein Schneeräumfahrzeug beteiligt. Derzeit laufen die Bergungs- und Rettungsmaßnahmen an der Isar. Im Bereich der Unfallstelle zwischen Fall und Vorderriß ist die Bundesstraße komplett gesperrt.

Ein Räumfahrzeug ist bei Lenggries in ein Gewässer gerutscht.

Katastrophenfall im Landkreis Garmisch-Partenkirchen ausgerufen

10.44 Uhr: Garmisch-Partenkirchens Landrat Anton Speer (Freie Wähler) hat nun auch für seinen Landkreis den Katastrophenfall ausgerufen.

10.36 Uhr: In Olching hat die Polizei zwei Realschülerinnen nach Hause gebracht. Die elf und zwölf Jahre alten Mädchen hatten sich bei Eiseskälte verirrt und waren völlig durchnässt.

10.28 Uhr: Rudolf Ubl aus Gräfelfing ist sauer. Die Falkenstraße vor seinem Haus ist perfekt geräumt. Jetzt türmt sich auf dem Gehsteig der Schnee – dem Schneepflug sei Dank. „Die Fußgänger können sehen, wo sie bleiben“, schimpft er. Ubl hält es für unzumutbar, dass schwere Eisbrocken durch die Hauseigentümer entfernt werden sollen, wie merkur.de* berichtet.

Freisinger Feuerwehrler auf dem Weg nach Traunstein

10.11 Uhr: 132 Feuerwehrkräfte aus dem Landkreis Freising sind aktuell auf dem Weg nach Traunstein. Dort ist am Donnerstag aufgrund der starken Schneefälle der Katastrophenalarm ausgelöst worden. Für die Einsatzkräfte aus Freising gilt es bis heute Abend, Dächer abzuschaufeln.

10.09 Uhr: Auf den ersten Blick stellt man sich die Frage: Warum muss angesichts der starken Schneefälle derzeit eine Piste beschneit werden? Die Bayerische Zugspitzbahn nennt den Grund.

10.04 Uhr: Während Teile des Freistaats vor den Schneemassen in die Knie gehen, widmet sich manch Münchner den schönen Dingen des Lebens.

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Wetter in Bayern: Unterricht muss nach Schneechaos nicht nachgeholt werden

09.52 Uhr: Zahlreiche Schulen im Freistaat haben wegen des starken Schneefalls den Unterricht ausfallen lassen - die Stunden müssen nach den Worten von Bayerns Kultusminister Michael Piazolo (Freie Wähler) auch nicht nachgeholt werden. „Im Lehrplan ist immer Luft drin, gerade für solche Verhältnisse“, sagte er am Freitag dem Bayerischen Rundfunk. Die Lehrer könnten den Stoff zwar nachholen, das sei aber nicht verpflichtend. Unterricht über digitale Medien und das Internet schloss Piazolo nicht aus. „Solche Möglichkeiten sind zu überlegen. Da ist immer die Frage, was die Schule kann.“

09.44 Uhr: Mit den Schneebergen am Straßenrand haben viele zu kämpfen, auch die Feuerwehren. Die Freiwillige Feuerwehr Berg hat einen Appell an ihre Bürger gerichtet, der für alle Gemeinden gilt.

09.19 Uhr: Aktuell ist die Spitzingstraße wegen eines Lawinenabgangs gesperrt. Ab dem späten Vormittag sollte die Straße nach kontrollierten Schneefeldsprengungen wieder befahrbar sein, teilen die Alpenbahnen Spitzingsee mit. Der Skibetrieb ist eingeschränkt und voraussichtlich erst gegen Mittag möglich.

Wegen eines Lawinenabgangs ist die Spitzingstraße gesperrt. Am Vormittag wird kontrolliert gesprengt.

09.16 Uhr: Es ist kalt draußen - doch manche scheint das gar nicht zu kümmern. Gleich dreimal musste die Münchner Polizei in der letzten Woche wegen allzu leicht bekleideter Männer anrücken.

09.14 Uhr: Sie sind im Chaos-Winter im Dauereinsatz - aber werden bei ihrer schweren Arbeit sogar noch behindert. Die Rede ist von privaten Räumfahrzeugen, wie dem des Ehepaars Klinzmann.

Schneechaos in Bayern: DWD warnt vor nächster Unwetterlage

09.11 Uhr: Auf eine kurze Verschnaufpause an der Winterfront folgt die nächste Unwetterlage in Bayern. In der Nacht zum Sonntag komme eine sehr komplexe Wetterlage auf den Freistaat zu, sagte der Leiter der Regionalen Wetterberatung München des Deutschen Wetterdienstes (DWD), Guido Wolz, am Freitag. Massive Tiefausläufer bringen der Prognose zufolge kräftigen Schneefall in den Alpenraum und den Bayerischen Wald. Im Tagesverlauf könne die Schneefallgrenze auf 1200 Meter ansteigen, darunter wird es also regnen.

08.57 Uhr: Weiter erfinderisch bleiben Bayerns Bürger angesichts der unglaublichen Schneemassen. In Miesbach wurde ein Schneehaufen kurzerhand mit einem Gipfelkreuz bestückt.

08.53 Uhr: Wegen der schwierigen Witterungsverhältnisse sind am Flughafen München für den Freitag 90 Flüge gestrichen worden. Das teilte ein Sprecher des Airports am Morgen mit. Im Moment sei der Himmel zwar blau, weiterer Schneefall sei zunächst nicht in Sicht, „aber die Entscheidung, Flüge zu streichen, liegt in der Hand der jeweiligen Airline.“ Mehrere Fluggesellschaften hätten Flüge für Freitag annulliert.

08.41 Uhr: Bereits seit Tagen sind Einsatzkräfte vom Technischen Hilfswerk und Feuerwehren sowie Bundeswehrsoldaten im südlichen Oberbayern im Einsatz und befreien Hausdächer von schweren Schneelasten. Vor allem in den Landkreisen Miesbach und Berchtesgadener Land, wo größtenteils der Katastrophenfall herrscht, sind die Helfer im Dauereinsatz. Das teilten am Freitagmorgen Sprecher der Landratsämter in Miesbach und Bad Reichenhall mit.

Aying: Kind von Baum erschlagen - neue Details

08.05 Uhr: Es war ein tragisches Unglück, das Aying am Donnerstagmittag erschütterte. Ein neunjähriger Bub wurde von einem Baum erschlagen. Nun sind weitere Details bekannt.

Video: Meldung „Eingeschneit“

07.51 Uhr: Die Lawinengefahr ist in weiten Teilen der bayerischen Alpen nach Einschätzung von Experten gesunken. Für diesen Freitag stufte der Lawinenwarndienst Bayern in München die Gefahr nur noch für die Berchtesgadener Alpen als groß ein, das ist die zweithöchste von fünf Gefahrenstufen. Für den übrigen Alpenraum gelte erhebliche Gefahr, Warnstufe 3.

07.40 Uhr: Die Neuschneefälle haben auch im deutsch-österreichischen Grenzgebiet Ammerwald für eine Extremsituation gesorgt - mit Folgen für das dortige Alpenhotel.

Unmengen von Schnee türmen sich am Alpenhotel Ammerwald, das derzeit nur von der deutschen Seite aus zu erreichen ist.

07.31 Uhr: Viel Geduld müssen S-Bahn-Pendler auch am Freitagmorgen mitbringen. In unserem News-Ticker erfahren Sie, worauf sie sich einstellen müssen.

07.16 Uhr: Bleiben Schule oder Kindergarten geschlossen, geht sehr wahrscheinlich für ein Elternteil ein freier Tag drauf. Der Arbeitgeber muss den Lohn nicht fortzahlen, wenn die Eltern zuhause bleiben. Denn der dafür passende „Paragraf 616“ im Bürgerlichen Gesetzbuch (BGB) sagt, dass für das Fehlen am Arbeitsplatz mit Entgeltfortzahlung ein „in der Person des Dienstverpflichteten“ liegender Grund vorliegen muss. Ein Experte erklärt, in welchem Fall Eltern Urlaub bekommen, wenn ihr Kind schulfrei hat.

Wetter-Wahnsinn im Freistaat: Pendler kapitulieren vor Schneemassen

07.13 Uhr: Viele Pendler haben angesichts der Schneemassen Probleme, zu ihren Arbeitsstellen zu gelangen. Einige von ihnen, wie Apotheker Ingo Beer aus Weilheim, fahren gar nicht mehr heim.

06.59 Uhr: In Inzell hielt das Dach einer Lagerhalle den Schneemassen nicht mehr stand. Offenbar wurde bei dem Vorfall niemand verletzt.

06.31 Uhr: Was hilft die beste Zeitung, wenn sie nicht an den Mann oder Frau beziehungsweise ins Haus gebracht wird? 60 Zusteller sind auch bei widrigsten Wetterverhältnissen unterwegs, um den Tölzer Kurier auszutragen und dafür zu sorgen, dass die gewohnte Frühstückslektüre in der Zeitungsrolle steckt.

06.19 Uhr: Unter dem anhaltenden Winterwetter leiden auch die Paketzusteller der Deutschen Post. „Es ist klar, dass unsere Leute derzeit nicht so schnell vorankommen“, sagte ein Postsprecher in München auf Anfrage. Viele Straßen seien nicht geräumt oder wegen der Schneemassen an den Seiten zu eng. Oft könne deshalb nicht mehr in zweiter Reihe geparkt werden und die Zustellwege würden länger. „Es kann daher durchaus vorkommen, dass sich die Zustellung um ein bis zwei Tage verzögert“, sagte der Sprecher.

06.09 Uhr: Zahlreiche Menschen haben in der Nacht zu Freitag über mehrere Stunden hinweg bei starkem Schneefall in ihren Fahrzeugen auf der Autobahn 8 im Landkreis Rosenheim ausharren müssen. Auf dem Streckenabschnitt zwischen Bernau am Chiemsee und Frasdorf in Richtung München kam der Verkehr wegen Schneeglätte und querstehender Lastwagen am Donnerstagabend komplett zum Erliegen. Erst in den frühen Morgenstunden konnten Pkw und Lkw nach und nach wieder anfahren, wie die Polizei am Freitag mitteilte. Da der Schneefall nachgelassen habe, gebe es aktuell keine Probleme mehr. „Im Moment sieht man sogar wieder den Asphalt“, sagte ein Sprecher.

Bis sich der Stau aufgelöst hatte, seien mehrere Stunden vergangen. „Teilweise mussten wir Lkw-Fahrer aufwecken“, sagte ein Sprecher. „Das dauerte etwas, bis die ihre Lastwagen wieder in Bewegung setzen konnten.“

Sowohl das Bayerische Rote Kreuz als auch das Technische Hilfswerk waren im Einsatz, um die Autofahrer zu betreuen. Die Helfer seien den Stau abgegangen und hätten die Menschen versorgt, so ein Polizeisprecher. Das Rote Kreuz twitterte, dass unter anderem für warme Getränke gesorgt wurde.

Wetter in Bayern: Katastrophenfall im Landkreis Bad Tölz-Wolfratshausen

06.05 Uhr: Nach der Besprechung des Krisenstabs am Donnerstag um 18 Uhr hatte Stefan Kießkalt, neuer Sprecher der Kreisbrandinspektion, noch erklärt: „Wir sind unterhalb der Katastrophenschwelle.“ Doch um 21 Uhr tagte der Kreis aus Vertretern von Landratsamt, Feuerwehr, Polizei, Bundeswehr und verschiedenen Behörden noch einmal. Und um 22.37 Uhr stand fest: Landrat Josef Niedermaier wird den Katastrophenfall für den Landkreis Bad Tölz-Wolfratshausen nach Artikel 4 des Bayerischen Katastrophenschutzgesetzes (Bay KSG) ausrufen, wie merkur.de* berichtet.

Das waren die Wetter-Meldungen vom 10. Januar

22.50 Uhr: Auf der A8 befinden sich zur Stunde zahlreiche Autofahrer in einer äußerst misslichen Lage: Wie das Polizeipräsidium Oberbayern mitteilt, ist die wichtige Autobahn in Richtung München zwischen Bernau und Frasdorf seit mehreren Stunden komplett gesperrt - Grund sind mehrere Verkehrsunfälle, die Folge ist ein hartnäckiger Stau.

Das Bayerische Rote Kreuz wird die im starken Schneefall wartenden Menschen den Angaben zufolge nun mit dem Nötigsten versorgen. Wie lange die Autobahn gesperrt bleiben wird ist noch unklar - die Bedingungen bei der Bergung mehrerer Lkw seien „sehr schwierig“, teilte die Polizei mit.

Die Polizei fordert Autofahrer auf, eine Rettungsgasse zu bilden. Pkw-Fahrer sollen die Umleitung U20 nutzen, Lkw den rechten Fahrstreifen der Autobahn nutzen. Aktuelle Infos zur Lage an der Stau-Stelle liefert der Freistaat die Nacht über auf seinem Portal bayerninfo.de.

Wetter-Chaos in Bayern: Das ist die Schnee-Prognose der Deutschen Wetterdienstes

22.41 Uhr: Der Deutsche Wetterdienst (DWD) hat nur teilweise gute Nachrichten für die vom Schnee-Chaos gebeutelten Regionen in Südbayern: So soll nach dem jüngsten Bericht des DWD der Schneefall am Alpenrand „allmählich abklingen“. Bis dahin kommt allerdings noch einiges an Niederschlägen.

So sollen in der Nacht bis Freitagfrüh am westlichen Alpenrand fünf, im östlichen Bereich bis zu zehn Zentimeter Neuschnee fallen. Das südliche Alpenvorland muss mit ein bis drei Zentimeter frischem Schnee rechnen. Es bestehe weiterhin Gefahr durch Schneebruch, warnen die Meteorologen.

Ein österreichischer Militär-Hubschrauber im Wettereinsatz an der Grenze bei Kufstein.

21.26 Uhr: Keine Entwarnung gibt es in Sachen Lawinen. „In den Berchtesgadener Alpen ist die Lawinengefahr als groß einzustufen, im übrigen bayerischen Alpenraum ist die Lawinengefahr erheblich“, teilte der Lawinenwarndienst Bayern mit. Durch Sonneneinstrahlung vergrößere sich am Freitag zudem die Gefahr von sich selbst auslösenden Lawinen. Näheres erfahren Sie in unserem Lawinen-Ticker.

Schnee-Chaos im Oberland: Bayerische Oberlandbahn gibt Update

21.24 Uhr: Auch die Bayerische Oberlandbahn (BOB) hat nun noch einmal ein Update gegeben: Wie das Unternehmen am Donnerstagabend mitteilte, werden die Strecken südlich von Holzkirchen voraussichtlich bis Dienstag gesperrt bleiben. Stattdessen gibt es einen Schienenersatzverkehr - „solange es die Witterung zulässt“. Fahrpläne der Busse sind auf der Homepage der BOB zu finden.

Die Entscheidung über die weitere Sperrung der Strecken hatte die DB Netz der Deutschen Bahn. „Aufgrund der aktuellen Wetterverhältnisse und bestehenden Prognosen bis Anfang kommender Woche“ sei der Entschluss nachvollziehbar, erklärt die BOB. Das Unternehmen verweist allerdings auch darauf, dass der Betriebsstopp von Samstagnacht bis Donnerstag aus seiner Sicht bei besserer Planung der DB Netz hätte vermieden werden können.

Eingeschränkt ist unterdessen auch der Verkehr des Meridian auf der Strecke München-Holzkirchen-Rosenheim. Zwischen München und Holzkirchen sowie zwischen Holzkirchen und Rosenheim verkehren Pendelzüge. Allerdings halten sie witterungsbedingt nicht am Bahnhof Kreuzstraße.

Schnee-Chaos rund um München im Überblick: Landeshauptstadt warnt vor „lebensgefährlichen“ Parks

20.30 Uhr: Tausende Schüler im Umland müssen (oder dürfen) am Freitag daheim bleiben. In den Landkreisen München, Erding, Fürstenfeldbruck, Bad Tölz-Wolfratshausen, Miesbach und Starnberg fällt die Schule aus. Im Landkreis Ebersberg bleiben vorsorglich gleich bis Montag alle Schulen geschlossen. Der Grund: Der Schulweg ist wegen des massiven Schneefalls zu gefährlich. 

Die Parks in München sowie die Isarauen solle man dieser Tage komplett meiden, teilte das Baureferat gestern mit. Auch hier sei das Risiko zu hoch, von herabfallenden Ästen oder gar umstürzenden Bäumen getroffen zu werden – im schlimmsten Fall droht Lebensgefahr. 

Blick in einen Münchner Park.

Bis auf Weiteres schließen mussten deshalb auch die städtischen Friedhöfe. Zu groß sei die Gefahr für die Besucher, heißt es von der Stadt. Trotzdem wolle man alle vereinbarten Beisetzungen wie geplant durchführen. Jedoch müssten Mitarbeiter des Friedhofs die Trauergäste zum Ort der Beisetzung begleiten. 

Außerdem hat die Stadt gestern fünf Wertstoffhöfe gesperrt. „Die Schneemengen waren einfach zu groß“, sagte Bettina Folger vom Abfallwirtschaftsbetrieb München (AWM). Zufahrten und Parkplätze waren eingeschneit, die Räumung ging nicht schnell genug. „Wir haben nur zwei Fahrzeuge, die für uns räumen können“, sagte Folger. Die seien am Donnerstag zwar bereits ab zwei Uhr nachts unterwegs gewesen, doch: „Das ist eine Riesen-Arbeit.“ Der AWM bittet die Münchner, im Zweifel vorher beim Wertstoffhof anzurufen und zu fragen, ob er offen hat.

Landkreis Berchtesgadener Land: Katastrophen-Alarm ausgelöst - und die Lage verschärft sich weiter

19.47 Uhr: Auch der Landkreis Berchtesgadener Land hat am Donnerstag den Katastrophenfall ausgerufen - seither hat sich die Lage sogar noch verschärft, wie das Landratsamt in Bad Reichenhall am Abend mitteilte. Eine Hauptgefahr seien die hohen Schneelasten auf den Dächern, hieß es. Freiweillige Feuerwehren, THW und auch Bundeswehr seien im Dauereinsatz, nicht zuletzt da bis Sonntag weitere Niederschläge für die Gegend angekündigt sind.

Ein Kettenfahrzeug der Bundeswehr fährt über eine schneebedeckte Straße. Das Fahrzeug wird zur Versorgung des abgeschnittenen Berchtesgadener Ortsteils Buchenhöhe eingesetzt.

Nach Angaben des Landratsamts sind mehrere bedeutsame Einrichtungen gefährdet - etwa das Gymnasium Berchtesgaden, die Watzmann-Therme oder Kindergärten. Zugleich sind Teile einiger Gemeinden derzeit nicht erreichbar. Konkret sind dies zur Stunde die Berchtesgadener Ortsteile Vorderbrand und Buchenhöhe, Ettenberg in Marktschellenberg und der Bereich Schwarzenberg Teisendorfer Ortsteil Neukirchen. Gesperrt ist wegen Lawinengefahr unter anderem auch die Bundesstraße B305 zwischen Schneizlreuth und Wachterl in Ramsau.

Schnee-Chaos in Südbayern: So ist die Lage in München

19.29 Uhr: Während einige oberbayerische Landkreise im Schnee versinken, war die Lage im Stadtgebiet Münchens am Donnerstag einigermaßen entspannt, wie die Branddirektion mitteilte. Bis zum Nachmittag kam es zu 27 schneebedingten Einsätzen. Meist mussten abgebrochene Äste und umgestürzte Bäume beseitigt werden. 

Die Feuerwehr weist in diesem Zusammenhang darauf hin, dass die Schneelast auf Hausdächern vom Eigentümer selbst zu überprüfen ist. Private Unternehmen, beispielsweise auch Dachdeckerfirmen, übernehmen in den meisten Fällen die Räumung von überlasteten Dächern. 

Die Polizei registrierte am Donnerstag in der Zeit von 4 bis 13 Uhr 50 Verkehrsunfälle. Zum Vergleich: An schneefreien Donnerstagen im November wurden ähnliche Zahlen erreicht. Polizeisprecher Sven Müller: „Die Autofahrer haben sich gut auf den Winter eingestellt.“ 

Im Dauereinsatz befanden sich die städtischen Winterdienste des Baureferats aber trotzdem. Von 3 Uhr morgens an räumten die Mitarbeiter öffentliche Plätze, die rund 9700 Fußgängerüberwege sowie das gesamte Straßennetz. Spürbar waren die Auswirkungen des Winters auch am Münchner Flughafen. Doch nicht nur die lokale Witterung, auch die Verhältnisse an einigen Zielorten und Streiks sorgten allein am Donnerstag für insgesamt 50 Flugausfälle.

19.15 Uhr: Die Schneemassen im Süden Bayerns bedrohen unterdessen auch das Wild in den Bergen. Der Bayerische Jagdverein spricht von einer lebensbedrohlichen Situation. Der Verein will die Tiere daher mithilfe von Hubschraubern notversorgen, wie er am Donnerstag mitteilte. An winterliche Verhältnisse seien Wildtiere, wie etwa Hirsche oder Gämse, in den Bergen gewöhnt. Die extremen Schneemassen stellten aber auch für sie eine Bedrohung dar.

Der Winter hält weite Teile Bayerns weiter in Atem. Im Landkreis München wurde ein neunjähriges Kind von einem umstürzenden Baum erschlagen.

Bei Schneehöhen von bis zu drei Metern könnten sich die Tiere kaum fortbewegen. Die Futterlager seien komplett eingeschneit. Um die Tiere zu schützen, will der Jagdverein mithilfe von Hubschraubern Futterreserven, wie beispielsweise Heuballen, über besonders verschneiten Gebieten abwerfen. Dies sei zwar ein ungewöhnlicher Einsatz, aber „Extremsituationen erfordern auch extreme Maßnahmen“, betonte der Sprecher des Bayerischen Jagdvereins Thomas Schreder.

Kind in Aying lag 50 Minuten unter umgestürztem Baum - tragische Details

18.42 Uhr: Das Polizeipräsidium München hat neue Details zum tödlichen Unfall in Aying herausgegeben. Demnach stand der Baum, der einen neun Jahre alten Jungen erschlug, auf einem privaten Grundstück. Bereits um 13.40 Uhr stürzte der zehn Meter hohe Baum im Ayinger Ortsteil Trautshofen um - erst um 14.20 entdeckten Zeugen, dass sich ein Mensch unter dem Baum befand.

Reanimationsversuche der herbeigerufenen Feuerwehren und des Rettungsdienstes blieben erfolglos, um 15.30 stellten die Retter ihre Bemühungen ein. Die Kripo München hat Ermittlungen aufgenommen.

17.38 Uhr: Aufgrund akuter Lawinengefahr ist der Grenzübergang Mittenwald/Scharnitz sowie die Zufahrt von Mittenwald nach Leutasch über die Staatsstraße 2042 für den Verkehr gesperrt. Das hat das Landratsamt Garmisch-Partenkirchen am Donnerstnachmittag mitgeteilt. Fahrten aus dem Landkreis Garmisch-Partenkirchen in Richtung Tirol über Seefeld und weiter nach Innsbruck sind folglich derzeit nicht möglich.

16.58 Uhr: Die Deutsche Bahn kommt mit dem Räumen der verschneiten Strecken teilweise nicht mehr hinterher und stellt deswegen in den kommenden Tagen den Regionalverkehr in Teilen Süd- und Ostbayerns ein. In den Regionen Kempten, Oberstdorf, Garmisch-Partenkirchen und Berchtesgaden fallen in den nächsten Tagen die Züge aus, wie ein Sprecher am Donnerstag in München mitteilte. Man „fokussiere“ den Wintereinsatz auf vielbefahrene Streckenabschnitte, um dort den Betrieb zuverlässig aufrecht zu erhalten, hieß es.

Kind (9) in Aying von Baum erschlagen: Polizei nennt weitere Details

16.52 Uhr: Das Polizeipräsidium München hat weitere Details zu dem tragischen Unfall in Aying mitgeteilt: Demnach handelt es sich bei dem Todesopfer um einen neunjährigen Buben. Der Baum war durch die Schneelast umgestürzt. Nach Informationen von Merkur.de* liegt die Unfallstelle auf einem ländlichen Anwesen.

16.47 Uhr: Anders als im Nachbarlandkreis Miesbach wird in Bad Tölz-Wolfratshausen kein Katastrophenfall ausgerufen. Aufgrund der anhaltenden Schneefälle wurde nun aber unter der Federführung von Landrat Josef Niedermaier entschieden, eine örtliche Einsatzleitung aufzustellen.

16.28 Uhr: Nach den starken Schneefällen gilt auch im Landkreis Traunstein der Katastrophenfall. Das Landratsamt übernehme die Koordination der Einsatze der verschiedenen Rettungs- und Hilfsorganisationen, teilte ein Sprecher am Donnerstag mit. Die schweren Schneemassen seien eine Gefahr für die Menschen in der Region.

16.25 Uhr: In Altenerding entgleiste am Donnerstag in den frühen Morgenstunden eine S-Bahn: Sie kollidierte mit einem in den Gleisen verkeilten Schnee-Räumfahrzeug. Hier gibt´s alle Details.

Drama in Aying: Kind von umstürzendem Baum getötet

16.03 Uhr: Die Bemühungen der Retter in Aying waren leider erfolglos: Das neun jährige Kind, das im Ortsteil Trautshofen unter einen Baum geraten ist, ist laut Feuerwehr an seinen schweren Verletzungen gestorben. Die Kriminalpolizei hat die Ermittlungen zum Unfallhergang soeben aufgenommen.

Katastrophenfall ausgerufen: Bundeswehr schickt Spezialfahrzeuge

15.59 Uhr: Nach den starken Schneefällen ist die Bundeswehr mit rund 30 Soldaten in Südbayern im Einsatz. Weitere Kräfte der Gebirgsjäger, der Luftwaffe, der Streitkräfte und des Sanitätsdienstes seien in erhöhter Bereitschaft, teilte ein Sprecher des Landeskommandos Bayern in München am Donnerstag auf Anfrage mit. In den Landkreisen Miesbach und Berchtesgadener Land brachten die Soldaten mit gepanzerten Kettenfahrzeugen Menschen aus zugeschneiten Orten und räumten Schneemassen von Dächern.

15.56 Uhr: Auch am Freitag sind voraussichtlich nur die Tallifte am Brauneck in Betrieb - wie auch schon an diesem Donnerstag. Zum Wochenende will das Skigebiet aber komplett öffnen. Dann dürfen sich die Skifahrer auf beste Bedingungen freuen.

15.41 Uhr: Ihre Kontrollstelle ist zwar tief verschneit und wird von Schneemauern umringt, trotzdem setzt die Bundespolizei an der bayerisch-österreichischen Grenze ihre Kontrollen fort.

Mutter liegt betrunken im Schnee - Polizisten retten hilfloses Baby

15.33 Uhr: Im bayerischen Allgäu haben Polizisten einen frierenden Säugling vor dem Schnee gerettet und mit einer Uniformjacke warmgehalten. Passanten hatten in Kaufbeuren die hilflose Mutter des Kindes betrunken im Schnee neben einem Gehweg entdeckt, die Frau hielt ihr nur unzureichend bekleidetes Baby im Arm. Die Streifenbeamten wickelten das kleine Mädchen in eine Uniform und legten es in den Polizeiwagen, bis der Rettungsdienst kam. „Nachdem es im warmen Rettungswagen noch eine Mütze aufgesetzt bekommen hatte, fiel es sofort in Schlaf“, berichtete die Polizei am Donnerstag. Die Einsatzkräfte brachten Mutter und Kind dann am Mittwochnachmittag unterkühlt ins Krankenhaus. Die Polizei schaltete das Jugendamt ein, um weitere Schritte zu prüfen.

15.25 Uhr: Forstarbeiter sollen wegen der Schneemassen rund 30 Bäume entlang der beiden Seilbahnen am Ochsenkopf im Fichtelgebirge fällen. Die Bäume könnten sonst unter der Schneelast umknicken, sagte am Donnerstag der Sprecher des Landratsamts Bayreuth, Michael Benz.

Ottobrunn: Phönix-Bad komplett evakuiert

15.16 Uhr: Wegen der Schneelast auf dem Dach ist das Phönix-Bad in Ottobrunn am Donnerstagmittag komplett evakuiert worden. Die Badegäste mussten das Bad verlassen, die Feuerwehr und eine Privatfirma rückten zum Schneeschaufeln an.

Die Feuerwehr befreit das Dach des Phönix-Bades in Ottobrunn von Schnee. Das Bad musste am Mittag komplett evakuiert werden.

15.06 Uhr: Nach den starken Schneefällen sitzen im Berchtesgadener Land weitere Menschen fest und sind auf eine Notversorgung angewiesen. Vorderbrand, ein Ortsteil von Berchtesgaden, und Ettenberg, das zur Gemeinde Marktschellenberg gehört, seien nicht mehr erreichbar, teilte das Landratsamt am Donnerstagnachmittag mit.

Dramatischer Einsatz bei Aying: Kind von umstürzendem Baum getroffen

14.57 Uhr: Im kleinen Ort Trautshofen in der Gemeinde Aying findet derzeit ein dramatischer Rettungseinsatz statt. Laut der Feuerwehreinsatzzentrale im Landratsamt München ist dort ein Kind von einem umstürzenden Baum getroffen und schwer verletzt worden. Derzeit kämpfen die Retter darum, das Leben des Kindes zu retten, wie merkur.de* berichtet.

Schneechaos in Bayern: Lage in München wenig dramatisch

14.41 Uhr: Während einige bayerische Landkreise annähernd im Schnee versinken, bleibt die Lage in der Landeshauptstadt entspannt. Bislang musste die Feuerwehr München zu 27 schneebedingten Einsätzen ausrücken. Die Einsätze beschränkten sich aber durchwegs auf das Beseitigen von abgebrochenen Ästen und eines umgestürzten Baumes.

14.35 Uhr: Die Wetter-Kapriolen bringen viele Münchner auf kreative Ideen. Ein Schnappschuss zeigt einen Bewohner der Landeshauptstadt, der sich unweit des Hofgartens auf Langlaufskiern durch das Schneegestöber kämpft.

Kreative Freizeitgestaltung: Ein Münchner auf Langlaufskiern.

14.05 Uhr: Die Hochwassergefahr in Bayern sinkt. Für einzelne Pegel an Wörnitz, Altmühl und Schwarzer Laber gelten noch die Meldestufen 1 bis 2, wie der Hochwassernachrichtendienst am Donnerstag in Augsburg mitteilte. Das heißt, stellenweise gibt es kleinere Ausuferungen (Stufe 1) beziehungsweise land- und forstwirtschaftliche Flächen werden überflutet oder der Verkehr ist leicht beeinträchtigt (Stufe 2). Es gibt vier Meldestufen.

14.00 Uhr: Im Landkreis Bayreuth ist das Dach eines Stalls eingestürzt. Die Feuerwehr musste viele eingeschlossene Tiere befreien. Hier geht´s zur kompletten Meldung.

Sperrzone in Geretsried eingerichtet

13.33 Uhr: Die Stadt Geretsried gibt bekannt: Aufgrund der bisherigen schweren Schneefälle sowie der Vorhersage für die kommenden Stunden und Tage ist ab Donnerstag, 10. Januar, 9 Uhr eine partielle Sperrzone eingerichtet. Hier erfahren Sie, welche Gebäude betroffen sind.

13.28 Uhr: Im Holzkirchner Einkaufszentrum HEP hat eine Plastikhaube den Schneemassen nicht standhalten können. Meldungen über ein eingestürztes Dach bestätigten sich allerdings nicht.

Aktuelle Bilder aus dem Holzkirchner HEP.

13.17 Uhr: Warum der Blomberg aktuell gesperrt ist, man nach Ansicht folgender Videobilder nachvollziehen können.

13.12 Uhr: Wegen Lawinengefahr hat die Gemeinde Oberstdorf am Donnerstag die Zufahrten zu zwei Tälern gesperrt. Rund 65 Anwesen, darunter mehrere Hotels, seien davon betroffen, sagte die Pressesprecherin der Marktgemeinde, Christine Uebelhör. Die Bewohner und Urlauber im Stillachtal und in dem südlichen Bereich des Trettachtals seien bereits am Mittwoch über die bevorstehende Sperrung informiert worden. Wer wollte, konnte deswegen abreisen.

13.00 Uhr: Jetzt rückt sogar die Bundeswehr an. 28 Gebirgsjäger aus Bad Reichenhall haben heute in Miesbach geholfen, ein Sporthallen-Dach freizuräumen.

12.57 Uhr: Der MVV ächzt unter der Schneelast auf den Straßen. Besonders betroffen: Die Busse, die sich wie alle anderen Verkehrsteilnehmer durch den Schnee kämpfen müssen. An den Bushaltestellen bibbern die Fahrgäste und hoffen auf einen Platz im Warmen.

Nichts geht mehr: Die MVV-Buslinie 231 ist durch den Andrang der Pendler und die Schneemassen völlig überlastet. Das Foto entstand an der Haltestelle Studentenstadt.

An allen Schulen fällt der Unterricht aus - Eltern machen Druck

12.45 Uhr: Die Feuerwehr räumt in Olching die Dächer zweier Kindergärten ab. Offenbar ist die Last durch die Schneemassen zu hoch, wie merkur.de* berichtet. Am morgigen Freitag fällt der Unterricht an allem Schulen im Landkreis Fürstenfeldbruck aus. Wohl , weil die Eltern Druck gemacht haben.

12.38 Uhr: Die Nationalparkzentren Lusen und Falkenstein im Bayerischen Wald sind aufgrund hoher Schneebruchgefahr komplett gesperrt worden. Dies teilte die Nationalparkverwaltung Bayerischer Wald am Donnerstag mit. Sie riet allen Wintersportlern und Wanderern dringend davon ab, die gesperrten Waldgebiete zu betreten. Die Sperrungen gelten vorerst bis Montag.

12.30 Uhr: Noch sind die Regale der meisten bayerischen Supermärkte gut gefüllt. Was aber, wenn die Lieferanten nicht mehr durch den Schnee kommen? Ladeninhaber im Landkreis Miesbach geben Auskunft.

12.22 Uhr: Es schneit und schneit im Landkreis Bad Tölz-Wolfratshausen. Aktuelle Bilder aus der Region lassen das Ausmaß erahnen.

Schneechaos in Bayern: Hier herrscht jetzt Schneekettenpflicht

12.11 Uhr: Für Verkehrsteilnehmer heißt es, runter vom Gas und langsam fahren. Mittlerweile herrscht auf bestimmten Strecken Schneekettenpflicht - so etwa auf der B2 zwischen Garmisch-Partenkirchen und Mittenwald-Nord sowie zwischen Oberau und Ettal in beiden Richtungen.

12.06 Uhr: Wegen des starken Schneefalls werden alle städtischen Friedhöfe in München bis auf Weiteres gesperrt. Das hat die Stadt soeben via Twitter bekanntgegeben.

A8: Vollsperrung nach Bergungsarbeiten

11.57 Uhr: Aufgrund von Bergungsarbeiten nach einem Lkw-Unfall ist die A8 zwischen Frasdorf und Übersee in Richtung Salzburg für etwa eine Stunde gesperrt.

11.50 Uhr: Der starke Schneefall in Bayern hat nach Angaben des Bayerischen Roten Kreuzes (BRK) keine Auswirkungen auf die Versorgung von Patienten. „Die Fahrwege für Krankentransport- und Rettungswagen verlängern sich“, sagte Sprecher Sohrab Taheri-Sohi am Donnerstag in München. Zu Problemen führe das aber nicht. Alle Fahrzeuge hätten Schneeketten an Bord. In den Alpenregionen seien außerdem Rettungswagen mit Allradantrieb unterwegs.

11.46 Uhr: Die Schneemenge macht auch den Einwohnern des Lenggrieser Ortsteils Leger zu schaffen. Sie befinden sich in mitten der Straßensperrung der Staatsstraße 2072. Ihren Weiler verlassen können sie nur mit entsprechendem Fahrzeug und auf eigene Verantwortung.

11.43 Uhr: Polizisten erleben bei Verkehrskontrollen dieser Tage immer wieder Kurioses - wie auch ein Tweet aus München beweist.

Schneechaos in Bayern: Nächster Katastrophenfall ausgerufen

11.36 Uhr: Der Freisinger Waldfriedhof ist aufgrund von Glatteis und der Gefahr herabbrechender Äste durch die Schneelast ab sofort bis auf Weiteres gesperrt. Es gibt jedoch eine Ausnahme.

11.30 Uhr: Wegen der anhaltenden Schneefälle hat das Landratsamt für den südlichen Landkreis Berchtesgadener Land am Donnerstag den Katastrophenfall ausgerufen. Die Behörde übernehme die Koordination der Einsatze der verschiedenen Rettungs- und Hilfsorganisationen, teilte ein Sprecher mit. Zahlreiche Straßen in der Region sind wegen der Schneemassen und umgestürzter Bäume gesperrt. In einem Ortsteil von Berchtesgaden ist die einzige Zufahrtsstraße nur von Militärfahrzeugen der Bundeswehr befahrbar - rund 350 Menschen sitzen dort fest. Weitere Informationen gibt´s bei bgland24.de*.

Bayern, Berchtesgaden: Ein Mann räumt einen Bürgersteig mit einer Schneefräse.

11.28 Uhr: Ein Lastwagen aus Marokko, der mit Sommerreifen unterwegs war, ist in der vergangenen Nacht bei Germering-Freiham auf der Autobahn in eine Leitplanke gekracht, wie merkur.de* berichtet.

11.15 Uhr: In Altenerding hat eine S-Bahn ein Schneeräumfahrzeug gerammt und ist dabei entgleist. Offenbar hatte der Fahrer des Räumfahrzeugs die Schranken nicht zugehen sehen. Bilder der komplizierten Bergungsarbeiten gibt´s hier.

Starke Beeinträchtigungen auch in München

11.01 Uhr: Der starke Schneefall hat am Donnerstagmorgen in München den Berufsverkehr stark beeinträchtigt. Bei Bussen und Trambahnen sei mit Verspätungen und Ausfällen zu rechnen, teilte die Münchner Verkehrsgesellschaft mit. Auch bei der S-Bahn sorgte der Neuschnee nach Bahnangaben im gesamten Großraum der Landeshauptstadt für Verspätungen von bis zu 20 Minuten und vereinzelten Zugausfällen.

10.59 Uhr: Heftiger Schneefall hat den Verkehr auf der Autobahn 72 in Oberfranken zeitweise zum Erliegen gebracht. Nach Polizeiangaben vom Donnerstag blieben mehrere Lastwagen am Vorabend in Richtung Hof liegen und blockierten die Strecke vollständig. Auch für die Räum- und Streufahrzeuge war kein Durchkommen mehr. Erst nach Mitternacht floss der Verkehr wieder langsam. In den Morgenstunden verschärfte sich die Situation erneut: Auf der Autobahn von Plauen (Sachsen) in Richtung Bayern stauten sich die Fahrzeuge im Berufsverkehr auf etwa 15 Kilometern.

BOB stellt Schienenersatzverkehr ein

10.41 Uhr: Aufgrund der Witterungsbedingungen kann die Bayerische Oberlandbahn derzeit den Schienenersatzverkehr nicht anbieten. Das teilt die BOB in einer Pressemitteilung mit. Betroffen sind die Strecken Holzkirchen - Lenggries, Holzkirchen - Tegernsee und Holzkirchen - Bayrischzell in beiden Richtungen. Die BOB versucht derzeit, zumindest den stündlichen Takt zwischen München und Holzkirchen aufrecht zu erhalten.

Kein SEV mehr möglich: Die BOB kapituliert vor den Witterungsbedingungen.

10.38 Uhr: Auf den Autobahnen, Bundes- und Staatsstraßen im Freistaat hat der Winterdienst seit Jahresbeginn rund 85 000 Tonnen Streusalz ausgebracht. Das waren etwa 25 Prozent des im vergangenen Winter verbrauchten Streusalzes, wie Bayerns Verkehrsminister Hans Reichhart (CSU) am Donnerstag weiter mitteilte.

Stau auf der A9: Fahrer müssen Nacht auf Autobahn verbringen

10.33 Uhr: Ein zeitweise rund 50 Kilometer langer Stau auf der Autobahn München-Berlin (A9) bei Hermsdorf (Thüringen) hatte sich auch am Donnerstagmorgen noch nicht vollständig aufgelöst. Die Fahrer Dutzender Lastwagen mussten die Nacht zum Donnerstag in ihren Fahrzeugen auf der Autobahn verbringen, wie eine Sprecherin der Thüringer Autobahnpolizei sagte. Einsatzkräfte des Technischen Hilfswerks und des Deutschen Roten Kreuzes verteilten warme Decken und heiße Getränke. Der Stau habe sich am Donnerstag auch deshalb nur zögerlich aufgelöst, weil viele Fahrer erst hätten geweckt werden müssen, sagte die Sprecherin.

Zu den Verkehrsbehinderungen auf der A9 war es am Mittwoch gekommen, weil Dutzende Lastwagen an einer Steigung ins Rutschen geraten waren und danach querstanden. Nach Angaben der Polizei staute sich der Verkehr auf der A9 vorübergehend von der bayerisch-thüringischen Landesgrenze in Richtung Berlin bis südlich von Hermsdorf. Auch in der Gegenrichtung ging in der Nacht zeitweise nichts mehr. Bis Donnerstagmorgen rollte der Verkehr in Richtung München aber wieder, wie die Sprecherin sagte.

10.15 Uhr: Aufgrund der Witterungsbedingungen können Hubschrauber für Lawinen-Sprengungen nicht starten. Nebelhorn- und Fellhornbahn bleiben deshalb heute geschlossen.

09.49 Uhr: In der Nacht hat es stark geschneit im Landkreis Starnberg, seit 9.13 Uhr gilt eine verschärfte Unwetterwarnung. Alle Neuigkeiten zu den Folgen des Winters lesen Sie im Wetter-Ticker für die Region.

09.46 Uhr: Der Wirtschaftsweg auf den Blomberg bleibt auch am kommenden Wochenende gesperrt. Dies gilt auch für alle Wanderwege auf den bei Tagesausflüglern beliebten Berg.

Unfall auf der A8 (Bernau): Lkw liegt quer über der Fahrbahn

09.26 Uhr: Auch auf der A8 bei Raubling im Landkreis Rosenheim sind am Donnerstagmorgen die Auswirkungen des Winterwetters zu spüren. Bei starkem Schneefall und -1,5 Grad Außentemperatur kommt der Winterdienst nicht hinterher.  Bei Bernau musste ein Lkw am Morgen vor den Witterungsbedingungen kapitulieren. Nach einem Unfall lag er quer über der Autobahn.

Ein Lkw lag nach einem Unfall bei Bernau quer über der Autobahn.

09.23 Uhr: Im Dauereinsatz ist in diesen Tagen der Winterdienst. Doch trotz aller Anstrengungen ist es kaum möglich, den weißen Massen Herr zu werden. Drei Dörfer im Landkreis Bad Tölz verhängen jetzt ein Tempo-30-Limit.

Schneechaos im „Katastrophen-Landkreis“: Müllabfuhr kann nicht ausfahren

09.21 Uhr: Aufgrund des extremen Wetters kann die Müllabfuhr im Kreis Miesbach heute nicht ausfahren. Die Abholungen von Donnerstag sollen, sofern eine Besserung der Straßenverhältnisse eintritt, am Freitag nachgeholt werden, die Abholungen von Freitag am Samstag. Busse fahren nur noch auf den Hauptstrecken. Die Bauhöfe kämpfen weiterhin gegen die Schneemassen.

Zu viel Schnee: Die Müllabfuhr stellt ihre Arbeit vorübergehend ein. Auch beim Busverkehr kommt es zu Verzögerungen.

09.16 Uhr: Ein Leser meldet sich von der verschneiten BOB-Strecke: „Wir stehen mit defektem Zug im tiefen Wald von Geiselgasteig. Es geht nicht vor um zurück - noch neun Kilometer bis Deisenhofen. Es riecht nach Evakuation.“ Zugfahrgäste werden heute wohl den gesamten Tag Geduld brauchen...

Bei Mittenwald: Flixbus-Fahrer lässt Fahrgäste einfach aussteigen

09.14 Uhr: Ein Fahrer des Fernbus-Giganten Flixbus hat sich auf der Bundesstraße 2 auf Höhe Mittenwald einen gefährlichen Fauxpas erlaubt: Am Samstag wurden dieFahrgäste kurzerhand auf der Straße ausgesetzt - trotz geräumter Ausfahrt.

09.11 Uhr: In Altenerding hat eine S-Bahn ein Schneeräumfahrzeug gerammt und ist dabei entgleist. Offenbar hatte der Fahrer des Räumfahrzeugs die Schranken nicht zugehen sehen, wie merkur.de* berichtet.

09.04 Uhr: Bilder von Twitter-Usern zeigen, wie sehr der Winter den Landkreis Miesbach weiterhin im Griff hat.

Aber auch in der Landeshauptstadt herrscht geschlossene Schneedecke, wie ein Schnappschuss vom Café Tambosi zeigt.

Winterlich geht es auch rund um den Odeonsplatz zu.

09.02 Uhr: An der Glonner Schule entfällt zum Teil der Unterricht wegen Problemen in der Schülerbeförderung. Kinder, die die Schule erreichen, werden beschult. Gleiches gilt auch für etliche andere Schulen im Landkreis Ebersberg. Die Realschule Ebersberg meldet: Schneefrei, der Unterricht entfällt.

08.45 Uhr: Etwa 150 Flugverbindungen sind am Airport München am Donnerstag gestrichen worden. Das teilte ein Sprecher am Morgen der Deutschen Presse-Agentur mit. Etwa 100 Flüge entfielen demnach wegen der Warnstreiks des Sicherheitspersonals an den Airports Stuttgart, Köln/Bonn und Düsseldorf.

Ungefähr ein Drittel der Annullierungen habe wetterbedingte Ursachen - allerdings liege das an den Witterungsverhältnissen an anderen Orten und nicht an den Schneeverhältnissen am Flughafen München, sagte der Sprecher. „Wir haben hier deutlich weniger Schnee als in der Stadt, beide Bahnen sind freigeräumt.“

Erhebliche Behinderungen bei der BOB

07.52 Uhr: Fahrgäste der Regionalbahnen südlich von München müssen sich auch am Donnerstag auf erhebliche Behinderungen einstellen. Wegen der starken Schneefälle seien zahlreiche Strecken im Alpenvorland, in den Landkreisen Traunstein sowie immer noch in Garmisch-Partenkirchen komplett gesperrt. Im Landkreis Miesbach hat die Bayrische Oberlandbahn (BOB) nach Tegernsee, Schliersee und Bayrischzell ihren Betrieb eingestellt. Das teilte ein Sprecher der Bahn am Morgen mit.

Bei Hauptstrecken der Bahn, wie etwa von München in Richtung Österreich oder nach Augsburg, gebe es keine Probleme. Laut eines Sprechers könne es hier allenfalls vereinzelt zu Weichenstörungen kommen.

07.47 Uhr: Die extreme Wetterlage hat auch in der Nacht zum Donnerstag wieder zu zahlreichen Unfällen geführt. Eine Sprecherin der der Polizei Oberbayern schätzte die Menge der Unfälle laut dpa auf bis zu 100 ein.

Am schlimmsten traf es einen 47-Jährigen in Berngau in der Oberpfalz. Er geriet auf der glatten Straße ins Schleudern und prallte gegen einen entgegenkommenden Lastwagen. 

Die Polizei warnt darum weiterhin bayernweit vor den gefährlichen Straßenverhältnissen und bittet die Fahrer um besondere Vorsicht.

Schneechaos in Bayern: So ist die Lage in der Jachenau

07.12 Uhr: Während es immer weiter schneit ist das 830 Einwohner-Dorf Jachenau im Kreis Bad Tölz Wolfratshausen auch weiterhin von der Außenwelt abgeschnitten. Ein Reporter wagte sich nun in das Chaos. Während einige Touristen die Situation „spannend“ finden, empfindet der Bürgermeister die Lage als „gefährliche Situation“.

06.40 Uhr: Für viele Kinder vor allem in Oberbayern bedeutet die weiße Pracht schulfrei. Viele Schulen lassen aus Sicherheitsgründen den Unterricht ausfallen. So meldet der Landkreis Berchtesgadener Land am Donnerstagmorgen, sämtliche Schulen geschlossen zu halten. Im Landkreis und in der Stadt Rosenheim sind beinahe alle Schulen betroffen, Eltern von Schülern an den Grund- und Mittelschulen bleibt es freigestellt, ihre Kinder zum Unterricht zu schicken. Auch einzelne Schulen in den Landkreisen Ebersberg und Prien sind betroffen.

Die Landkreise Miesbach und Bad Tölz-Wolfratshausen entschlossen sich bereits zu Beginn der Woche, den Unterricht an allen Schulen die gesamte Woche ausfallen zu lassen. Im Oberallgäu betonten die Behörden, dass der Schulbetrieb dort regulär stattfinde.

Die Lehrer müssen sich laut Kultusministerium dennoch in der Schule aufhalten. Für sie gelte in der Regel eine Dienstpflicht. Außerdem seien sie für die Betreuung von Schülern zuständig, die trotz schwieriger Bedingungen in die Schulen kommen.

Wetter in Bayern - Meldungen aus dem Münchner Umland und der Alpenregion vom 9. Januar

22.38 Uhr: Ein Mann hat beim Skifahren im Skigebiet Laterns-Gapfohl ein wichtiges Schild übersehen. Daraufhin musste er eine ganze Nacht lang alleine auf einem Berg verbringen und gegen die Kälte kämpfen.

21.26 Uhr: In St. Anton am Arlberg hat sich ein Lawinenunglück außerhalb der gesicherten Pisten im freien Skiraum ereignet. Bei dem Vorfall wurde ein 16-jähriger Junge von den Schneemassen mitgerissen und verschüttet. Die Identität steht nach Angaben der Polizei noch nicht fest. Der 16-Jährige konnte von den Einsatzkräften nur noch tot geborgen werden. Er war Teil einer vierköpfigen ausländischen Touristenfamilie. Die drei anderen Familienmitglieder (Vater, Mutter und Bruder) wurden nicht verschüttet und blieben unverletzt. Derzeit sind die Ermittlungen zum Unglücksfall noch im Gange.

18.45 Uhr: Die anhaltenden Schneefälle führen mittlerweile auch im Landkreis München zu Räumaktionen von Dächern. So musste am Nachmittag das Dach des evangelischen Kindergartens „Regenbogen“ durch die Feuerwehr von der Schneelast befreit werden. Betroffen waren Flachdachbereiche, die mehrere Trakte mit Satteldächern miteinander verbinden. Hier hatten sich durch Verwehungen hohe Schneemassen angesammelt, die zu einer Gefahr für die Statik der Gebäude hätten werden können.

Die Feuerwehr befreit Däche von Schneemassen.

Betroffen war auch die Turnhalle des Gymnasiums gegenüber des Schlosses. Weil sich hohe Schneeverwehungen im Dachbereich angesammelt hatten, räumte die Feuerwehr Tegernsee am Nachmittag die gefährdenden Bereiche. Die Arbeiten dauerten mehrere Stunden an. 

Die Turnhalle gegenüber des Gymnasiums Tegernsee war ebenfalls betroffen.

17.46 Uhr: Die heftigen Schneefälle in den Alpen haben zur Absage des Alpin-Weltcups der Frauen am Wochenende in St. Anton geführt.

17.24 Uhr: Die Lawinenwarnzentrale im Bayerischen Landesamt für Umwelt hat die aktuelle Lawinengefahr bewertet. Im bayerischen Alpenraum herrscht große Lawinengefahr. Die Hauptgefahr gehte laut Warnzentrale weiterhin von Lockerschnee- und Schneebrettlawinen aus, die sich durch die große Auflast vom Neuschnee auf die mächtige Altschneedecke von selbst lösen können. Lockerer Schnee wird in der Sturzbahn mitgerissen und Lawinen können sehr groß werden.

In tieferen Lagen kann die zum Boden hin feuchte Schneedecke aus lückigen Bergwäldern oder an glatten, steilen Wiesenhängen am Boden abrutschen. Exponierte Verkehrswege können betroffen sein. Der Schneefall lässt tendenziell nach und die Lawinensituation wird sich die nächsten Tage etwas entspannen. Skitouren und Variantenabfahrten abseits gesicherter Skipisten erfordern besondere Vorsicht und gutes lawinenkundliches Beurteilungsvermögen.

17.04 Uhr: Ein Wintergewitter hat am frühen Mittwochmorgen den Verkehr im Landkreis Fürstenfeldbruck größtenteils lahmgelegt. Innerhalb kurzer Zeit fielen rund zehn Zentimeter Schnee. Bei Temperaturen um den Gefrierpunkt presste der einsetzende Berufsverkehr die weiße Pracht zu spiegelglatten Eisflächen. Die Räumdienste hatten zunächst keine Chance.

BOB fährt wohl auch am Donnerstagmorgen nicht

16.35 Uhr: Auch am Donnerstagvormittag müssen sich Fahrgäste der BOB auf erhebliche Einschränkungen einstellen, wie das Unternehmen bereits jetzt warnt. Es ist damit zu rechnen, dass verstärkt Busse im Schienenersatzverkehr eingesetzt werden.

Die DB ist nicht so pessimistisch wie die BOB selbst. Sie teilt mit: "Aktuell räumt die DB mit schwerem Gerät, darunter Baggern und Radladern, die Bahnhöfe in Miesbach, Schaftlach und Schliersee und transportiert die Schneemassen ab. Ziel ist, heute die Infrastruktur soweit vom Schnee zu befreien, dass in den heutigen Nachtstunden Räumfahrten durchgeführt werden, um ab morgen einen Zugbetrieb zu ermöglichen."

16.29 Uhr: Die B2 zwischen Traubing und Pähl ist noch immer gesperrt. Eigentlich wollte das Straßenbauamt das Teilstück bereits um 16 Uhr wieder öffnen. Die Arbeiten sind offenbar aufwendiger als gedacht, wie merkur.de* berichtet.

15.56 Uhr: Seit Anfang der Woche ist der Ansturm auf Schneeschaufel und Co. regelrecht explodiert. „Wir waren am Montagabend komplett ausverkauft“, heißt es aus dem Obi-Markt in Schongau. Noch heute soll eine neue Lieferung an Schneeschaufeln Nachschub liefern. 

Gleiches Bild auch im Schongauer V-Markt. Man bekomme jeden Tag Ware, doch die reiche nicht aus, um die Nachfrage zu stillen, teilt die Marktleitung auf Nachfrage mit. Wer einen bestimmten Typ Schneeschaufel kaufen will, muss zudem Glück haben. Denn weil die Lieferanten nicht hinterherkommen, klaffen trotz Nachlieferungen viele Lücken im Sortiment, wie merkur.de* berichtet.

Aktueller Eindruck aus Böbing (Landkreis Schongau).

15.42 Uhr: Im Landkreis Miesbach werden aus Sicherheitsgründen jetzt die ersten Sporthallen gesperrt, wie merkur.de* berichtet. Betroffene Gruppen wurden in einer Rundmail informiert.

Schneechaos in Bayern: Dienstpflicht für Lehrkräfte

15.40 Uhr: Trotz der verbreiteten Unterrichtsausfälle im Freistaat müssen Lehrer sich im Schulgebäude aufhalten, wie ein Sprecher des Bayerischen Kultusministeriums erklärte. Für sie gelte in der Regel eine Dienstpflicht. Außerdem seien die Lehrkräfte für die Betreuung von Schülern zuständig, die trotz der schwierigen Bedingungen in die Schulen kommen. Für die Entscheidung, ob der Unterricht stattfindet oder nicht, sind dem Sprecher zufolge Koordinierungsgruppen auf Ebene der Landkreise zuständig. Darin sind unter anderem Schulleiter und der Leiter des jeweiligen Schulamts vertreten. Das Ministerium werde nur über die Entscheidung informiert.

15.37 Uhr: Dürfen Arbeitnehmer bei Schneechaos zu Hause bleiben? Angesichts der chaotischen Verhältnisse im Freistaat eine gute Frage. Hier gibt´s die Antwort.

14.39 Uhr: Jetzt erwischt es auch die Schäftlarner. Aufgrund der Witterungsbedingungen bleibt die Grundschule am Donnerstag und Freitag geschlossen. Zumindest am Donnerstag entfällt der Unterricht auch im Landkreis Starnberg.

Lawinenabgang im Berchtesgadener Land: Suchhunde geben Entwarnung

13.57 Uhr: Wie der BR berichtet, haben die herbeigerufenen Suchhunde nach dem Lawinenabgang in Marktschellenberg nicht angeschlagen. Nun soll damit begonnen werden, die Schneemassen kontinuierlich abzutragen. Über den Lawinenabgang berichtet auch chiemgau24.de*.

13.53 Uhr: Hausbesitzer sollen ihre Dächer von Altschnee befreien - dazu hat die Regierung von Oberbayern aufgerufen. „Aufgrund der starken Schneefälle der vergangenen Tage liegen auf den Dächern bereits jetzt hohe Schneelasten, die Schäden bis hin zu Dacheinstürzen verursachen können“, teilte die Behörde am Mittwoch mit. Die Gefahr steige, wenn es bei etwas höheren Temperaturen zu Tauwetter und Regen komme. Bei der Räumung eines Dachs sollten die Menschen nur gesichert arbeiten und gegebenenfalls ein Unternehmen beauftragen.

13.44 Uhr: Im Landkreis Fürstenfeldbruck hat der Wintereinbruch am frühen Mittwochmorgen für Behinderungen gesorgt. Witterungsbedingt kam es zu mehreren Verkehrsunfällen.

BOB stellt Verkehr ein - schwere Vorwürfe: „Wetterprognosen falsch eingeschätzt“

13.39 Uhr: Aufgrund der Witterungsverhältnisse hat die BOB den Verkehr erneut komplett eingestellt. Nur die Verbindung München-Holzkirchen wird aktuell bedient. Die Strecken des Oberlandes werden per Schienenersatzverkehr versorgt.

BOB-Chef Fabian Amini teilt ergänzend mit: "Inzwischen ist klar: Die Schneefallmengen sind erheblich und haben eine andere Dimension als von Samstag auf Sonntag. Aber die DB Netz ist erst heute im Laufe des Tages - teilweise sogar erst morgen früh - mit den notwendigen Räumausrüstungen – und -fahrzeugen, Einsatzkräften und Mitarbeitern für Vegetationsarbeiten vor Ort im Einsatz." 

So sei zum Beispiel erst soeben ein Zweiwegebagger mit Wagen zum Abtransport des Schnees von den Bahnsteigen und von den Gleisen eingetroffen. Der Vorwurf des BOB-Chefs an die DB Netz, die ja für den Unterhalt der Gleise verantwortlich ist: "Hier wurden die Wetterprognosen falsch eingeschätzt, nicht ausreichend und rechtzeitig Vorsorge getroffen."

Lesen Sie bei merkur.de*: Hintergründe zum Streit zwischen BOB und DB Netz

Katastrophenfall im Landkreis Miesbach: Feuerwehren rücken aus

13.35 Uhr: Im Landkreis Miesbach gilt nach wie vor der Katastrophenfall. Da die Schneelast auf den Dächern weiter steigt, rücken nun die Feuerwehren aus, um Gebäude zu sichern.

13.26 Uhr: Zahlreiche Bäume im Freistaat verlieren den sicheren Stand. Auf der Staatsstraße 20184 Erding–Dorfen hat das am Dienstagabend zu einem Unfall geführt, der wie durch ein Wunder glimpflich ausging. Die Strecke wurde daraufhin komplett gesperrt.

Schweres Gerät im Einsatz: Ein Harvester schnitt am Dienstag entlang der Staatsstraße 2084 Erding–Dorfen im Bereich Neumauggen Bäume um, die auf die Fahrbahn zu fallen drohten. Am Dienstagabend hätte ein Stamm um ein Haar ein Auto getroffen.

13.18 Uhr: Bei einem weiteren Schulbus-Unfall im Freistaat sind mehrere Kinder verletzt worden. Nun gibt es einen bösen Verdacht gegen den Fahrzeuglenker.

Schneechaos soll weitergehen: Wetterdienst veröffentlicht Prognose

12.52 Uhr: Nach Tief „Benjamin“ ist noch lange nicht Schluss mit dem Winterwetter in Bayern: Bis mindestens Mitte nächster Woche sei vor allem im Alpenraum mit Schnee zu rechnen, sagte am Mittwoch der Leiter der Regionalen Wetterberatung München des Deutschen Wetterdienstes (DWD), Guido Wolz. Eine aktuelle Unwetterwarnung des DWD gilt bis Freitag. Am Samstag könnte sich die Lage dann vorübergehend etwas entspannen. „Die Schneefälle werden nicht so massiv sein, der Tiefläufer ist dann so gut wie durch“, sagte Wolz.

Anschließend folgt das nächste Tief mit kräftigen Niederschlägen, die am Sonntag wegen höherer Temperaturen unterhalb von 1000 Metern wohl als Regen fallen. Zum Wochenstart wird es voraussichtlich bis in tiefere Lagen wieder schneien. Bis Mittwoch nächster Woche seien im Allgäu, im Werdenfelser Land um am östlichen Alpenrand Neuschneemengen von vereinzelt bis zu 130 Zentimetern möglich. „Das ist schon immens viel“, sagte Wolz.

12.35 Uhr: Aufgrund der derzeitigen Witterungsverhältnisse im Landkreis Garmisch-Partenkirchen fällt zunächst am morgigen Donnerstag, 10. Januar 2019, der Unterricht an allen Schulen im Landkreis aus. Eine Betreuung für Schülerinnen und Schüler ist allerdings eingerichtet, wie merkur.de* berichtet.

12.25 Uhr: Im Landkreis Fürstenfeldbruck wurde die Realschulturnhalle Maisach wegen der Schneelast für Vereine gesperrt. Schüler dürfen die Halle allerdings schon benutzen. In Penzberg bleibt derweil das Wellenbad geschlossen. Das Dach sei durch die Schneemassen beinahe komplett ausgelastet, sagen die Verantwortlichen.

Lawinenabgang in Marktschellenberg: Zahlreiche Rettungskräfte vor Ort

12.09 Uhr: Im Berchtesgadener Land ist es offenbar zu einem Lawinenabgang gekommen. Ob Menschen und Fahrzeuge unter den Schneemassen begraben sind, ist derzeit noch unklar.

Video: Noch mehr Schnee für Bayern

11.51 Uhr: Während große Teile des Münchner Umlands im Schnee versinken, ist die Landeshauptstadt relativ glimpflich davongekommen. Nicht zuletzt aufgrund der Helfer, die rund um die Uhr im Einsatz sind und dafür sorgen, dass die Straßen schnee- und eisfrei bleiben.

11.40 Uhr: Eine kuriose Konsequenz aus dem Wetter-Chaos haben Studenten im Allgäu gezogen. Auf dem Campus der Fachhochschule Kempten zauberten sie kurzerhand eine Penis-Skulptur in den Schnee. Diese Tradition gibt es dort offenbar bereits seit mehreren Jahren, wie Bayern3 berichtet.

Schneechaos in Bayern: Zweithöchste Lawinenwarnstufe gilt

11.34 Uhr: Wegen des starken Schneefalls gilt in den bayerischen Alpen jetzt die zweithöchste Lawinenwarnstufe. Die Behörden warnten am Mittwoch vor einer großen Gefahr von Abgängen. Der massenhafte Neuschnee werde durch den starken Wind verfrachtet und habe keine Bindung zur alten Schneedecke, erklärte die Lawinenwarnzentrale in München. Skifahrer könnten an nicht präparierten Hängen sehr leicht Schneebretter auslösen. Auch in den kommenden Tagen bleibe die Lawinengefahr hoch.

11.23 Uhr: Im Landkreis Erding sind die Schneepflugfahrer am Anschlag. „Wir haben drei Leute, die fahren, und die brauchen für einen Umlauf vier Stunden. Ist doch klar, dass sie nicht überall gleichzeitig sein können“, erklärt Friedhelm Eugel, Geschäftsleiter in Fraunberg. Beschwerden gehen dennoch ein, für manche hat Eugel allerdings kein Verständnis. Massiven Ärger diesbezüglich gibt es auch im Landkreis Fürstenfeldbruck.

11.04 Uhr: Wer Menschen betreut, kann sich keine Winterpause erlauben. Auf die 38 Pflegefachkräfte des ambulanten Pflegediensts der Caritas Miesbach verlassen sich etwa 200 Patienten bis zu drei Mal täglich. Susanne Nortmeier, Leiterin der ambulanten Pflegedienste, ist zuversichtlich, für sie auch diesen Winter dem Schnee trotzen zu können, wie merkur.de* berichtet.

Am Brauneck schneit es weiter

10.53 Uhr: Rund zehn Zentimeter Neuschnee gab es am Dienstag am Brauneck. Bis Freitag könnte es erheblich mehr werden. Bis zu einem Meter Neuschnee wird erwartet. Wegen der großen Schneelast auf den Bäumen wurden am Dienstag weite Teile der Pisten gesperrt. Auch die Lifte fahren nicht mehr. Hier gibt´s alle Bilder.

Das Brauneck ist derzeit komplett eingeschneit.

10.41 Uhr: Im Video-Interview erklärt Feuerwehr-Kommandant Andreas Demmel, wie der Lebensmitteltransport in der Jachenau am Mittwochmorgen abgelaufen ist.

Schneechaos in Bayern: Hunderte Menschen von Außenwelt abgeschnitten

10.31 Uhr: Nach starkem Schneefall sitzen bei Berchtesgaden rund 350 Menschen fest und müssen per Lastwagen mit Lebensmitteln versorgt werden. Die einzige Straße zum Ortsteil Buchenhöhe in der Nähe des Obersalzbergs sei bis auf weiteres gesperrt, sagte ein Sprecher des Landratsamtes Berchtesgadener Land am Mittwoch. Am Vormittag sei damit begonnen worden, die Strecke zu räumen. Mehrere Bäume drohten unter der schweren Schneelast umzustürzen und sollten gefällt werden. Nur Einsatzkräfte konnten die eingeschneiten Bewohner über die Straße erreichen.

10.28 Uhr: Schneebruchgefahr lässt die Behörden reagieren. Wie der BR berichtet, ist die rechte Spur auf der A8 zwischen dem Kreuz München-Süd und Holzkirchen aktuell gesperrt.

10.04 Uhr: Nach dem tragischen Lawinenunglück im Gebiet von Damüls kommen nun, drei Tage später, weitere Details über das 32-Jährige Opfer ans Licht. Der Berufsschullehrer aus Heilbronn hatte sich trotz akuter Lawinengefahr abseits der gesicherten Pisten bewegt.

Wetter in Bayern: Turnhallen im Landkreis Starnberg gesperrt

9.44 Uhr: Am Dienstagabend sperrte die Stadt Starnberg mehrere Sporthallen, nun trifft es andere Gemeinden. Marcus Grätz, Geschäftsleiter der Gemeinde Tutzing, gab am Mittwochmorgen bekannt, dass die Turnhallen der Mittelschule Tutzing, des Gymnasiums Tutzing sowie die Würmseehalle Tutzing ab Mittwochmittag geschlossen werden. Merkur.de* berichtet.

9.41 Uhr: Inzwischen sind die dringend benötigten Lebensmittel in der Jachenau angekommen. „Am Wichtigsten war der Nachschub an Klopapier“, wird vor Ort berichtet.

Schneechaos im Freistaat: Schulbus kommt von Straße ab - mehrere Kinder verletzt

9.36 Uhr: Unfall bei schlechten Straßenverhältnissen: Mehrere Kinder wurden verletzt, als ein Schulbus gegen einen Baumstumpf prallte. Sie werden derzeit in einer Turnhalle versorgt.

9.17 Uhr: Nur noch eine kleine Forststraße verbindet die tief eingeschneite Gemeinde Jachenau (Landkreis Bad Tölz-Wolfratshausen) derzeit mit der Außenwelt: Damit den Bewohnern in den kommenden Tagen nicht das Essen ausgeht,
liefert die Feuerwehr am Mittwochvormittag Lebensmittel an; Merkur.de* berichtet.

9.10 Uhr: Der BR meldet derzeit 24 Kilometer Stau zwischen Landsberg und Germering. Für tausende Menschen gibt es derzeit dort kein Vorankommen.

So fatal ist die Lage aktuell auf der A96

Wetter in Bayern: So verkehrt die BOB im Schnee-Chaos

9.04 Uhr: In Nordschwaben waren es heute früh mehr als 20 Unfälle. Die A8 in Richtung ist nach 3,5 Stunden die Totalsperre wieder freigegeben. Die B16a bei Ingolstadt wird soeben wieder aufgeräumt. Die Straße muss dafür noch gesperrt bleiben. 

8.59 Uhr: Die BOB verkehrt im Moment wie folgt:

Wir fahren im Stundentakt zwischen Holzkirchen und München, jeweils in beide Richtungen

Der Zugverkehr zwischen Holzkirchen über Schaftlach nach Tegernsee ist aktuell eingestellt

Der Zugverkehr auf der Strecke Lenggries - Schaftlach, sowie Bayrischzell - Holzkirchen ist aktuell nicht möglich und es sind Busse im Schienenersatzverkehr eingerichtet

8.30 Uhr: Auf der A9 im Norden staute sich es auf der Autobahn ebenfalls. Mehr als 20 Kilometer mussten die Autos von Pfaffenhofen an der Ilm bis zum Autobahnkreuz München-Nord in Fahrtrichtung München im Stau verweilen. 

8.12 Uhr: Seit 5.18 Uhr ist die Autobahn A8 laut der Polizei gesperrt. Der querstehende Transporter sei wegen der vereisten Fahrbahn schwer zu bergen und deswegen wissen die Beamten nicht, wie lange die Sperrung noch dauern wird. Autofahrer müssen mit einem enormen Stau rechnen, auch die Umleitung ist komplett überlastet.

8.04 Uhr: Die BOB (Bayerische Oberlandbahn) stellt erneut den Betrieb ein. Aufgrund des Schneefalls kommt der Räumungsdienst nicht hinterher. So entstehen Weichenstörungen. Es gibt allerdings Ausnahmen: Die Strecke Tegernsee- Holzkirchen und Holzkirchen-München ist noch intakt.

Schnee-Chaos innerhalb Münchens: Linienbusse und eine U-Bahnlinie betroffen

7.44 Uhr: Auch innerhalb Münchens gibt es viele witterungsbedingte Störungen. Auf der Linie U7 gibt es vereinzelte Ausfälle und vor allem die Linienbusse (53, 54, 56, 59, 62, 63, 130, 132, 134, 135, 143, 151, 159, 160, 166, 168, 196) gibt es witterungsbedingte Fahrplanabweichungen. Es sei mit Verspätungen, vorzeitige Wendungen und vereinzelte Ausfälle zu rechnen, wie die MVG berichtet. 

7.28 Uhr: Sperrung der B16a bei Ingolstadt. Auf Höhe Stockermühle/Mailing ist nach einem Verkehrsunfall mit zwei beteiligten LKW und einem PKW kein Weiterkommen. Die Polizei Oberbayern Nord berichtet, dass eine Umleitung durch die Feuerwehr eingeleitet sei. 

Schnee-Chaos am frühen Morgen: A8 in Richtung München gesperrt

6.59 Uhr: Autofahrer auf der A8 in Richtung München sollten aufpassen. Zwischen Friedberg und Dasing ist die Autobahn komplett gesperrt. Ein Transporter, der zwei PKW und einen Anhänger geladen hat, steht laut Polizei quer über alle drei Fahrbahnen. Auch die Umleitung soll komplett überlastet sein. 

6.40 Uhr: Wegen des starken Schneefalls sind Bäume auf die Straße gebrochen und den Verkehr gesperrt. Vor allem Menschen in Niederbayern sollen nach Möglichkeit auf Autofahrten nach Deggendorf verzichten. Die Zufahrten aus den Landkreisen Regen und Freyung-Grafenau sind nicht möglich. Bis Mittwochmittag sollen diese Probleme noch andauern, teilen Polizei und Landratsamt mit.

Wetter in Bayern - Update vom 9. Januar, 6.06 Uhr: In Oberfranken hat starker Schneefall am Mittwochmorgen zu mehreren Unfällen geführt. Bei Hof und im Bereich des Fichtelgebirges sind der Polizei zufolge einige Autos und LKWs von der Straße abgekommen. 

Schnee-Unwetter und Sturm in Bayern: Aktuelle Warnungen vom Deutschen Wetterdienst

Aktuell warnt der Deutsche Wetterdienst für die bayerische Alpenregion vor starkem Schneefall. Die Warnung gilt seit Dienstagnachmittag bis Freitagmorgen (6 Uhr), Erwartet werden Schneemengen von 50 cm, in Staulagen auch bis zu 90 cm. Im Alpenvorland und Münchner Umland wird ebenfalls vor Schneefall gewarnt, jedoch werden hier nur 20-40 cm Neuschnee erwartet.

Es soll auch stürmisch werden! Sturmböen mit Geschwindigkeiten um 70 km/h sind möglich. In exponierten Lagen muss mit Sturmböen bis 85 km/h gerechnet werden. Noch krasser in den Bergen oberhalb von 1500 Metern: Dort sind schwere Sturmböen mit Geschwindigkeiten um 90 km/h oder gar orkanartige Böen bis 110 km/h drin. An den Alpen besteht auch die Gefahr von starken Schneeverwehungen. 

Wetter in Bayern - Meldungen aus dem Münchner Umland und der Alpenregion vom 8. Januar

22.30 Uhr: In den Landkreisen Bad Tölz-Wolfratshausen, Traunstein und Miesbach sowie in der Stadt Memmingen findet bis einschließlich Freitag kein Unterricht an staatlichen Schulen mehr statt. Laut dem Kultusministerium sind aber noch mehr Schulen am Mittwoch vom Ausfall betroffen. Das gilt für Schulen in den Landkreisen Berchtesgadener Land, Ostallgäu, Oberallgäu, in der Stadt Lindau sowie im Landkreis Deggendorf, einschließlich dem Deggendorfer Stadtgebiet.

19.50 Uhr: Die Schienen im Oberland wurden kräftig eingeschneit. Erst heute räumte die DB Netz den letzten Abschnitt frei. Ein Sprecher erklärt auf Merkur.de, wieso - und wie man sich für den Neuschnee wappnet.

19.45 Uhr: Wegen der Schneelast auf den Dächern hat die Stadt Starnberg am frühen Dienstagabend mehrere Sporthallen gesperrt. Welche Hallen betroffen sind, lesen Sie hier auf Merkur.de.

19.40 Uhr: Die Hauptzufahrtsstraße in die Jachenau (Tölzer Land) ist weiterhin gesperrt. Nun laufen Vorbereitungen für den Fall, dass das Sonnental wegen der vorhergesagten weiteren schweren Schneefälle noch mehrere Tage von der Außenwelt abgeschnitten ist. Die Feuerwehr lieferte sich Lebensmittel, man bereitet sich auf eine tagelange Isolation vor. Mehr dazu lesen Sie hier auf Merkur.de.

18.55 Uhr: Alle, die in diesen Tagen auf einem glatten Parkplatz auf die Nase fliegen, dürfte dieses Urteil aus Augsburg interessieren. Für Grundstücksbesitzer ist das Urteil eine gute Nachricht

18.50 Uhr: Wie die Bayerische Oberland am Abend bekanntgab, ist der Streckenast zwischen Holzkirchen und Schlier wieder freigegeben. Auf Grund der am Abend erneut zu erwartenden Schneefälle, verkehren jedoch nur Züge des Stundentaktes. Die Zwischenzüge entfallen sowohl am Dienstagabend, als auch am Mittwochmorgen. Züge aus München enden in Holzkirchen und wenden zurück nach München Züge aus dem Oberland enden in Holzkirchen und wenden zurück ins Oberland. Fahrgäste müssen also in Holzkirchen umsteigen. Somit soll verhindert werden, dass sich eventuelle erneute Unterbrechungen eines Streckenastes auf das gesamte Netz und besonders auf die zur Verfügung stehende Kapazität ab München auswirken.

16.24 Uhr: An den Alpen erwarten die Meteorologen bis in die Nacht zum Freitag hinein unwetterartige Schneefälle mit Mengen zwischen 30 und 70 Zentimetern. In den Staulagen - vor allem im Allgäu - werden bis zu 90 Zentimeter erwartet. Dazu kommt Wind mit starken bis stürmischen Böen, wodurch starke Schneeverwehungen entstehen können.

Träfen die Vorhersagen ein, könnten große, talgefährdende Lawinen auch von alleine abgehen, warnte Hans Konetschny von der Bayerischen Lawinenwarnzentrale. Die zuletzt leicht gesunkene Lawinenwarnstufe könnte dann erneut auf die zweithöchste Stufe „Vier“ steigen. 

15.51 Uhr: Im Landkreis Miesbach bleibt der Katastrophenalarm bis auf weiteres bestehen. „Die Lage ist nach wie vor angespannt“, sagte am Dienstag eine Sprecherin des Landratsamts Miesbach. 

Meteorologen hätten für die Region starken Sturm und erneuten Schneefall prognostiziert. „Das versetzt uns in Alarmbereitschaft.“ Die Behörde in Miesbach rechne damit, dass weitere Bäume umstürzen werden. „Es sind nach wie vor zahlreiche Straßen gesperrt, und wir gehen davon aus, dass weitere dazu kommen werden.“

Video: Schneemassen fordern Tote im Alpenraum

15.38 Uhr: Das bayerische Forstministerium warnt vor hoher Schneebruchgefahr in den Wäldern des Freistaats. „Viele Bäume können im Moment unter der hohen Schneelast jederzeit umkippen oder zusammenbrechen“, betonte Forstministerin Michaela Kaniber (CSU) am Dienstag in München. 

Weitere Schneefälle, Regen und Sturmböen für die kommenden Tage erwartet

Vor allem im Süden und Südosten solle man sich nach den heftigen Schneefällen der vergangenen Tage möglichst nicht im Wald aufhalten und unter Bäumen generell höchste Vorsicht walten lassen. Für die kommenden Tage werden weitere Schneefälle und Regen sowie zusätzlich Wind und Sturmböen erwartet. Damit steige das Risiko noch einmal gravierend, dass selbst gesunde Bäume die Last nicht mehr tragen könnten. Mit einer Entspannung sei erst zu rechnen, wenn der Schnee von den Ästen abgetaut sei, hieß es.

Wetter und Schneechaos in Bayern - die Lage am Dienstagnachmittag

Die Sonne bricht am Dienstagnachmittag über München durch. Ist das Schlimmste also überstanden? War doch nur alles halb so wild? Die aktuellen Nachrichten aus dem Katastrophen-Landkreis Miesbach und aus der Region Bad Tölz zeichnen ein anderes Bild.

Sehr viel und sehr nasser Schnee hängt dort allerorts an vom Sommer vertrockneten Bäumen. Mehrere Straßen und Schienen müssen immer wieder gesperrt werden. Die Feuerwehren und das Technische Hilfswerk (THW) sind auch am Dienstag im Dauereinsatz - nicht nur im Katastrophen-Landkreis Miesbach. Die Jachenau in der Region Bad Tölz ist von der Außenwelt abgeschnitten. Ein Mann wurde am Blomberg vom Baum erschlagen. Die Skigebiete mussten wegen zu viel Schnee schließen.

Die Wendelsteinbahn veröffentlicht auf ihrer Facebook-Seite ein Bild vom normalen Ausgang an der Bergstation, wo im Regelfall die Fahrgäste auf die Sonnenterrasse treten, nur daran ist aktuell nicht zu denken.

Zwar hat es bis an den Alpenrand am Dienstagvormittag etwas geregnet. Das könnte die Lage allerdings tendenziell eher verschlimmern, da der Schnee sich dadurch noch mehr mit Wasser vollsaugt und noch schwerer wird.

Wetter in Bayern: Neue Unwetterwarnung vom Deutschen Wetterdienst

Dazu kommt eine ähnliche düstere, amtliche Prognose des Deutschen Wetterdienstes (DWD) wie schon am Freitag, als das Chaos begann. 

Demnach gibt der DWD eine neue Unwetterwarnung für die Nacht auf Mittwoch und die kommenden Tage heraus. Es soll wieder fast genauso viel Schnee wie am Wochenende fallen. Dazu rechnet der DWD mit Sturmböen von bis zu 75 km/h - wohlgemerkt im Flachland, nicht nur auf vereinzelten Berggipfeln.

Neuer, schwerer Schnee, verbunden mit Sturm könne die Lage in ganz Südbayern also auf einen neuen Höhepunkt treiben.

Indessen reiben sich die Menschen im nördlichen Landkreis Garmisch-Partenkirchen aber auch in der Region Weilheim verwundert die Augen, wenn sie die Berichte zum Schnee-Chaos in Bayern lesen: Hier hat es zwar auch geschneit - von Katastrophenalarm aber keine Spur. Im benachbarten Penzberg dagegen wurde nun das Wellenbad geschlossen - wegen der Schneelast (Merkur.de*). Auf der anderen Seite, in der Region Wolfratshausen, muss ein Schuldach freigeschaufelt werden (Merkur.de*).

Wo sich in Bayern die Lage in der Nacht auf Dienstag entspannt und wo das Schnee-Chaos vielleicht erst noch seinen Höhepunkt erreicht, erfahren Sie hier live in diesem Artikel.

kmm/kah

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