Wetter-Rekord in Sicht

Jahrhundert-Frühling auf dem Hohenpeißenberg

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Bayern ist Frühlings-Meister: In fast 1000 Metern Höhe haben Meteorologen auf dem Hohenpeißenberg Rekord-Temperaturen gemessen.

Hohenpeißenberg - Frühlingswärme: Am Wochenende durften sich die Hohenpeißenberger über Jahrhundert-Temperaturen freuen. Ob der Winter schon vorbei ist, erklärt Meteorologe Dominik Jung.

Sonne, Wärme - Frühling? In Hohenpeißenberg sieht es derzeit so aus, als habe der Winter die Gegend schlichtweg ausgelassen. Am vergangenen Wochenende verzeichnete der Hohenpeißenberg einen Jahrhundert-Rekord: 17,9 Grad wurden am Samstag auf dem fast 1000 Meter hohen Gipfel gemessen.

Wärmster Februartag seit 135 Jahren

"Noch nie war es dort in einer zweiten Februardekade so warm", erklärt Dominik Jung, Diplom-Meteorologe vom Wetterportal wetter.net. "Und dort reichen die Wetteraufzeichnungen immerhin bis 1879 zurück, also 135 Jahre." Mit 17,3 Grad in Oberstdorf und 13,9 Grad in Straubing lag Bayern an diesem Tag als Frühlings-Bundesland vorn.

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Der Rekord-Wert lässt selbst den Fachmann staunen: "Eigentlich befinden wir uns derzeit am Ende des Hochwinters. Doch davon ist weit und breit nichts zu spüren", so Jung. Allein der Februar sei in Deutschland bislang 3 Grad wärmer gewesen als im langjährigen Durchschnitt der Jahre 1961 bis 1990. Auch Januar und Dezember waren bereits deutlich zu mild - somit könnte der Winter 2013/2014 bald zu den fünf lauesten Wintern seit Beginn der Wetteraufzeichnungen gehören.

Kommt der Winter doch noch vorbei?

So viel Vorfrühlings-Freude lässt manchen stutzig werden: Der Winter kann doch nicht einfach ausfallen? All denen, die sich auf Schnee und Eiszapfen freuen, macht Wetterexperte Dominik Jung wenig Hoffnung: "Der meteorologische Winter ist definitiv gelaufen. Wer bis 28. Februar, dem letzten Tag des meteorologischen Winters, noch auf eine dicke Schneedecke im Flachland oder Dauerfrost hofft, der wird enttäuscht werden".

Seiner Voraussage nach bleiben auch die kommenden Tage deutschlandweit im oberen Bereich: Für den Dienstag stellt Jung Temperaturen von 8 bis 15 Grad in Aussicht, am Donnerstag und Freitag könnte das Thermometer noch immerhin 6 bis 11 Grad anzeigen. Sonnig wird es deswegen nicht: Nach Auskunft des Wetterexperten bleibt es bewölkt und neblig, die Sonnenstrahlen sind nur vereinzelt zu spüren.

Ganz ohne Kälte davonkommen werden wohl auch die Hohenpeißenberger nicht. Wie das Wetter im März ausfällt, ist noch völlig offen. Möglicherweise bricht dann ein kurzer, heftiger Märzwinter über die Region herein.

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